(openPR) Handwerkskammer erwartet negative Auswirkungen durch die Schließung und Reduzierung von Bundeswehrstandorten
Die Bundeswehrstrukturreform wird in einigen Regionen spürbare Auswirkungen auf das Handwerk haben. Im Handwerkskammerbezirk Braunschweig-Lüneburg-Stade sind 13 Standorte von Reduzierungen betroffen, einige davon sehr stark bis hin zum vollständigen Abzug der Bundeswehr. „6.200 von insgesamt rund 22.500 Dienstposten im Kammerbezirk fallen weg. An vielen Standorten wird das erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaftskraft haben. Das wird man in den Geschäften und Betrieben des Handwerks spüren“, erklären die Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Norbert Bünten und Otto Schlieckmann.
Hart betroffen sei der Standort Schwanewede im Landkreis Osterholz, der mit seinen 1.130 Dienstposten vollständig aufgelöst werde. Mit Ehra-Lessien im Landkreis Gifhorn werde ein weiterer Standort im Kammerbezirk komplett geschlossen, alle 70 Dienstposten würden wegfallen. Die Reduzierung der Truppenstärke von 680 auf nur noch 20 Dienstposten in Visselhövede käme nach Ansicht der Kammerhauptgeschäftsführer einer „Quasi-Schließung“ gleich, wenn man die Auswirkungen auf die Wirtschaftskraft betrachte. Zahlenmäßig besonders betroffen im Kammerbezirk seien auch die Standorte Lüneburg (minus 1.110 Dienstposten), Munster (minus 990 Dienstposten), Seedorf (minus 780 Dienstposten), Celle (minus 680 Dienstposten) und Rotenburg (Wümme) (minus 550 Dienstposten). „Nicht nur direkte Aufträge der Bundeswehr für das Bau- und Ausbauhandwerk werden verloren gehen. Auch Kfz-Betriebe, Fleischereien und Bäckereien oder Friseurbetriebe werden es spüren, wenn Bundeswehrsoldaten und Zivilbedienstete einschließlich ihrer Familienangehörigen als Kunden ausbleiben“, befürchten Bünten und Schlieckmann. Bedauerlich sei zudem, dass die traditionell enge Verbundenheit zwischen der Bundeswehr und ihren Heimatstandorten geschwächt werde oder ganz wegfalle. „Da geht in vielen Regionen auch ein Stück Identität verloren“, so die Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer.
Wichtig sei, dass es für alle betroffenen Standorte Unterstützung gebe, um die negativen Auswirkungen auf die Kommunen und die regionale Wirtschaft aufzufangen. Ziel müsse eine sinnvolle Nachnutzung von Flächen, Kasernen und anderen Gebäuden sein. Dabei werde auch die Modernisierung eine wichtige Rolle spielen. „Und natürlich brauchen die direkt betroffenen Soldaten und Zivilangehörigen und ihre Familien Hilfestellung, damit sie die auf sie zukommenden persönlichen Veränderungen meistern können“, sagen Bünten und Schlieckmann.







