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Der Chirurg als "Commander" auf dem "Surgical Deck": Operationssaal der Zukunft in Leipzig eröffnet

10.11.201115:15 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Der Chirurg als "Commander" auf dem "Surgical Deck": Operationssaal der Zukunft in Leipzig eröffnet
Der OP der Zukunft
Der OP der Zukunft

(openPR) Leipzig, 10. November 2011 - Die nächste Generation integrierter Operationssysteme feierte heute in Leipzig Weltpremiere im klinischen Betrieb. Der "Operationssaal der Zukunft" des International Reference and Development Centres for Surgical Technology (IRDC) ist Preisträger im bundesweit ausgetragenen Innovationswettbewerb "365 Orte im Land der Ideen".



Im OP der Zukunft laufen die Daten zusammen

Auf dem "Befehlsstand" des Chirurgen - dem "Surgical Deck" – sorgen neun Displays für die notwendigen Informationen. Dabei wird heute längst nicht mehr "nur" in HD-Qualität in den Körper geschaut. Mit hochpräziser Steuerungstechnik und automatischen Warnsystemen im Hintergrund navigiert der Operateur noch genauer und sicherer durch empfindliches Gewebe, vorbei an Blutgefäßen und Nerven. Perfekt implementierte Informationssysteme zeigen in Echtzeit detaillierte Angaben zum Patienten wie Vitalparameter sowie Bilder aus dem Körperinneren. Auf Abruf stehen elektronische Patientenakten oder dreidimensionale CT- und MRT-Aufnahmen bereit. Bis zu 40 Datenquellen sind allein während einer Routine-Operation verfügbar. Zudem ist der OP mit der Außenwelt vernetzt. So lassen sich zum Beispiel externe Experten zuschalten. Damit gehört Leipzig zu den Vorreitern einer Hightech-Revolution im Operationssaal, an der Entwickler international arbeiten.

Optimierte Sicherheit auf dem "Surgical Deck"

"Der moderne Arbeitsplatz des Chirurgen erinnert immer mehr an das Cockpit eines Passagierflugzeugs, mit dem Operateur als 'Erstem Offizier'", betont Professor Gero Strauß, Director und Chefchirurg des IRDC und Vorstand für Entwicklung am Innovation Center Computer Assisted Surgery (ICCAS) der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Die Kabelwege sind kürzer, da die Medizingeräte über dem Patienten schweben. Auf diese Weise verringern sich Zug- und Scherkräfte auf die empfindlichen Instrumente. "Das IRDC entwickelt ein einzigartiges spezialchirurgisches Gesamtkonzept weiter. Architektur und Ergonomie wurden an die Arbeitsabläufe der OP-Teams angepasst und damit komplett neu organisiert", so Strauß, der auch Oberarzt der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum Leipzig ist. Die aufeinander abgestimmte Technik entlaste das Personal von Routineaufgaben. Somit arbeite der Chirurg besser und zuverlässiger als zuvor, Fehler würden weiter minimiert und der OP effektiver genutzt.

Für übersichtliche und klare Verhältnisse sorgt zudem die Trennung in zwei definierte Arbeitsbereiche für Anästhesie- und chirurgische Crew. Zwei Notfallboxen im Cockpit halten auf Knopfdruck alle Notfallwerkzeuge und Medikamente bereit.

"Surgeonic" vermeidet Kollisionen

Völlig neu entwickelt wurde "Surgeonic" – eine Software, die aus der schier unendlichen Fülle digitaler Daten zum Patienten und zum OP-Verlauf eine intelligente Verknüpfung vorbereitet. Dazu gehört ein automatisches Abstandswarn- und Kollisionsvermeidungssystem. Auf Wunsch unterstützt die Navigations- und Überwachungstechnik des weltweit ersten "Surgical Management and Guidance Systems" den Chirurgen bei komplizierten oder ermüdenden Abschnitten der Operation. Wie ein "Autopilot" assistiert das System besonders in schwierigen Phasen eines Eingriffs und schlägt Alarm, wenn es kritisch wird und vorher festgelegte Grenzen überschritten werden. Diese Informationen erscheinen auf dem Navigation Panel des Cockpits und als Einblendung im Mikroskop, werden als Audio-Signal oder Sprachhinweis präsentiert. Ebenso kann das System OP-Schritte oder Alternativrouten vorschlagen. Spezialprogramme oder digitales Skalpell ermöglichen selbst engste Instrumenten-Zugänge und steile Winkel, filtern störende Bewegungen aus. "Die Navigationskomponenten sind nahtlos eingepasst. Die komplexen technischen Details und zahlreichen neuen Funktionen sind übersichtlich integriert und gut bedienbar", unterstreicht Professor Tim C. Lüth vom Lehrstuhl Mikro- und Medizingerätetechnik der Technischen Universität München und Chefingenieur des "Surgical Deck".

OP der Zukunft als erfolgreiches Kooperationsprojekt im "Land der Ideen"

Der Operationssaal der Zukunft ist ein Kooperationsprojekt der Universitäten München und Leipzig sowie von Unternehmen der Privatwirtschaft wie der Dräger Medical GmbH unter Federführung der KARL STORZ GmbH & Co. KG. Dafür wurde das IRDC als "Ausgewählter Ort 2011" im "Land der Ideen" ausgezeichnet. Das IRDC ist einer von 365 Preisträgern, die jedes Jahr von der Standortinitiative "Deutschland – Land der Ideen" unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und gemeinsam mit der Deutschen Bank prämiert werden. Michael Erfurt von der Deutschen Bank in Leipzig betonte anlässlich der heutigen Preisverleihung: "Mit dem OP-Saal der übernächsten Generation wird die Erforschung neuer Technologien vorangebracht. Das IRDC schafft damit ein einzigartiges Projekt, welches weltweit als Vorbild dient." Aus 2.600 eingereichten Bewerbungen überzeugte das IRDC die unabhängige Jury. "Preisträger in diesem Wettbewerb zu sein, ist ein Markenzeichen für Kreativität und Zukunftsfähigkeit. Mit großem Engagement und Leidenschaft machen die 'Ausgewählten Orte' Innovationskraft in Deutschland sichtbar und geben wichtige Impulse für heute und morgen", begründete Michael Erfurt das Engagement der Deutschen Bank.

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