(openPR) In Westeuropa sind 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung gegen das HIV-Virus genetisch widerstandsfähiger bis weitgehend immun. Dies besagen internationale wissenschaftliche Untersuchungen und wird auch von der Deutschen Aids-Hilfe bestätigt.
„Träger des Resistenz-Gens besitzen ein sehr geringes Risiko, an der Immunschwäche-krankheit AIDS zu erkranken“, erklärt der Münchner Tropenarzt Dr. med. Folke Hess, der seit Jahren auf dem Gebiet der Infektionskrankheiten forscht.
Ursache dieser Resistenz ist die Mutation des Gens CCR5 („CCR5 Polymorphismus“) im menschlichen Erbgut. Jeder von uns trägt zwei Kopien der meisten unserer Gene, eine von der Mutter, die andere vom Vater. Beim CCR5 Delta 32 Polymorphismus handelt es sich um einen sogenannten autosomal dominanten Erbgang, d.h. die Vererbung von nur einem Elternteil genügt schon, um das besondere günstige Merkmal zu besitzen. Der Effekt der HIV-Immunität wird noch verstärkt bei Vererbung des Resistenzgens von beiden Elternteilen.
Dieser Test ist alle Personen interessant, die ein Infektionsrisiko haben. Menschen, die mit einem HIV-positiven Partner zusammenleben, im Krankenhaus, im Pflegebereich, bei der Polizei, in der Justizvollzugsanstalt oder in anderen sozialen Einrichtungen arbeiten.
Ob man selbst Träger dieses Resistenz-Gens ist, darüber gibt ein Gentest Auskunft, der in Zusammenarbeit vom Deutschen Labortest-Service mit Dr. Hess seit fast einem Jahr bereitgestellt wird.










