(openPR) Im Rahmen des diesjährigen AGN-Treffens für den deutschsprachigen Raum in Liechtenstein moderierte SH+C-Geschäftsführer Richard Hempe den Workshop "Bewertung mittelständischer Unternehmen in der Praxis" der Arbeitsgruppe "Wirtschaftsprüfung". In seinem Einleitungsreferat stellte er dabei die Ansätze der Unternehmensbewertung aus deutscher Sicht vor und leitete dann die Diskussion zu Erfahrungswerten bei der Unternehmensbewertung aus den anderen Teilnehmerländern und aus den übrigen teilnehmenden Kanzleien.
"Die Bewertung von Unternehmen ist und bleibt die Schätzung eines Zukunftswertes, für die es keine ausschließlich richtige und zutreffende Methode oder Formel gibt", führte SH+C-Wirtschaftsprüfer Hempe die Teilnehmer in das Thema ein. Nach seiner Meinung gibt es daher auch nicht den einen "Experten", der in der Praxis alles weiß und richtig macht. Nahezu jeder Bewertungsfall würde neue Fragen aufwerfen, warum man dieses oder jenes gerade so und nicht anders bei der Wertermittlung berücksichtigt. Der Workshop im Rahmen des AGN-Treffens sollte daher dazu dienen, dass die Bewertungsansätze der teilnehmenden Länder und Kanzleien dargestellt und diskutiert werden.
Laut Hempe ist in Deutschland nach wie vor der IDW Standard S1 die Grundlage für die Durchführung von Unternehmensbewertungen. Danach stelle die Planung und Prognose nach der Phasenmethode und die Vergangenheitsanalyse die zentralen Elemente der Unternehmensbewertung dar. Unternehmenswert ist dabei grundsätzlich der Zukunftserfolgswert, d.h. der ermittelte Barwert der erwarteten Nettozuflüsse in der Folgezeit. Gerade bei mittelständischen Unternehmen stelle sich die Ermittlung von Planwerten aber als sehr schwierig dar, da es meist keine längerfristigen Zukunftsplanungen gibt bzw. vorhandende Planungen oft nicht die für eine Unternehmensbewertung erforderlichen Detaillierungen aufweisen. Auch der Einfluss der Unternehmerpersönlichkeit auf den Unternehmenswert sei gerade bei mittelständischen Firmen nicht zu unterschätzen. "Zwei unabhängige Bewertungen eines Unternehmens können in der Praxis zu zwei unterschiedlichen Werten führen, die beide aber für sich richtig sind", fasste SH+C-Geschäftsführer Richard Hempe die Herausforderungen bei der Bewertung von Unternehmen in der mittelständischen Praxis zusammen.













