(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Rohöl ist vor dem Wochenende noch einmal teurer geworden. Bis zum Nachmittag zogen die Notierungen um rund einen halben Dollar an, sodass Nordseeöl (Brent) etwa 114 Dollar kostete und US-Leichtöl (WTI) mehr als 98 Dollar. Damit erhöhte sich der Preis für die europäische Sorte, verglichen mit den niedrigsten Werten zu Wochenbeginn, um etwa 3 Dollar; ihr amerikanisches Pendant zog sogar um 5 Dollar. Im Wochenverlauf waren dabei teils heftige Schwankungen zu beobachten.
Getrieben waren die Notierungen an den Rohstoffbörsen einmal mehr von den verunsicherten Finanzmärkten, die die Entwicklungen in den Euro-Krisenstaaten Griechenland und Italien aufgriffen. Die Bildung einer griechischen Übergangsregierung sowie der Berlusconi-Rücktritt stärkten zum Wochenende hin den Euro, obwohl er seine während der Woche gemachten Verluste nicht vollends ausgleichen konnte. Nebeneffekt der Währungsschwankungen sind Ausschläge der Rohölpreise. Sinkt der Dollar/steigt der Euro, wird Öl attraktiver für Anleger außerhalb der USA, was in vielen Fällen zu einem verstärkten Run auf die Futures führt.
Nach Angaben der Rohstoffanalysten der Commerzbank könnten indes fundamentale Faktoren dazu führen, dass Brent demnächst günstiger wird. „Die sich immer deutlicher abzeichnende Rückkehr Libyens an den Ölmarkt spricht daher für einen Rückgang des Brentölpreises in den kommenden Wochen. Die Preisdifferenz zwischen Brent und WTI sollte sich damit ebenfalls einengen.“ Dennoch: Hauptfaktor bleiben wohl die Finanzmärkte, an denen Spekulanten auf Kosten der Verbraucher die Preise nach oben treiben. Zugute kommt ihnen auch die tendenzielle Knappheit des Energieträgers Öl.
Derweil vermeldet der hiesige Heizölmarkt ein neues Jahreshoch. Die Bezugskosten kletterten um 43 Cent auf 90,23 Euro. Dieser Wert gilt für die 100-Liter-Partie einer Gesamtlieferung von 3.000 Litern Heizöl EL. Der Durchschnittswert der abgelaufenen Woche beträgt damit 89,77 Euro – noch vor fünf Wochen lag dieser über 5 Euro niedriger. Einen plötzlichen Preiseinbruch halten Analysten für unwahrscheinlich.
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