(openPR) Wir sind Meister – nicht nur im Schifahren, sondern auch wenn es um die Einzelhandelsfläche pro Kopf geht, erreichen wir Spitzenwerte in Europa. Dabei fallen großflächige Baumärkte, Möbelhäuser und Fachmarktzentren ebenso ins Gewicht wie die relativ hohe Shopping Center-Dichte. Im Bundeslandranking weist Kärnten die höchste, Vorarlberg die niedrigste Verkaufsflächendichte auf. 2012 wird die Fläche in Relation zur Einwohnerzahl am stärksten in Niederösterreich und im Burgenland ansteigen.
Trend: Spitzenwert in Europa – Verkaufsfläche wächst nur mehr langsam!
Nahezu 15 Millionen Quadratmetern Verkaufsfläche stehen den Österreichern im Einzelhandel zur Verfügung. Damit kommen wir auf eine stolze Verkaufsflächendichte von rund 1,76 Quadratmetern pro Einwohner und auf den zweiten Platz im Europaranking. Angesichts dieser hohen Werte verwundert es nicht, dass die Flächen in Österreich nur mehr langsam um circa 200.000 Quadratmeter pro Jahr wachsen. Anderenorts wie beispielsweise in Polen gibt es Steigerungen von nahezu 1 Million Quadratmetern pro Jahr.
Trend: Kärnten ist Spitzenreiter, Vorarlberg ist Schlusslicht!
Die Kärntner scheinen die Qual der Wahl zu haben: Nahezu 2 Quadratmeter Verkaufsfläche stehen ihnen pro Kopf zur Verfügung. Vorarlberg hingegen erreicht gerade mal 1,46 Quadratmeter pro Kopf und ist damit Schlusslicht in diesem Bundesländerranking. Vorarlberger kaufen jedoch traditionell auch in der Schweiz ein, so dass das Flächenangebot im Nachbarland mitberücksichtigt werden muss.
Trend: G3 und Villagio treiben Verkaufsflächendichten in die Höhe!
In der jüngeren Vergangenheit wuchs die Verkaufsflächendichte im Burgenland (plus 15 Prozent in den vergangenen sechs Jahren) am stärksten. Ebenfalls deutlich zulegen konnte Vorarlberg mit 14 Prozent. 2012 wird die Verkaufsflächendichte in Burgenland und in Niederösterreich stärker ansteigen. Ausschlaggebend dafür werden die Eröffnung des Shopping Centers Villagio in Parndorf sowie jene des Shopping Centers G3 in Gerasdorf sein.
Mehr Verkaufsfläche als 2.000 Fußballfelder!
Österreich verfügt über rund 15 Millionen Quadratmeter Verkaufsfläche im Einzelhandel. Dies entspricht der Größe von rund 2.000 Fußballfeldern. Damit stehen jedem Österreicher rund 1,76 Quadratmeter Verkaufsfläche zur Verfügung, was zu den europäischen Spitzenwerten gehört. In Europa haben nur die Schweizer noch mehr Verkaufsfläche pro Einwohner (1,88 Quadratmeter).
Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, dass die Verkaufsfläche in Österreich nur mehr langsam wächst. Stieg die Fläche in der jüngsten Vergangenheit beispielsweise in Polen um nahezu rund 1 Million Quadratmeter pro Jahr an, so hat sich das Flächenwachstum in Öster-reich abgeschwächt und liegt im kurzfristigen Schnitt bei rund 200.000 Quadratmetern pro Jahr.
Ausschlaggebend für den Verkaufsflächenzuwachs der letzten Jahre waren hauptsächlich Fachmarktzentren und großflächige Fachmärkte sowie Vergrößerungen von bestehenden Flä-chen.
Land Verkaufsflächendichte im Einzel-handel in m² pro Einwohner
Schweiz 1,88
Österreich 1,76
Niederlande 1,73
Deutschland 1,50
Slowakei 0,94
Polen 0,92
Kroatien 0,91
Quelle: RegioData Research GmbH, ausgewählte Länder (Datenstand 2011)
Kärntner haben Qual der Wahl, Vorarlberger kaum eine Auswahl?
Die „Pole-Position“ im Verkaufsflächenranking Österreichs holt sich Kärnten mit aktuell 1,99 Quadratmetern pro Einwohner. Ebenfalls überdurchschnittliche Verkaufsflächendichten weisen die Bundesländer Niederösterreich mit 1,98 und die Steiermark mit 1,91 Quadratmetern pro Einwohner. Salzburg und Tirol liegen mit Werten von 1,76 beziehungsweise 1,75 Quadratme-tern pro Einwohner im Mittelfeld. Die Bundesländer Oberösterreich, Burgenland, Wien und Vorarlberg erreichen eine nur unterdurchschnittliche Verkaufsflächendichte.
„Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Kärntner die höchste Vielfalt und die Vorarlberger die geringste Auswahl im Einzelhandel haben“, erklärt Ruhsam. „Viel Fläche bedeutet nicht automatisch mehr Vielfalt. Darüber hinaus muss berücksichtigt werden, dass Vorarlberger traditionell auch in der Schweiz einkaufen“, betont Ruhsam.
Neue Projekte treiben Verkaufsflächendichten in die Höhe!
Im mittelfristigen Vergleich der letzten sechs Jahre legte das Burgenland am meisten zu. Angesichts der niedrigen Einwohnerzahl hat hier die Eröffnung allein eines Einkaufszentrums (EO in Oberwart 2009 mit rund 25.000 Quadratmetern) die Verkaufsflächendichte um circa 15 Prozent angehoben. Am wenigsten stieg die Verkaufsflächendichte hingegen in Wien. Zu berücksichtigen ist hier, dass die Einwohnerzahl der Bundeshauptstadt seit 2005 um 5 Prozent anstieg und damit doppelt so hoch wie der Österreichschnitt.
„Darüber hinaus gibt es Unterschiede, die in der Topografie liegen“, erklärt Mag. Mark Ruhsam. In der Stadt ist der Verkaufsflächenzuwachs nicht so leicht wie auf der grünen Wiese möglich. Beispielsweise sind in Wien weniger geeignete Standorte für neue Handelsflächen zu finden. Davon profitieren insbesondere Wiens nächst gelegene Bundesländer Niederösterreich und das Burgenland. Hier sollen 2012 zwei Shopping Center-Projekte fertig gestellt werden, die ebenso Konsumenten aus Wien ansprechen möchten. Dabei handelt es sich um das Projekt G3 in Gerasdorf, das insgesamt rund 70.000 Quadratmeter vermietbare Einzelhandelsfläche haben wird und das Projekt Villagio in Parndorf, das circa 10.000 Quadratmeter neu auf den Markt bringen wird.
„So ist zu erwarten, dass die Verkaufsflächendichte im laufenden Jahr am stärksten in Niederösterreich und in Burgenland ansteigen wird“, prognostiziert Ruhsam.
Definitionen:
Verkaufsfläche: Jene Fläche in einem Handelsgeschäft, die für einen Kunden zugänglich ist.
Einkaufszentrum/Shopping Center: Gebäude, das über eine überdachte, innen liegende Mall verfügt; mindestens 5 Geschäfte, gemeinsamer Eingang
Fachmarktzentrum/Retail Park: Gebäude mit mindestens 5 Fachmärkten, keine Mall, getrennte Ein-gänge.
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