openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Medizinischer Durchbruch beim Chronischen Erschöpfungssyndrom

27.10.2011 • 12:07 Uhr • Gesundheit & Medizin

(openPR) Medikamentenforschung belegt Behandlungserfolg mit Retuximab

Die Myalgische Enzephalomyelitis (veraltet: Chronisches Erschöpfungssyndrom) ist eine erworbene neurologische Erkrankung mit vielschichtigen, umfassenden Dysfunktionen. Die hervorstechenden Merkmale sind eine pathologische Dysregulation des Nerven- und des Immunsystems sowie der endokrinen Systeme, verbunden mit einem gestörtem zellulären Energiestoffwechsel und gestörtem Ionentransport.



Jetzt gelang einem Forscherteam aus Norwegen mit einem Medikament aus der Krebsmedizin erstmals ein Durchbruch bei der Behandlung. Die norwegische Studie lässt hoffen, dass die schwerwiegende medizinische Mangelversorgung hierzulande bald endgültig der Vergangenheit angehören wird. Das norwegische Direktorat für Gesundheit hat sich, nach der Veröffentlichung der bahnbrechenden Forschungsarbeiten der Haukeland-Universitätsklinik in Bergen, für die Art und Weise, in der ME-Patienten in Norwegen behandelt worden entschuldigt. Wird es auch für deutsche Betroffene eine solche Geste geben?

In Deutschland leiden schätzungsweise 300.000 Menschen an der Myalgischen Enzephalomyelitis (ME). Zustandsverschlechterung nach körperlicher oder geistiger Belastung, häufig zeitverzögert nach Aktivität, plötzlich aufflackernde Erkältungssymptome mit Hals und Kopfschmerzen, anhaltende, massive Schwäche, Muskel- und Gelenkschmerzen, Taubheitsgefühle, Lymphschwellungen, Schlafstörungen, massive Einschränkung des Kurzzeitgedächtnisses, starke Benommenheit und Magen-Darm-Beschwerden sind nur ein Auszug der typischem Symptome bei diesem Krankheitsbild.

Bei schwerem Verlauf werden die Patienten arbeitsunfähig, teilweise auch bettlägerig und pflegebedürftig. Weil bisher allgemein anerkannte Diagnosemarker fehlen, wird ME nur selten richtig diagnostiziert und oft fälschlicher Weise als psychisches Leiden betrachtet. Dabei beginnt eine ME-Erkrankung in der Regel zunächst mit einem Infekt. Erfahrene Ärzte weisen bei Ihren Patienten immer wieder Immundefekte nach.

In Deutschland finden sich bisher keine Zentren, die Erfahrung mit ME haben und sich mit der Krankheit beschäftigen. Es gibt selbst in großen Kliniken keine Sprechstunde für ME-Patienten und es fehlt an Spezialisten, die sich damit auskennen. Die internationalen Leitlinien zum Krankheitsbild sind den meisten deutschen Ärzten nicht bekannt. In deutschen Leitlinien, die das Krankheitsbild anschneiden, werden die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse häufig nicht bzw. nicht richtig dargestellt.

Eine gerade abgeschlossene Patientenstudie der norwegischen Haukeland-Universitätsklinik in Bergen belegt jetzt aberrmals, dass es sich um eine körperliche Fehlfunktion handelt, für die es eine erfolgversprechende Therapie gibt. Die ME-Patienten wurden mit dem Antikrebsmittel Rituximab behandelt und zwölf Monate beobachtet. Rituximab, entwickelt für Chemotherapie bei Lymphdrüsenkrebs, setzt die B-Zellen des Lymphsystems außer Gefecht. Bei zwei Dritteln der ME-Patienten verbesserte sich dadurch der gesundheitliche Zustand. „Erstmals wurde eine Therapiestudie mit einem Medikament durchgeführt, das wirklich am Immunsystem ansetzt und bei einem großen Teil der Patienten wirksam war“ berichtet Frau Prof. Scheibenbogen (Berliner Charité) in einem Interview auf Spiegel Online. Die jetzigen Forschungsergebnisse lassen vermuten, dass es sich bei ME um eine Autoimmunerkrankung handeln könnte.

