(openPR) „Der Vorschlag, Bauland in München aus vermeintlich ökologischen Gründen weiter zu verknappen, ist kontraproduktiv“, erklärte der Präsident des Landesverbands Bayern des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW Bayern), Andreas Eisele. Erst letzte Woche habe der Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann die Bevölkerungsprognose für Bayern vorgestellt, aus der klar hervorgehe, dass München und der Großraum München weiter wachsen werden. „Man kann und darf den Menschen nicht vorschreiben, wo sie leben und arbeiten müssen. Das kann man nicht einmal mit Mauern erreichen“, so Eisele.
„Es ist schon fahrlässig, dieser Entwicklung damit zu begegnen, keine weiteren Flächen mehr zur Bebauung auszuweisen“, so Eisele. Schon heute würde in München viel zu wenig gebaut. Gerade für die kleinen und mittleren Einkommen sei dies ein zunehmendes Problem. Auch sei es aus ökologischer Sicht falsch, Wohnen und Arbeiten immer räumlich zu trennen, denn nur so lasse sich z.B. Verkehr vermeiden. Es mache im Einzelfall durchaus Sinn, nicht nachgefragte Gewerbeimmobilien in Wohnraum umzuwandeln, wo dies möglich sei. Es bedeute aber nicht, dass an anderer Stelle nicht auch neue Gewerbeflächen notwendig seien, die den modernen Standards entsprächen.
Um dem Wohnungsmangel entgegenzuwirken, müsse man in München verdichten und auch höher als bisher bauen. Wenn das nicht geschehe, werden v.a. die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen darunter leiden. Denn gerade günstiger Wohnraum könne nur geschaffen werden, wenn es mehr Flächen gebe.
„Es geht den Initiatoren des „Grünflächenaufrufs“ nur vordergründig um Gewerbeflächen. Das Ziel scheine mehr eine „romantisches Wachstumsverweigerung“ zu sein. Stillstand bedeute aber auch hier Rückschritt. „Wer Wachstum verhindern oder verlangsamen will muss den Menschen auch sagen, dass das ganz real auch Einkommens- und Wohlstandsverlust bedeutet“, so der bayerische BFW Präsident.












