(openPR) Brühl - Am Montagabend, 02.01.2012, verstarb Professor Helmut Müller-Brühl nach schwerer Krankheit im Alter von fast 79 Jahren in Brühl. Sein Lebenswerk war das Kölner Kammerorchester, das er fast 50 Jahre als Dirigent und Intendant leitete. 2008/2009 hatte er sich aus dem Vorstand und Tagesgeschäft des Ensembles zurückgezogen. Dennoch blieb er „seinem“ Kölner Kammerorchester bis zu seinem Tode – zuletzt auch beim Weihnachtskonzert im Dezember – aufmerksam verbunden. Im Herbst 2011 hatte er noch mit dem Ensemble eine CD mit Mozart Divertimenti eingespielt.
1963 hatte Helmut Müller-Brühl die Leitung des Kölner Kammerorchesters übernommen. Durch Studien der Philosophie, katholischen Theologie sowie Kunst- und Musikwissenschaften hatte er sich umfassende theoretische Grundlagen für die Interpretation barocker und klassischer Musik erworben, die er durch frühe Dirigierpraxis und Violinkurse bei seinem Mentor Wolfgang Schneiderhan ergänzte. Unter dem Namen Capella Clementina ließ er sein Ensemble von 1976-1986 auf historischem Instrumentarium spielen, stellte aber später mit der von seinem Ensemble ab 1988 gehaltenen erfolgreichen Konzertreihe „Das Meisterwerk“ in der Kölner Philharmonie auf modernes Instrumentarium um.
Anlässlich des 200. Todestages von Joseph Haydn wurde Helmut Müller-Brühl von Papst Benedikt XVI. eingeladen, mit dem Kölner Kammerorchester und dem Kölner Domchor die Pfingstmesse 2009 im Petersdom in Rom musikalisch zu gestalten. Dieses Ereignis bezeichnete der tiefreligiöse Musiker als einen der Höhepunkte seines musikalischen Lebens.
Der Auferstehungsgottesdienst wird am Montag, dem 9. Januar 2012, um 11.30 Uhr in der Kirche St. Margareta in Brühl gefeiert. Die Beerdigung findet im Anschluss an die Messfeier auf dem Südfriedhof Brühl, Bonnstraße 134, statt.








