(openPR) Düsseldorf, 17. November 2011 – Reisende aus China erfreuen den Einzelhandel in Deutschland mit Superlativen: Sie ließen mit EUR 177 Mio. von allen Shopping Touristen am meisten Geld im Handel. Sie kauften im Schnitt für die höchsten Beträge ein, nämlich für EUR 485. Nicht zuletzt lag die Wachstumsrate zum Vorjahr in den ersten drei Quartalen mit knapp 50% am höchsten von allen Touristen, die in Deutschland mehrwertsteuerfrei einkaufen können. Dies ergab das Shopping Tourist Barometer Januar bis September von Global Blue.
„Wir haben es hier mittlerweile mit einer Zielgruppe zu tun, die Luxus möchte und nach Marken hungert. Die Zeiten der Souvenir- und Schnäppchen-Käufe bei Reisenden aus China ist vorbei – zumindest was den Löwenanteil des Tax Free Kuchens angeht“, freut sich Thorsten Lind, Geschäftsführer von Global Blue Deutschland, über die Erfolgsgeschichte.
Reisende aus China hatten bis September einen Anteil von 24,4% an den Shopping Ausgaben aller Tax Free berechtigten Auslandsreisenden in Deutschland - und liegen damit jetzt auf Platz eins. Deutschland selbst liegt als Shopping Ziel bei Chinesen auf Platz zwei in Europa. Frankreich ist Spitzenreiter. Bevorzugt kauften Chinesen Uhren und Schmuck, gefolgt von Mode und Bekleidung. Russen liegen mit einem Anteil von 23,7% der Tax Free Shopping Ausgaben dicht hinter den Reisenden aus dem Reich der Mitte. Durchschnittlich ließen Russen EUR 344 im Geschäft. Bevorzugt kauften sie dabei Mode und Bekleidung. Während Chinesen mit ihren Shopping Ausgaben hauptsächlich den Einzelhandel in Frankfurt erfreuten, ließen Russen knapp die Hälfte ihrer Ausgaben in München.
Dort kauften auch Reisende aus arabischen Ländern am liebsten. Rechnet man ihre Umsätze zusammen, dann liegen sie bei den Tax Free Shopping Ausgaben aller Reisenden auf Platz drei in Deutschland. „Das verhaltene Wachstum ihrer Shopping Ausgaben von vier Prozent ist dem frühen Ramadan in diesem Jahr geschuldet“, meint Lind. Araber kommen traditionell in den Sommermonaten nach Deutschland und sorgen für Umsatz in den Geschäften. Aber auch bei den Chinesen erwiesen sich in diesem, wie bereits im letzten Jahr, die Sommermonate Juli, August und September als beliebt für den Shopping-Trip. Dies lässt darauf schließen, dass Reisen nicht mehr auf die nationalen Feiertage der Chinesen beschränkt bleibt. Bei Russen sind die Sommermonate gerade nicht die kaufkräftigen Monate. Sie schlagen beim Weihnachtsgeschäft zu. Dass auch die Chinesen zum Jahresende hin nochmal kräftig zulegen, ist wahrscheinlich und entspricht dem Trend der vergangenen Jahre.
Insgesamt gaben Shopping Touristen in den ersten drei Quartalen EUR 726 Mio aus – ein Zuwachs von knapp 30%. Favoriten bleiben Mode und Bekleidung, gefolgt von Uhren und Schmuck.
„Die Entwicklung des Shopping Tourismus ist umso beeindruckender vor dem Hintergrund weltweiter Finanz- und Wirtschaftskrisen. Unsere Kunden scheinen davon unbeeindruckt zu sein. Wir haben es überwiegend mit Luxuskäufern zu tun und sprechen mittlerweile von so genannten Globe Shoppern, für die Einkaufen ein wichtiger Teil des Reiseerlebnisses ist“, erläutert Lind. „Die Zukunft des lokalen Handels liegt unter anderem im globalen Shopping Tourismus. Einen Link zu schaffen zwischen Handel und Luxuskunden aus dem Ausland – das ist unser Angebot.“




