(openPR) Die bundesweite Kerzeninnung mit Sitz in Stadtbergen (bei Augsburg) mit Gastmitgliedern aus Österreich und der Schweiz machte auch bei uns das Lichterfest am 13. Dezember populär als „Tag der Kerze“ der dadurch immer mehr eine besondere Bedeutung erhält. Verschiedene Kalender erwähnen ebenfalls diesen Tag.
Auch in diesem Jahr finden am 13. Dezember, dem Luciatag, wieder zahlreiche Aktionen statt: Mitgliedsbetriebe öffnen ihre Werkstätten, Restaurants bieten stimmungsvolle Candle-Light-Dinner an.
In Schweden wecken Töchter, die auf dem Kopf einen Lichterkranz tragen, ihre Familien mit Kaffee und Milchbrot. Von Skandinavien aus hat sich auch bei uns ein Lucien-Brauchtum entwickelt. An dem Tag der Wintersonnenwende (laut dem Julianischen Kalender) werden vielerorts Kerzen gesegnet. Früher wollte man damit die Finsternis und die bösen Mächte vertreiben. Heute gelten Kerzen als Zeichen der Freude, der Hoffnung und des Gebets.
„Kerzen sind die wichtigsten Stimmungsmacher, gerade in der Vorweihnachtszeit, wenn die Tage kürzer werden und eine festliche Atmosphäre gefragt ist.
Mit dem Festtag will die Kerzeninnung Verbraucher für hochwertige Produkte aus den eigenen Handwerks- und Meisterbetrieben sensibilisieren. Die Aufkleber „Kerzen aus Meisterhand“ und „Kerzen RAL Gütezeichen“ bürgen für Qualitätsprodukte. Hochwertige Kerzen sind keine Selbstverständlichkeit. So traditionell wie der Lucia-Tag ist auch das Kerzenhandwerk, das zu den ältesten weltweit zählt. Mit Führungen und Aktionen werden die Innungsfachbetriebe verdeutlichen, wie viel Liebe zum Detail und Know-how in jeder Kerze steckt. Daneben ist der Tag der Kerze auch eine ideale Gelegenheit, um sich über den Ausbildungsberuf des Wachsziehers/Wachsbildners zu informieren. Das Kerzenziehen, ein traditionellen Herstellungsverfahren, wird noch gepflegt. Dabei wird der Docht durch ein Wachsbad gezogen und auf große Zugräder gewickelt: je öfter, desto dicker die Kerze. Große Kerzen werden vorwiegend im Pressverfahren produziert.
Tradition und High-Tech liegen nahe beisammen. Maschinen können zwar viel ersetzen, nicht jedoch das gute Auge und das Feingefühl für Material und Form und die Kreativität. Wer mit dem Naturstoff Wachs arbeitet, braucht ein „Feeling“, um jeder Kerze den letzten Schliff zu verleihen.
Weitere Informationen unter www.kerzeninnung.de
Zusatzinfo 1)
Die Kerzenhersteller in Deutschland verarbeiten im Jahr ca. 130.000 Tonnen gereinigtes Paraffin, ein Nebenprodukt aus der Rohölverarbeitung, was einen Gegenwert von ca. 262.000.000 Euro entspricht (Diese Zahlen stammen vom Stat. Bundesamt) Darüber hinaus wird noch Stearin verarbeitet, ein pflanzliches Produkt und Bienenwachs.
Zusatzinfo 2)
Am 13. Dezember denken wir an Lucia. Lucia, das heißt „die Leuchtende“. Sie lebte vor etwa 1700 Jahren auf Sizilien. Ihre Eltern waren sehr reich. Eine Legende erzählt, dass sie ihre Mutter mit Gottes Hilfe von einer schweren Krankheit geheilt hat. Die Mutter schenkte ihrer Tochter ein großes Vermögen. Doch Lucia kaufte davon Essen und Kleider für die Armen. Und sie sorgte für die Kranken. Bald nannten die Menschen in ihrer Stadt sie nur noch „Unser helles Licht“. Lucia lehnte den Heiratsantrag des Mannes ab, den ihre Eltern für sie ausgesucht hatten. Als der Mann erfuhr, dass Lucia Christin geworden war, redete er schlecht über sie und sorgte dafür, dass sie ins Gefängnis kam. Denn Christen wurden damals verfolgt und getötet. Doch die Armen, denen Lucia geholfen hatte, vergaßen sie nicht. Sie feierten jedes Jahr im Advent den Lucia-Tag und zündeten Kerzen an. Und sie erzählten die Geschichte von Lucia weiter.
Zusatzinfo 3
Eine schöne Idee am Lucia-Tag:
Decken Sie den Frühstückstisch und stellen Sie vor jeden Platz eine Kerze. Verteilen Sie noch weitere Kerzen in der Küche oder im Esszimmer. Wenn sie angezündet sind, wird das elektrische Licht ausgeknipst. Wecken Sie Ihre Familie zum Frühstück. Vor allem die Kinder werden über das Lichtermeer in der Küche oder im Esszimmer staunen. Das Frühstück bekommt so am Lucia-Tag einen ganz besonderen Reiz.
In Schweden gibt es diesen Brauch schon lange.
Mädchen ziehen ein langes weißes Kleid an und setzen sich einen grünen Kranz mit Kerzen auf den Kopf. Sie bringen als Lichterköniginnen ihren Familien das Frühstück ans Bett. Bereits am Vorabend gehen Mädchen als Lichterköniginnen verkleidet durch die Straßen. Sie besuchen alte und kranke Menschen und verteilen kleine Geschenke. Die Lichter symbolisieren das Ende der dunklen Tage, denn nach dem Julianischen Kalender war der 13. Dezember der Tag der Wintersonnenwende und nicht wie jetzt der 21. Dezember.
Zusatzinfo 4
Tipps für den Umgang mit Kerzen:
- Kerzen am Weihnachtsbaum nicht zu dicht unter- und nebeneinander stellen. 15 cm Abstand sind empfehlenswert, zum Zweig über der Kerze mindestens 20 cm.
- Der Docht sollte max. 10-15 mm lang sein, sonst neigt er zum Rußen.
- Dicke Kerzen zumindest so lange brennen lassen, bis der ganze Brennteller flüssig geworden ist.
- Keine Zugluft! Sonst können Kerzen rußen, tropfen oder einseitig abbrennen.
- Fremdkörper wie Streichholzreste und Dochtstücke aus der Brennschüssel (also: dem flüssigen Bereich) entfernen!
- Falls eine Qualitätskerze doch einmal rußen sollte: Kerze löschen und Docht vorsichtig kürzen!
- Wachs auf der handgestrickten Tischdecke? Einfach saugfähiges Papier auflegen und darüber bügeln.











