(openPR) (Fürth/Nürnberg) Im Alltag der meisten Menschen ist alles durchgeplant. Die Kindern müssen morgens zur Schule, danach der Arbeitstag im Büro und im Anschluss der Verein. Ja, selbst der Abend mit den Freunden ist geplant; er findet einmal im Monat reihum statt. Viel Platz für Spontanität bleibt da nicht. Genau diese wollen aber die Teilnehmer des Warm-ups für die Impro-Hotels 2012 Ende Januar in Fürth/Nürnberg neu entdecken.
Spontanität zu leben ist heutzutage aber gar nicht so leicht. Selbst die banalsten Gespräche laufen nach bestimmten Mustern ab. Auf das morgendliche „Wie geht’s?“ eines Kollegen antworten die wenigstens spontan das es ihnen gerade sehr schlecht geht, weil es mit dem Partner am vorangegangenen Abend zum Streit über banale Dinge wie die Wochenendplanung kam. Was einerseits ein Schutz ist und vor Verletzung bewahrt, verhindert andererseits aber etwas essentiell Wichtiges: Den Moment offen zu leben, zu erleben und den Moment zu genießen.
Während die einwöchigen Impro-Hotels auf Mallorca an der Steilküste von Cala Lombards stattfinden, startet das Warm-up dazu erstmalig 2012 in Fürth. TV-Moderator und Organisator Ralf Schmitt: „Mit dem 2 tägigem Warm-up wollen wir Impro-Anfängern und Neugierigen die Gelegenheit geben das Thema für sich zu entdecken. Prinzipiell kann das im wahrsten Sinne jedes Kind. Nur haben wir diese kindliche Spontanität oft als Erwachsene aus falscher Angst verloren“. Die „Kofferfabrik“ - eine Fürther Kleinkunstbühne – sorgt für die richtige Spiel-Atmosphäre. Wobei Spiel nicht falsch zu verstehen ist: Die angebotenen Workshops sind harte Arbeit, auch wenn es keine konkreten Lernziele gibt. Wohl aber Themen, welche die Teilnehmer für sich selbst spielerisch entdecken können. Denn darum geht es: Mit Themen, mit Personen und dem eigenem Verhalten zu spielen. Das fängt bei einfachen Assoziationsketten an und endet darin in einer Gruppe spontan ein Stück aufzuführen. Ohne Drehbuch, ohne Absprachen. In Rollen schlüpfen und auf die Rollen der anderen eingehen. Spontan wird der 50-jährige Familienvater zum 19-jährigem Berliner Punk und begeistert seine 29-jährige Nachbarin die jetzt aber spontan eine 69-jährige Hochschulprofessorin spielt vom alternativen Lebensstil. Übrigens: Der beinhaltet das Wohnen Kühlschränken.
Das sorgt nicht nur Lacher und eine äußerst entspannte Atmosphäre, sondern soll eins vermitteln, so Schmitt: „Momente können unglaublich intensiv sein. Und: Momente haben ganz viele unterschiedliche Perspektiven“. Denn was Manager heutzutage in Kommunikations-Seminaren lernen müssen, hilft auch im Alltag. Diese Spontanität und Offenheit wieder neu zu leben, muss man manchmal erst mal lernen.











