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Martingale: Verlockende Falle im Moneymanagement

Bild: Martingale: Verlockende Falle im Moneymanagement

(openPR) Investoren, die abseits der klassischen Kapitalanlagen den chanceorientierten Handel mit Devisen- und Futures für sich entdecken, staunen zum einen über die Möglichkeiten sehr aktiver Händler und Handelssysteme. Gleichzeitig schwingt allerdings permanent die erhöhte Anmutung des Risikos mit, das bei solchen Systemen vorausgesetzt wird. Festgeldmentalität darf man bei den meisten Managed Accounts in der Tat nicht mitbringen. Je spezialisierter und konzentrierter der Handel innerhalb eines Produktes betrieben wird, umso weiter rücken Systemanbieter selbst von dem Gedanken ab, Investoren ein Basisinvestment bieten zu können. Daher sehen die meisten Managed Account Anbieter ihre spezialisierte Leistung eher als Beimischung – eben als Chili-Assets – für breit diversifizierte Portfolios.



Im Selektionsprozess für in Frage kommende Handelsstrategien versteifen sich Investoren gerne auf die Analyse der Anlagestrategie. Die Bedeutung von Risiko- und Moneymanagement wird zwar nicht verkannt, meist wird jedoch vernachlässigt, sich diese beiden Komponenten tatsächlich einmal genau anzusehen. Im täglichen Umgang mit den globalen Finanzmärkten muss man sich beide Faktoren als Grundstein für den langfristigen Erfolg des Handels vorstellen, die insbesondere dann von essentieller Bedeutung werden, wenn der Handel schwierige Phase zu meistern hat, in denen Fehlsignale mehrfach generiert werden.

Auf Dauer betrachtet führt nicht eine einzelne Spekulation zum Erfolg, sondern die richtige Einteilung des Tradingkapitals. Diese taktischen Entscheidungen verantwortet das Moneymanagement. Es bestimmt:

1. wie viel Prozent des verfügbaren Kapitals für Positionen
insgesamt eingesetzt wird
2. wie viel Prozent für eine einzelne Zielposition riskiert wird
3. welche Hebel gewählt werden

Verantwortungsbewusstes Moneymanagement grenzt mögliche Verluste dahingehend ein, dass auch nach mehreren Fehltrades noch genügend Kapital vorhanden ist, um stets weitere Trades eingehen zu können. Dies zeigt den engen Zusammenhang mit dem Risikomanagement, dem folgende Aufgaben zugeteilt sind:

1. Steuerung der Verlustbegrenzung über Stop-Loss-Marken
2. konsequente Einhaltung der Handelsregeln
(z.B. max. Tagesverlust, max. akzeptierter Verlust
pro Woche, etc.)
Im Zusammenfluss von Risiko- und Moneymanagement ergibt sich die Verteilung des zur Anlage zur Verfügung stehenden Kapitals auf die einzelnen Zielinvestments und die Steuerung im Handelsverlauf.

Risiko- und Moneymanagement erfüllen nicht nur einen rein verlustbegrenzenden Zweck, sondern können die Effektivität eines funktionierenden Handelssystems zusätzlich pushen. Insbesondere das Moneymanagement unterstützt die zugrunde liegende Handelsstrategie bezüglich der Optimierung der Erträge.

Die Vorgehensweisen im Moneymanagement können so vielfältig sein, wie die Strategien selbst. Bereits der oberflächliche Einstieg in die Methodik zeigt, wie komplex dieser Erfolgsbaustein für den Handel bereits im Ansatz ist. Ausgehend von einem Tradingkapital von 100.000 Euro beispielsweise soll eine Position im DAX-Future eröffnet werden. Das Moneymanagement weist dieser Position einen Betrag von 3.000 Euro zu, der maximal riskiert wird. Sollte die Position ausgestoppt werden, steht noch ein verbleibendes Tradingkapital von 97.000 Euro zur Verfügung. Generiert der Handel für einen weiteren Markt ein Einstiegssignal, beispielsweise für Rohöl, muss dieser zweiten Position natürlich ebenfalls eine Positionsgröße zugewiesen werden.

Die Core Equity Method (Kernkapital-Methode) berechnet die neue Positionsgröße auf Basis des jeweils noch verfügbaren Nettokapitals. In diesem Beispiel also den 100.000 Euro abzüglich der 3.000 Euro Risikokapital für die erste Position. Neuer Ausgangswert für die Größe der zweiten Position sind dementsprechend nur noch 97.000 Euro.

Die Total Equity Method (Gesamtkapital-Methode) berücksichtigt für die Positionsgrößenberechnung stets auch alle offenen Positionen. Liegt beispielsweise die zuerst eröffnete DAX-Position bereits 1.000 Euro im Gewinn, werden 101.000 Euro als Berechnungsbasis für die weitere Position zugrunde gelegt. Befindet sich die DAX-Position hingegen aktuell mit 1.000 Euro im Verlust, stehen nur 99.000 Euro zur Berechnung der nächsten Position zur Verfügung.

