(openPR) Die Deutsche Wirtschaftsvereinigung Georgien (DWVG) präsentiert drei neue Kurzstudien innerhalb der hauseigenen Reihe „Georgien Kompakt“. In den neu erschienenen Berichten werden die Bereiche Gesundheitssektor, Unternehmensgründung sowie das Europäische Nachbarschaftsprogramm ENPI thematisiert. Die aktuelle Situation des georgischen Gesundheitssektors, Registrierungsformalitäten bei der Unternehmensgründung sowie Vergabeverfahren, Zuständigkeiten, der Weg zur Förderung und Antragsrichtlinien innerhalb des Programms ENPI sind Gegenstand der vier bis acht Seiten um-fassenden Studien. Die kostenlosen Publikationen stehen auf der Homepage der DWVG zum Down-load bereit.
Das georgische Gesundheitssystem befindet sich in einer Phase der Modernisierung. Die georgische Regierung hat in den letzten Jahren mit Hilfe einer Reihe von Programmen damit begonnen, den Krankenhaussektor zu privatisieren. Der Gesundheitszustand der georgischen Bevölkerung hat sich über die Jahre leicht verbessert, doch weiterhin sorgen eine steigende AIDS-Ansteckungsrate und eine hohe Raucherquote für Probleme. Auf der Angebotsseite des Gesundheitswesen zeichnete sich in den Jahren 2003 bis 2008 ein negativer Trend ab. Die Zahl der Krankenhäuser fiel von 248 auf 244 und die der Krankenhausbetten von 18.200 auf 14.100. Im Jahr 2007 kamen damit auf 100.000 Per-sonen 375 Betten. Ein Wert mit dem Georgien hinter beispielsweise Armenien, Aserbaidschan und der GUS liegt. Trotz dieser vermeintlich niedrigen Ausstattung mit Betten betrug die Auslastung im gleichen Jahr nur geschätzte 40%. Grund dafür könnte ein erschwerter Zugang der Bevölkerung zu Krankenhäusern sein. Unzureichende finanzielle Mittel sind die Hauptursache für die nicht Inan-spruchnahme von medizinischer Versorgung in Georgien. Dementsprechend ergaben Untersuchun-gen, dass etwa 14% von Individuen nicht in der Lage waren, die verschriebenen Medikamente zu erwerben und zwei Drittel von den 16% der Personen, die einen empfohlenen Krankenhausaufenthalt ablehnten, taten dies aus finanziellen Gründen.
Bisher erschienen sind die Kurzstudien „Georgien Kompakt: Fleischmarkt“ und „Georgien Kompakt: Landwirtschaft“.






