openPR Recherche & Suche
Presseinformation

„Steuersparmodell Eigentumswohnung“: Marktbericht Oktober 2011

(openPR) Die Rechtsanwälte der Kanzlei Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte aus Berlin haben wiederholt über die Methodik im „Steuersparmodell Eigentumswohnung“ berichtet.

Das zugrunde liegende System ist immer gleich. Mittels unangekündigter Telefonanrufe, Ansprachen in Einkaufszentren mit stattfindenden Gewinnspielen oder durch Tippgeber im Bekanntenkreis werden friedliche Steuerbürger darüber informiert, dass es Möglichkeiten gäbe, Steuern zu sparen. Ob man sich das einmal anhören wolle. Wer will das nicht?



Nach einem freundlichen Hausbesuch eines Mitarbeiters des ansprechenden Vertriebsunternehmens, in dem die Vermögenslage des Haushaltes geklärt wird und gleichzeitig auch entsprechend Unterlagen durch den Besuchenden eingesammelt werden, folgt ein bis zwei Wochen später der Rückruf: Ja, die Angesprochenen seien in der Lage, hier ihre steuerliche Veranlagung wesentlich zu verbessern.

Es folgt ein Besuch in einem luxuriös ausgestattetem Büro eines Vertriebsunternehmens, in dem dann die Katze aus dem Sack gelassen wird: Der Erwerb einer fremdfinanzierten Eigentumswohnung soll die Lösung sein. Dabei brauche man sich als Erwerber um nichts kümmern: Die Beschaffung einer passenden Wohnung, die entsprechende Finanzierung sowie die Vor- und Nachbereitung des Kaufes würden einem abgenommen werden. Der Erwerb einer Eigentumswohnung sei das Beste, was den Angesprochenen passieren könne, da Immobilien ja vermeintlich im Wert ständig steigen und dann später (meist wird ein Zeitraum von zehn Jahren genannt) wieder mit Gewinn verkauft werden können. Die monatlich zu zahlenden Raten an die Bank zur Finanzierung des Kaufes seien zwar erheblich, diese würden jedoch aufgefangen werden durch die Mieteinnahmen und die steuerlichen Vorteile.

Immer öfter wird auch die Übernahme der so genannten Kaufnebenkosten (Grunderwerbssteuer, Notarkosten, Grundbuchkosten, usw.) versprochen.
Recht zügig wird dann der Notartermin vorgenommen, bei dem dann die Immobilie notariell beurkundet gekauft wird. Es folgt der Abschluss des Darlehensvertrages, der in der Zwischenzeit vom Vertriebsunternehmen vorbereitet wurde.

Danach dauert es meist nicht lange, bis sich die hoffnungsvollen Erwerber der Immobilie geschädigt fühlen. Meist ist die tatsächliche monatliche Belastung wesentlich höher als versprochen. Darüber hinaus hat man ja, was meist nicht vorher mitgeteilt wird, als Eigentümer einer Immobilie neben Rechten auch erhebliche Pflichten, beispielsweise wenn die Eigentümergemeinschaft, bei der man nun plötzlich Mitglied ist, Nachzahlungen beschließt, weil dringend notwendige Reparaturen anstehen.

Wenn die finanzielle Lage dann für die Erwerber immer prekärer wird, bleibt vielfach nur der Weg in die Privatinsolvenz oder der Weg zu einem Anwalt, der versucht, die rechtlichen Möglichkeiten der Erwerber zur Rückabwicklung des fehlgeschlagenen Geschäftes zu nutzen.