Die Adaptive Core Equity Method (Angepasste Kernkapital-Methode) kombiniert beide vorangehenden Methoden dahingehend, das zunächst einmal das verfügbare Nettokapital als Basis für die Berechnung jeder weiteren Positionsgröße dient. Falls vor der Eröffnung der zweiten Position bereits eine Stop-Loss-Anpassung erfolgt ist (z.B. Stop-Loss wurde auf das Einstiegsniveau nachgezogen), so wird für die Berechnung der folgenden Position ein Kapital von 100.000 Euro vorausgesetzt.

Martingale Strategie –
vorprogrammierter Totalverlust

So ausgeklügelt viele Moneymanagement Strategien heute sind, ist dies leider nicht bei allen Handelsstrategien gegeben. Da gerade das Moneymanagement sehr starken Einfluss auf das Anlageergebnis ausübt, gibt es auch Fehler, die einen Verlust des gesamten Tradingkapitals nach sich ziehen können. Zwischen sehr hochwertigen Moneymanagement-Systemen nutzen vereinzelte Systemanbieter Martingale-Systeme, vor denen wir an dieser Stelle ausdrücklich warnen möchten. Zunächst einmal ist Martingale der Wunsch unvermeidbare Verluste zügig aufzuholen. Am besten mit nur einem einzigen guten Trade. Die wohl bekannteste Form ist die klassische Martingale, die ein Verdoppeln der vorigen im Verlust gelandeten Position zur Folge hat. Dabei unterstellen wir ein Verhältnis von Gewinn- zu Verlusttrade von 1:1. Das bedeutet ein möglicher Gewinn ist genau so groß wie der Einsatz (mögliche Verlust). Landen mehrere Positionen nacheinander im Verlust, vervierfacht sich die anfängliche Positionsgröße bereits nach dem zweiten Verlusttrade. Bereits nach dem dritten Verlusttrade in Folge wird bei diesem Verfahren die darauf folgende Position auf das 8-fache des Anfangswertes hochgeschraubt. Auf der Gegenseite besteht bei positivem Tradeverlauf ein Kapitalzuwachs, der exakt dem avisierten Gewinn des allerersten Trades entspricht. Egal, wie viele Trades am Stück misslungen sind.

Beispiel einer Verlustserie:
> anfängliche Kontogröße von 100.000 Euro
> Verlustmaximum des initialen Trades von 1.000 Euro
> im Verlustfall wird die jeweils vorige Positionsgröße verdoppelt

Einen Link zum vollständigen Artikel mit der Beispielrechnung finden Sie hier:
http://www.chili-assets.de/news-reader/items/martingale.html

Die statistische Wahrscheinlichkeit einen einzelnen Trade zu verlieren beträgt 50 %. Unwahrscheinlicher, aber dennoch im Bereich des Möglichen ist der Verlust von 9 aufeinander folgenden Trades. Die Wahrscheinlichkeit hierfür beträgt 0,5^9 = ca. 0,2 %. Entsprechend hoch ist die Wahrscheinlichkeit eine Martingale nach spätestens 9 Trades mit Gewinn zu beenden bei ca. 99,8 %. Wäre die anfängliche Kontogröße nicht bereits nach dem 7. Verlusttrade in Folge vollständig aufgezehrt, ließe sich mit dem Martingale Verfahren der Verlust prima kontern. Das Problem: Keinem Tradingkonto steht unbegrenzt Liquidität zur Verfügung. Und – das muss man sich auch vor Augen halten – um einen Gewinn von gerade einmal 1.000 Euro zu erzielen, muss bereits nach wenigen Verlusttrades so viel Kapital riskiert werden, dass eventuell sogar das gesamte Kontovolumen übersteigt.

Die Martingale–Strategie beruht auf der Annahme, dass wenn die Taschen nur tief genug sind eine nahezu 100 %-ige Erfolgsquote möglich ist. In der Praxis stößt die Durchführbarkeit allerdings früher oder später an ihre Grenzen. Auch wenn statistisch betrachtet lange Verlustserien selten vorkommen, so ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie tatsächlich eintreten. Konsequenz ist der finanzielle Genickbruch des Kontoinhabers. Risikomanagement und Moneymanagement sind das A und O einer jeden Kapitalanlage. Anbieter, deren Tradingstrategien eine Martingale-Komponente beinhalten, sollten Sie unserer Ansicht nach meiden. Das realistische Risiko, durch Martingale das gesamte Vermögen zu verlieren wird oftvöllig unterschätzt.

Ursprung

Die Bezeichnung „Martingale“ stammt aus dem Provenzalischen und leitet sich von der französischen Stadt Martiques im Departement Bouches-du-Rhône am Rande der Camargue ab. Die Einwohner dieses Örtchens galten früher als etwas naiv.

Der provenzalische Ausdruck „jouga a la martegalo“ bedeutet übrigens soviel wie „sehr waghalsig zu spielen“.

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