Selbstverständlich müssen die jetzt veröffentlichten Forschungsergebnisse durch weitere Studien belegt werden. Aber es ist ein weiterer Schritt zu der Entschlüsselung des Krankheitsbildes. Ob und wann diese Erkenntnisse Betroffenen zugute kommen, bleibt allerdings abzuwarten. Der Hersteller Roche zeigt bisher laut Spiegel Online wenig Interesse an der weiteren Erforschung des Medikaments bei ME.
Auch ohne ein Fortsetzen der Medikamentenstudie sind die gewonnen Erkenntnisse hinsichtlich der Immunologie zu ME bedeutsam und wegweisend. Weitere Information zu ME findet sich auf http://www.lost-voices-stiftung.org

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 582244
 1282

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Medizinischer Durchbruch beim Chronischen Erschöpfungssyndrom“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Lost Voices Stiftung

Bild: Lost Voices Stiftung beruft Elena Lierck zur neuen Stiftungsbotschafterin für ME/CFS
Lost Voices Stiftung beruft Elena Lierck zur neuen Stiftungsbotschafterin für ME/CFS
Elena Lierck bringt langjähriges Engagement für Sichtbarkeit, Aufklärung und politische Vernetzung mit Die Lost Voices Stiftung hat Elena Lierck aus Dresden zur neuen Stiftungsbotschafterin berufen. Die 45-Jährige engagiert sich bereits seit mehreren Jahren für ME/CFS und wird die Stiftung nun bei der Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit unterstützen. Biografischer Hintergrund und Bezug zu ME/CFS Elena Lierck ist bereits seit über zwei Jahrzehnten als Unternehmerin tätig, seit 2016 mit dem Schwerpunkt auf Frauengesundheit. Ihr Bezug zu …
Bild: Erfolgreiches Benefizkonzert zugunsten der Lost Voices Stiftung in Mainz-Kostheim
Erfolgreiches Benefizkonzert zugunsten der Lost Voices Stiftung in Mainz-Kostheim
Ein musikalischer Abend voller Engagement, Emotion und Solidarität: Am 18. April 2026 veranstaltete die MBR-Bigband ihr Benefizkonzert zugunsten der Lost Voices Stiftung. Bereits seit 2013 unterstützt die Band die Stiftung regelmäßig mit Benefizauftritten – ein beeindruckendes Zeichen kontinuierlichen Einsatzes. Der Eintritt zum Konzert war frei, stattdessen wurden Spenden für die Arbeit der Stiftung erbeten. Allein durch die großzügigen Beiträge der Besucherinnen und Besucher kamen am Abend bereits rund 1.800 Euro zusammen – ein tolles Zwisc…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: 30 Millionen betroffen: 12. Mai ist Internationaler Tag des chronischen ErschöpfungssyndromsBild: 30 Millionen betroffen: 12. Mai ist Internationaler Tag des chronischen Erschöpfungssyndroms
30 Millionen betroffen: 12. Mai ist Internationaler Tag des chronischen Erschöpfungssyndroms
… Patienten überprüft. Und da Hormone unseren gesamten Körper steuern, sind in vielen Fällen einfach zu tiefe Hormonwerte die Ursache für das Erschöpfungssyndrom. Erschöpfung wird zur Volkskrankheit - die Hormone sind häufig verantwortlich Es wird alles versucht, Ergotherapie, Gesprächstherapie, Bewegungen und es werden natürlich massenhaft Medikamente …
Bild: Burnout und positiver Stress
Burnout und positiver Stress
… lange, ist die Nebennierenrinde irgendwann erschöpft, und kann nicht mehr ausreichend Cortisol bilden. Man spricht dann auch von Adrenal Fatigué, oder dem chronischen Erschöpfungssyndrom. Der Körper hat dem Stress nichts mehr entgegenzusetzen, wohlgemerkt dem Stress. Dies betrifft sowohl den positiven, wie den negativen Stress, denn in beiden Fällen …
Bild: AquaMagis Plettenberg informiert über Ergebnis der Anwendungsstudie "Lungenfunktion" in der SaLoungeBild: AquaMagis Plettenberg informiert über Ergebnis der Anwendungsstudie "Lungenfunktion" in der SaLounge
AquaMagis Plettenberg informiert über Ergebnis der Anwendungsstudie "Lungenfunktion" in der SaLounge
… bedürfen weiterer Untersuchungen. (BvT) „Patienten mit stabilen chronischen Atemwegserkrankungen wie COPD, chronischer Bronchitis, Lungenemphysem oder Asthma können die Trockensalzinhalation aus medizinischer Sicht ohne nennenswerte Bedenken nutzen und müssen nicht mit einer Beeinträchtigung der Lungenfunktion rechnen. Die positiven Effekte der Inhalation …
