(openPR) Die Bibelgesellschaften in den arabischen Ländern stehen im Zentrum einer Sonderausgabe der Zeitschrift „Bibelreport“. Berichtet wird von der bibelgesellschaftlichen Arbeit im Libanon, in Ägypten, Syrien und den Golfstaaten.
Der Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG), Pfarrer Klaus Sturm, räumt ein, dass der Arabische Frühling „gemischte Gefühle“ geweckt habe. Auf der einen Seite stehe Freude über den Wunsch der Menschen nach mehr Demokratie und Freiheit, doch andererseits auch die Sorge: „Wohin bewegen sich die arabischen Staaten tatsächlich? Wie wird gerade für Christen die Zukunft dort aussehen?“.
Michael Bassous, Generalsekretär der Bibelgesellschaft im Libanon, erklärt im Interview, dass vermutlich noch zum Ende des 19. Jahrhunderts 25 Prozent der Bevölkerung im Nahen Osten Christen gewesen seien. Heute seien es bei weiter sinkender Zahl nicht einmal fünf Prozent.
Die Haltung der Kirchen im arabischen Raum gegenüber den Bibelgesellschaften hat sich laut Bassous gewandelt. Zunächst seien diese von den altorientalischen, orthodoxen und katholischen Kirchen nur als protestantische Institutionen wahrgenommen worden. Inzwischen habe man sich angenähert und Vorurteile abgebaut. So haben 2009 die arabischen Kirchen gemeinsam mit dem Weltbund der Bibelgesellschaften ein Memorandum verfasst. Darin wird festgehalten, gemeinsam Bibelübersetzungen fördern zu wollen und auf die Kirchen zugeschnittene Bibelausgaben herauszugeben.
DBG-Geschäftsführer Dr. Felix Breidenstein berichtet im „Bibelreport“ von der unterschiedlichen Arbeit der Bibelgesellschaften in Ägypten, Syrien und den Golfstaaten. So unterhält die Syrische Bibelgesellschaft Buchläden in allen größeren Städten des Landes, zum Beispiel in einer der wichtigsten Einkaufsstraßen in Damaskus.
In den Golfstaaten leben 2,3 Millionen Christen. Die meisten von ihnen sind Immigranten, die als Arbeiter in die Golfstaaten kamen. Die sprachliche Heterogenität ist eine große Herausforderung. Zudem ist die Zahl der Analphabeten groß. Die Bibelgesellschaft stellt biblische Schriften in 50 Sprachen zur Verfügung. Außerdem verteilt sie Hörbibeln auf CDs oder sogenannten MegaVoice-Playern.
Die Ägyptische Bibelgesellschaft verlegt die Bibel in arabischer Sprache und hat eine Vielzahl von didaktischen Materialien für Kindergottesdienste und Bibeltage für Kinder in den Gemeinden entwickelt. Darüber hinaus ist die Bibelgesellschaft zum Beispiel auch mit Leselern-Programmen aktiv.
Der „Bibelreport“ wird von der DBG (Stuttgart) herausgegeben und erscheint regulär viermal im Jahr. Die Zeitschrift berichtet über Themen rund um das „Buch der Bücher“. Ein Schwerpunkt ist die weltweite Arbeit der Bibelgesellschaften für die Verbreitung und Übersetzung der Heiligen Schrift.











