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Parkinson und Physiotherapie

19.12.201109:41 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Erstes Symposion der Parkinson-Klinik Wolfach für Physiotherapeuten Die Parkinson-Klinik Wolfach veranstaltete zum ersten Mal ein Symposium für Physiotherapeuten. Ziel der Veranstaltung war es, Therapieanregungen und Empfehlungen zu vermitteln, die auf aktuellen Erkenntnissen und Erfahrungen der Referenten beruhen. Denn so unterschiedlich und vielseitig die Ausprägungen und Stadien von Morbus Parkinson sein können, so verschieden sind die therapeutischen Interventionsmöglichkeiten. Es gilt, für jeden Patienten eine individuelle und situativ angepasste Vorgehensweise zu finden.



Während der Tagung stellten die Referenten Kompensationsstrategien für die durch Parkinson verlorengegangenen Bewegungsmuster vor. Hierbei ist die Wechselwirkung mit individuellen Bewegungsmustern, quasi als motorische Voraussetzung, welche die Patienten mitbringen, von Bedeutung. Individuelle Bewegungsmuster werden durch Bewegungssozialisation wie zum Beispiel Sport oder den Arbeitsplatz, aber auch vorangegangene, v.a orthopädische Erkrankungen wie z.B. Operationsfolgen, erworben.

Dabei ist zu beachten, dass die Therapien den verschiedenen Stadien der Krankheit angepasst werden. Denn bereits vorhandene Beschwerdebilder können durch Parkinsonsymptome wie Rigor (Muskelstarre) und Verlangsamung der Bewegungen, deutlich verstärkt werden. Diese sind dann nicht mehr zu kompensieren. Ziel der Therapien muss es also sein, das motorische System des Patienten auf seine bestehenden Bewegungsmuster zurückgreifen zu lassen.

Auch die psychologischen Aspekte wurden auf dem Symposium angesprochen. Hierbei wurden auf die Grenzen des Patienten, die sich ihm durch die Krankheit auftun, genauso eingegangen, wie auf das Ausloten seiner individuellen Strategien und Möglichkeiten. So wird im therapeutischen Prozess gezielt auf die individuelle motorische Entwicklung des einzelnen hingearbeitet.

Um die Erfolge der unterschiedlichen Behandlungen und Therapien zu analysieren, wertet das Qualitätsmanagement der Parkinson-Klinik Wolfach, die Ergebnisse der motorischen Test intensiv aus.

Der Einsatz unterschiedlicher Assessmentverfahren bei den verschiedenen Krankheitsstadien, zeitigen signifikante Verbesserungen des Gleichgewichts. Diese sind in der Berg Balance Scale, einem Gleichgewichtstest, nachweisbar.

In einer größer angelegten Studie konnte zudem gezeigt werden, dass dieser Test eine hohe Aussagekraft bezüglich der Sturzgefahr von Patienten im Stadium 3 und 3,5 nach Hoehn und Yahr hat. Somit konnte nachgewiesen werden, dass die Sturzgefahr durch die multidisziplinäre Behandlung positiv beeinflusst wird.

Eines der angesprochenen Themen war auch die BIG-Methode. Bei dieser zur Zeit wissenschaftlich am besten untersuchten Therapie, lernt der Parkinsonpatient, durch ständiges Wiederholen und kontinuierliche Rückmeldung seitens des Therapeuten, die Wahrnehmung seiner Bewegungen neu zu koordinieren. Ziel ist es, das Erlernte im Alltag bewusst einzusetzen.

Studien ergaben, dass ein intensives Training 4 mal pro Woche je eine Stunde über einen Zeitraum von 4 Wochen eine deutliche Verbesserung der Symptome bewirkt. Ganggeschwindigkeit, Schrittlänge sowie Bewegungsgeschwindigkeit der Arme steigern sich sichtlich und werden in den Alltag übernommen um so die optimierten Bewegungsabläufe zu automatisieren.

Der frühe Beginn des Trainings ist von entscheidender Bedeutung, da verschonte aber schon etwas eingeschränkte dopaminerge Zellen sehr anfällig für Aktivität und Inaktivität sind.

Auch das Miteinbeziehen der Patienten im Praxisteil war eine sehr gelungene Aktion. Die nächste Veranstaltung dieser Art soll am 17.03.2012 stattfinden.

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