(openPR) Erfolgreicher Auftakt des Innovationsnetzwerkes „biomastec“ bei der EnBW ODR in Ellwangen
ELLWANGEN Airliner, die bald mit CO2-neutralem Flugbenzin aus Gärresten, Ernteabfällen oder sonstigen Bioresten um die Welt fliegen? Utopie, Fiktion? Nicht für die Forscher und Entwickler, die am 8. Dezember zur Auftaktveranstaltung des Technologie-Netzwerkes „biomastec“ bei der EnBW ODR AG in Ellwangen zusammen kamen.
Im Zeichen der Energiewende reichen Solar-, Wind- und Wasserkraft nicht aus, um den gesamtdeutschen Energiehunger zu stillen. Nach dem Verzicht auf die Atomkraft bedarf es vor allem zur Abdeckung der Grundlast CO2-neutraler Energiequellen, die möglichst kontinuierlich zur Verfügung stehen. Eine solche ist Biomasse.
Bioabfälle jedweder Art möglichst effizient zu nutzen und dafür innovative Produkte, Verfahren und Dienstleistungen zu entwickeln, hat sich das von der Ellwanger EurA Consult ins Leben gerufene Technologie-Netzwerk „biomastec – Technologien für die effiziente Nutzung von Biomasse“ zum Ziel gesetzt.
Mit einem derartigen Erfolg hatten die Veranstalter selbst kaum gerechnet. Mehr als 60 Teilnehmer, darunter die Vertreter von 31 kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), zwölf Hochschulen und Forschungseinrichtungen und drei Fachverbänden, konnte ODR-Chef Frank Hose in seinem Hause willkommen heißen.
MdB Roderich Kiesewetter hob die Bedeutung des vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten KMU-Netzwerkes in energiepolitischer Hinsicht hervor. Der CDU-Politiker hatte sich schon vor seiner Wahl zum hiesigen Bundestagsabgeordneten maßgeblich für den Ausbau erneuerbarer Energien und der Schaffung einer Kompetenzregion Ostalb auf diesem Gebiet stark gemacht. Auf seine Initiative geht unter anderem die Einrichtung einer entsprechenden Stiftungsprofessur an der Hochschule Aalen, aber auch das nun gestartete Netzwerk „biomastec“ zurück.
Wissenschaftlich und organisatorisch betreut wird das Forschungs- und Entwicklungs-Cluster von dem molekularen Biotechnologen Dr. Akuma Saningong. „Im Netzwerk geht es um die verstärkte und koordinierte Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft für eine marktorientierte Erforschung und Entwicklung von Verfahren, Produkten und Dienstleistungen zur effizienten Nutzung von Biomasse“, machte er den anwesenden Netzwerkpartnern und Interessenten nochmals die strategische Ausrichtung des Zukunftsprojektes klar.
Kern des Netzwerkkonzeptes sei es, die auf die Nutzung von Biomasse ausgerichtete Energie- und biobasierte Wirtschaft in Deutschland auszubauen. In fünf Arbeitsgruppen wird sich das Netzwerk künftig mit den Technologiefeldern Biogas (1), Biokraftstoffe (2), Bioanalytik (3), energetische und stoffliche Nutzung von Biomasse (4) und Verbrennungstechnologien (5) beschäftigen.
EurA-Geschäftsführerin Gabriele Seitz erläuterte den formalen und organisatorischen Ablauf von staatlich geförderten ZIM-NEMO-Netzwerken. „biomastec“ ist mittlerweile das zehnte Technologie- und Kompetenznetzwerk dieser Art, das die Ellwanger Innovationsberatung EurA Consult mitinitiiert, konzeptioniert und aufgebaut hat und auch betreut.
Das Netzwerk steht insbesondere KMUs, aber auch größeren Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen aller Art für eine Teilhabe offen. Interessenten können sich deswegen direkt an Netzwerkmanager Dr. Saningong, Tel. 7961 9256-21 oder
Nähere Informationen zu dem Zukunftsprojekt sind unter www.biomastec.de zu finden.












