(openPR) Professor Franz Xaver Ohnesorg, der neue Vorstandsvorsitzende des Kölner Kammerorchesters, stellt das Programm der Spielzeit 2012/2013 vor
Köln – Die Freunde des Kölner Kammerorchesters dürfen erwartungsvoll in die Spielzeit 2012/2013 blicken. Dem Erbe seines langjährigen Dirigenten und Intendanten, Professor Helmut Müller-Brühl, verpflichtet, bleibt die künstlerische Qualität des Ensembles vorrangiges Ziel für den neuen Vorstand und die neue Geschäftsführung. Debuts von renommierten Gastdirigenten und die Pflege langjähriger Partnerschaften mit hochgeschätzten Dirigenten und Solisten stehen dabei im Vordergrund.
Drei besondere Ereignisse und Jubiläen kennzeichnen die Spielzeit 2012/2013: Das 25jährige Jubiläum der Konzertreihe „Das Meisterwerk“ (27. April 2013, 20 Uhr), das seit den Anfängen der Kölner Philharmonie zahlreiche Freunde der klassischen Musik gefesselt hat, das 90jährige Bestehen des Kölner Kammerorchesters (29. Mai 2013, 20 Uhr) und der 80. Geburtstag von Helmut Müller-Brühl. Als Dirigent leitete er das Ensemble 50 Jahre und setzte dabei Maßstäbe für die historische Aufführungspraxis auf modernen Instrumenten.
Highlights zu den Jubiläen
So gehört zu den von Helmut Müller-Brühl hochgeschätzten Dirigenten Christoph Poppen, der sich in der internationalen Musikwelt auf vielfältige Weise einen Namen gemacht und zahlreiche Auszeichnungen errungen hat. Einer glücklichen Fügung ist es zu verdanken, dass er als Gastdirigent die Leitung beider Jubiläumskonzerte des Kölner Kammerorchesters übernehmen wird. Wie am Anfang der Reihe „Das Meisterwerk“ in der Kölner Philharmonie steht auch dieses Jubiläumskonzert im Zeichen Mozarts – erfreulicherweise mit der Wiederbegegnung mit dem Pianisten Olli Mustonen, der bereits 1990 in einer Konzertreihe des Kölner Kammerorchesters gastierte.
Das Konzert zum 90jährigen Jubiläum des 1923 auf Initiative von Hermann Abendroth gegründeten Klangkörpers bringt unter der Leitung von Christoph Poppen Werke von Mozart, Beethoven und Haydn zum Klingen – gespielt von Martin Stadtfeld, der zurecht als einer der vielversprechendsten jungen Pianisten gilt.
Wiederbegegnungen
Der profilierte Barockspezialist Nicholas McGegan, der das Kölner Kammerorchester bereits am 13. Mai 2012 bei einem Fest mit Händel dirigiert, wird die Saison im September (29. Sept. 2012, 20 Uhr) eröffnen. Beide Konzerte werden dankenswerterweise von der Kunststiftung NRW gefördert. Christian Ludwig, der frühere künstlerische Leiter und Dirigent des Ensembles, heutiger Chefdirigent des Gwangju Symphony Orchestra in Südkorea, leitet ein Konzert der Wiener Klassik (28. Oktober 2012, 11 Uhr) mit der großartigen Violinistin Susanne Yoko Henkel.
Vertraut und beliebt
Ein Muss jeder Spielzeit ist auch diesmal das Weihnachtsoratorium (11. Dezember 2012, 20 Uhr) mit dem Madrigalchor der Hochschule für Musik und Tanz Köln, dem Figuralchor Bonn und dem Kölner Kammerorchester unter Leitung von Reiner Schuhenn, dem Rektor der Kölner Musikhochschule. Ergänzt wird diese Aufführung durch die Kantate BWV 62 „Nun komm, der Heiden Heiland“ und eine Lesung von Edda Moser, der Grande Dame der Opernbühne. Pünktlich zum Hochfest der Heiligen Drei Könige (06. Januar 2013, 20 Uhr) folgen die Kantaten IV, V, VI und die BWV 65 „Sie werden aus Saba alle kommen“. Das den Freunden des Kölner Kammerorchesters vertraute Collegium vocale Siegen unter der Leitung von Ulrich Stötzel beendet mit diesem Konzert die Weihnachtszeit.
Opernschaffen
Prime Donne und Primi Uomini werden im Februar 2013 (24., 11 Uhr) zu einem wahren Fest der Stimmen zusammenkommen. Mit dem Konzert, dem Werke Händels gewidmet, stellen die jungen und hochbegabten Sänger vom Opernstudio der Bayerischen Staatsoper unter der Leitung des holländischen Händelexperten Jos van Veldhoven ihr Können unter Beweis. Das außergewöhnliche Palmsonntagkonzert mit drei Meisterwerken verbindet Haydn-Sinfonien mit dem Stabat Mater des Italieners Pergolesi. Bei diesem „Passions-Konzert“ wird der international beachtete Operndirigent Nicolas Krüger sein Debüt als Dirigent vor einem Orchester geben.
Erinnerungskonzert zum 80. Geburtstag
Wir erinnern und gedenken mit diesem Konzert an Helmut Müller-Brühl, der am 28. Juni 2013 seinen 80. Geburtstag gefeiert hätte. Helmut Müller-Brühl leitete das Kölner Kammerorchester seit 1963 – nahezu 50 Jahre – und setzte Maßstäbe für die historische Aufführungspraxis auf modernen Instrumenten. Bei unserem Erinnerungskonzert steht mit Andreas Spering erneut der Leiter der Brühler Schlosskonzerte am Pult des Kölner Kammerorchesters. Er hatte bei der Trauerfeier in Brühl mit der Aufführung von Mozarts Requiem einen der letzten Wünsche Helmut Müller-Brühls erfüllt.
Organisatorische Neuerungen
Mit der Wahl des neuen Vorstands hat die Mitgliederversammlung des Kölner Kammerorchesters e.V. die Weichen für dessen erfolgreiche Zukunft nach dem Tod des langjährigen Chefs, Professor Helmut Müller-Brühl, gestellt. Neben Professor Franz Xaver Ohnesorg als ehrenamtlich tätiger Vorstandsvorsitzender wurden Thomas Illemann, Vorsitzender der Geschäftsleitung Region Köln Firmenkunden Deutschland der Deutsche Bank AG, zum neuen Finanzvorstand, und Ludger Diekamp, verantwortlicher Produzent der Naxos Deutschland GmbH, als weiteres Mitglied des Vorstands gewählt. Vom Label Naxos wurden bislang über 60 CD-Aufnahmen des Klangkörpers veröffentlicht.
Madeleine Landlinger wird im September 2012 ihre Tätigkeit als Geschäftsführerin des Kölner Kammerorchesters aufnehmen. Sie ist derzeit noch in gleicher Funktion für die Junge Deutsche Philharmonie, Frankfurt, tätig. Die gebürtige Österreicherin war zuvor beim Mozarteumorchester Salzburg, dem Symphonie-, Opern- und Festspielorchester von Stadt und Land Salzburg, fast vier Jahre als Produktionsleiterin tätig. Davor war sie fünf Jahre lang Projektleiterin bei Musik der Jahrhunderte in Stuttgart, organisierte dort unter anderem die Neuen Vocalsolisten und das Festival Eclat.
Stand 05/2012














