(openPR) Mit diesen Worten wird jeder Athlet beim Überqueren der Ziellinie des legendären Ironman auf Hawaii durch den Sprecher begrüßt.
Nach 9:32:21 h war es am zweiten Oktoberwochenende für den Limbacher Triathleten Alexander Kunze soweit. Hinter ihm lagen 3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren und 42,2 km Laufen.
Das Schwimmen im Pazifik, die Radstrecke auf den Queen K Highway durch die schier endlosen Lavafelder Richtung Norden der Insel, eine selektive Laufstrecke sowie Wind und Hitze prägen den Charakter des wohl härtesten Triathlon der Welt, der gleichzeitig den Status der Weltmeisterschaft auf der Triathlonlangdistanz besitzt.
Seine Eindrücke von diesem Rennen schilderte der von der Schmaus GmbH aus Hartmannsdorf unterstützte Triathlet wie folgt:
„Beim Schwimmen im Pazifik sind es vor allem Strömungen und Wellen, die einem gleich zu Beginn alles abverlangen, mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass gleichzeitig 1.900 Altersklassenathleten (100 Profis starten eine halbe Stunde früher) um die Bojen schwimmen und bei der Weltmeisterschaft eine große Leistungsdichte herrscht. Ich war froh, als ich das Wasser halbwegs unbeschadet verlassen konnte. Auf der Radstrecke Richtung Norden hatten wir zunächst Rückenwind, so dass ich gleich in der ersten Stunde mehr als 40 km absolvieren konnte. Bald jedoch bliesen die Mumukuwinde nur noch von vorn. Ca. 15 km vor der Wende in Hawi waren diese so stark, dass man fast vom Rad geblasen wurde. Hinzu kamen um die Mittagszeit stetig steigende Temperaturen. Mein Tacho zeigte jetzt 42° Celsius und die Luft über dem Asphalt flimmerte. Nach ca. 130 km auf dem Rad schmerzten mir beide Füße, welche durch die Hitze angeschwollen waren. Meine Oberschenkel waren ziemlich fest. Ich entschloss mich daher etwas langsamer zu fahren und kleinere Übersetzungen zu treten, damit sich meine Muskulatur etwas erholen konnte. Schließlich hatte ich ja noch den Marathon vor mir und der Frankfurter Qualifikationswettkampf lag ja auch nur 11 Wochen zurück.
Nach etwa 6,5 h waren Schwimmen und Radfahren Geschichte und es ging auf die Marathonstrecke. Hier fand ich schnell zu meinem Rhythmus und die Oberschenkel fühlten sich auch wieder gut an. Auf den ersten Kilometern konnte ich viele Athleten überholen, die sich offensichtlich beim Radfahren übernommen hatten. Ab Kilometer 15 ging es wieder raus aus der Stadt und ca. 10 km auf dem Highway nur geradeaus. Jetzt wurde es richtig hart. Die Wende nach 28 km war dann irgendwann erreicht und es ging aus dem Energy Lab, einer Forschungsstation, wieder zurück Richtung Kona. Jetzt spürte ich wirklich jeden Muskel meines Körpers und sehnte das Ziel herbei. Dann endlich erreichte ich den Alii Drive und genoss den Zieleinlauf durch Tausende von Zuschauern. Ich bin definitiv sehr zufrieden. Ich hatte einen guten Tag. Ich bin stolz darauf, dass ich in diesem Rennen dabei war. Bei meinem ersten Start auf Hawaii die 10 Stunden-Marke deutlich zu unterbieten, unter 2.000 Startern bei der Weltmeisterschaft einen 195. Gesamtrang (damit unter den besten 10% im Klassement) zu belegen und mit 3:03 h einen der schnellsten Marathons unter allen Teilnehmern zu laufen, dass lässt die Qualen des Tages zudem schnell vergessen machen. Daher gilt mein ganz besonderer Dank der Schmaus GmbH aus Hartmannsdorf, welche mir mit Ihrer Unterstützung die Teilnahme und damit das Erleben des Mythos des seit 1978 auf der Pazifikinsel ausgetragenen Ironman möglich machte. Die besondere Atmosphäre und die Begeisterung der Hawaiianer für diesen Wettkampf sind kaum zu beschreiben. Alles in allem war es für mich ein krönender Saisonabschluss.“











