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Förderpreis für Glaukom-Erforschung

06.12.2011 • 11:40 Uhr • Wissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Förderpreis für Glaukom-Erforschung
Dr. Stephanie Joachim hält die Auszeichnung in Händen
Dr. Stephanie Joachim hält die Auszeichnung in Händen

(openPR) Dr. Stephanie Joachim will Ursachen für Grünen Star aufspüren

Es ist eine tückische Augenerkrankung. Sie beginnt schleichend, verläuft schmerzlos und ist äußerlich nicht erkennbar: Ein „Glaukom“ – auch als „Grüner Star“ bekannt – bleibt daher lange unbemerkt. Deutschlandweit wird die Zahl der Betroffenen auf 800.000 geschätzt, doch die Dunkelziffer ist hoch. Das Glaukom hängt häufig mit einem erhöhten Augeninnendruck zusammen und ist eine der Hauptursachen für Erblindung.

In der Mehrheit der Fälle wird das Augenleiden erst dann erkannt und therapiert, wenn bereits 20 bis 40 Prozent der so genannten Ganglienzellen irreversibel abgestorben sind. Diese bilden in der Netzhaut des Auges die innere, zum Glaskörper hin gelegene Nervenzellschicht und sind die letzte Stufe vor der Weiterleitung der visuellen Information über den Gehirnnerv zum Gehirn. Ziel der Forschung ist es deshalb, Erkenntnisse über die Ursache des Glaukoms zu gewinnen, um künftig nicht mehr nur die Folgeerscheinungen, sondern die Auslöser zu behandeln und damit die Sehfähigkeit zu erhalten.

Für dieses Vorhaben erhielt Dr. Stephanie Joachim, Assistenzärztin für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum, jetzt den Förderpreis der „Sophia & Fritz Heinemann Stiftung“. Die Auszeichnung dient der Förderung und Unterstützung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Humanmedizin, vorrangig an der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, und ist mit 15.000 Euro dotiert. Damit kann die junge Nachwuchswissenschaftlerin nun ihr Projekt voran bringen, das unter dem Arbeitstitel „Die Bedeutung der T-Zell-Antwort für Ganglienzelltod im autoimmunen Glaukom-Modell“ steht.

Dr. Stephanie Joachim studierte von 1996 bis 2004 Medizin an den Universitäten in Ulm und Mainz. Nach ihrer Approbation als Ärztin Anfang 2005 folgte ein Jahr später die Promotion mit der Note „summa cum laude“. Sie arbeitete bereits an der University of Texas Southwestern Medical Center, Dallas und Alcon Laboratories und in der Universitäts-Augenklinik Mainz. Seit 2010 ist sie in Bochum am Knappschaftskrankenhaus beschäftigt. In diesem Jahr erhielt sie bereits den Wissenschaftspreis des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte.

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