Bild: PressemitteilungBild: Pressemitteilung
Pressemitteilung
Chronisches Erschöpfungssyndrom CFS/ME* 12. Mai: Internationaler CFS-Tag: Endlich bewegt sich auch Deutschland Im 16. Jahrhundert behauptete Gallileo Gallilei, die Erde sei rund und drehe sich um die Sonne. Niemand – vor allem nicht die erzkonservative Kirche – wollte ihm glauben. Um nicht auf den Scheiterhaufen zu landen, musste er seine wissenschaftlichen …
Burn-out & Co auf dem Vormarsch
Burn-out & Co auf dem Vormarsch
… hilft London, 12. Juni 2009. Stress, ob beruflicher oder privater Natur, ist einer der häufigsten Auslöser für Erkrankungen wie Burn-out, chronisches Erschöpfungssyndrom und chronische Schmerzerkrankung (Fibromyalgie). Alleine in Deutschland sind rund 300.000 Menschen vom chronischen Erschöpfungssyndrom und den damit verbundenen Symptomen wie Schlaf- …
Burn-Out durch Langeweile kostet deutsche Wirtschaft schätzungsweise 250 Milliarden pro Jahr
Burn-Out durch Langeweile kostet deutsche Wirtschaft schätzungsweise 250 Milliarden pro Jahr
… körperliche Störung, der nur durch eine Wiederherstellung der Gesundheit auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene begegnet werden kann. Das chronische Erschöpfungssyndrom tritt sehr häufig als Begleiterscheinung bei verschiedenen Krankheiten auf. Multiple Sklerose, Fibromyalgie, Tumorerkrankungen, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, etc. Aber …
Bild: Somatoforme Störungen: Patienten irren oft durch ein Labyrinth nutzloser Diagnostik und BehandlungBild: Somatoforme Störungen: Patienten irren oft durch ein Labyrinth nutzloser Diagnostik und Behandlung
Somatoforme Störungen: Patienten irren oft durch ein Labyrinth nutzloser Diagnostik und Behandlung
… aktuellen Ausgabe konkret über neue Ansätze. Die bekanntesten Kategorien schwerwiegender somatoformer Störungen sind Chronisches Erschöpfungssyndrom, chronischer Rückenschmerz, chronische Unterbauchbeschwerden, Fibromyalgie, funktionelle Dyspepsie, Hyperventilationssyndrom, idiopathischer Gesichtsschmerz, Reizdarmsyndrom, Spannungskopfschmerz u.a. Bleiben …
Bild: 30 Millionen betroffen: 12. Mai ist Internationaler Tag des chronischen ErschöpfungssyndromsBild: 30 Millionen betroffen: 12. Mai ist Internationaler Tag des chronischen Erschöpfungssyndroms
30 Millionen betroffen: 12. Mai ist Internationaler Tag des chronischen Erschöpfungssyndroms
… diesen Situationen überprüft. Und da unsere körpereigenen Hormone unseren gesamten Körper steuern, sind in den meisten Fällen einfach zu tiefe Hormonwerte die Hauptursache für das Erschöpfungssyndrom - wie auch Burnout. Erschöpfung wird zur Volkskrankheit - Hormone sind meist die Hauptursache Es wird - beim üblichen Vorgehen - alles versucht, wie z.B. …
Bild: Internationaler Appell von WürzburgBild: Internationaler Appell von Würzburg
Internationaler Appell von Würzburg
… Sorge die Zunahme chronischer Multisystemerkrankungen (CMI) fest, zu denen neben den Krankheitsbildern Multiple Chemikalien Sensitivität (MCS), Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS) und Fibromyalgiesyndrom (FMS) auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, metabolisches Syndrom, neurodegenerative Krankheiten, die Gruppe der Autoimmunopathien und Krebs, zählen. Auf …
Bild: Chronisches Erschöpfungssyndrom - Heilung ist eine Option! - ErfahrungsberichtBild: Chronisches Erschöpfungssyndrom - Heilung ist eine Option! - Erfahrungsbericht
Chronisches Erschöpfungssyndrom - Heilung ist eine Option! - Erfahrungsbericht
Gwendolin Reinicke berichtet in "Chronisches Erschöpfungssyndrom - Heilung ist eine Option!" von ihrer bewegenden Zeit mit und nach dem chronischen Erschöpfungssyndrom (CFS). ------------------------------ Anhand wissenschaftlicher Grundlagen, ihrer eigenen Erfahrung mit CFS und eines lebensverändernden Seminars behandelt die Autorin in ihrem neuen Buch …
Sie lesen gerade: Medizinischer Durchbruch beim Chronischen Erschöpfungssyndrom