Den Rechtsanwälten von Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte ist dieser Lauf der Dinge gut bekannt. Allerdings ist seit geraumer Zeit auf dem lukrativen Gebiet der so genannten „Steuerspar-Immobilien“ eine Veränderung des Marktes zu erkennen. Langjährig als so genannte Bauträger tätige Firmen verschwinden, neue tauchen auf. Die handelnden Personen sind jedoch dieselben.
Hintergrund ist, dass sich die Bauträger im Falle des Verlierens eines Prozesses vor Gericht, den sie selbstverständlich bis in die letzte Instanz geführt haben, weigern, die nunmehr rechtskräftig gegen sie ergangenen Entscheidungen in die Tat umzusetzen. Vielmehr ist zu beobachten, dass Bauträger der erheblich gegen sie erhobenen Ansprüche lieber den Weg der Insolvenz gehen, um sich den berechtigten Forderungen der beteiligten Erwerber zu entziehen.

So ist beispielsweise der langjährig auf dem ostdeutschen Immobilienmarkt tätige Leipziger Bauträger LIMAG Grundbesitz- und Verwaltungsgesellschaft mbH seit Mitte August 2011 insolvent. Kurz vorher hatte er noch seinen Geschäftssitz in die beschauliche Kleinstadt 37136 Seulingen verlegt und sich in „Ground-Immobilien-Handelsgesellschaft mbH“ umbenannt. Es steht zu vermuten, dass Hintergrund dieser Entwicklung rechtskräftige Entscheidungen auf Rückabwicklung von Eigentumswohnungen waren, die sich geschädigt fühlende Erwerber gegen die LIMAG angestrengt hatten. Diese müssen sich nunmehr mit einem Insolvenzverwalter auseinandersetzen und andere Möglichkeiten prüfen, die erworbenen Immobilien abzustoßen.
Jedoch ist auch an den in diesem Segment tätigen Vertrieben die letzte Zeit nicht spurlos vorübergegangen.
So sind ebenfalls die diversen Vertriebe verschwunden bzw. nur noch als „leere Hülle“ im Handelsregister eingetragen. Dagegen wurden von den gleichen Beteiligten neue Firmen gegründet
Wie sich herausstellt, findet zwar einerseits eine Art von „Marktbereinigung“ statt, diese ist jedoch nicht nachhaltig. Ebenso werden neue Firmen gegründet, um das lukrative System „Steuersparmodell Eigentumswohnung“ weiterzuführen.

Die Rechtsanwälte Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte werden den Markt weiter beobachten und ihre Mandanten entsprechend beraten.

Kim Oliver Klevenhagen, Rechtsanwalt
Der Verfasser ist für den Inhalt verantwortlich.

Sofortkontakt Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte
Weitere interessante Beiträge finden Sie auf unserer Internetseite unter Pressemitteilungen.

Kontakt:
Rechtsanwaltskanzlei Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte

Sofortkontakt Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte
Weitere interessante Beiträge finden Sie auf unserer Internetseite unter Pressemitteilungen.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 578750
 147

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „„Steuersparmodell Eigentumswohnung“: Marktbericht Oktober 2011“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte

Bild: Haftung des Forenbetreibers - Internetreputation by lawBild: Haftung des Forenbetreibers - Internetreputation by law
Haftung des Forenbetreibers - Internetreputation by law
Falsche Tatsachenbehauptungen durch Lügen, Beleidigungen, Bewertungen – welcher Schutz besteht, Pflichten und Rechte Administratoren von Internet Foren - von Dr. Erik Kraatz und Dr. Thomas Schulte, Rechtsanwalt DSP Berlin mbB Das Internet galt einige Zeit als rechtsfreier Raum, bei dem nach Belieben „beleidigt, verleumdet und gelogen“ werden durfte. Diese Freiheit des einzeln konnte massiv die Rechte anderer beschneiden; Selbstmorde von Jugendlichen wegen Cybermobbing oder Firmenpleiten wegen Shitstorm sind die krassen Folgen dieser Handlung…
Bild: Steuerstandort Polen – Sind die polnischen Sonderwirtschaftszonen wirklich vorteilhaft?Bild: Steuerstandort Polen – Sind die polnischen Sonderwirtschaftszonen wirklich vorteilhaft?
Steuerstandort Polen – Sind die polnischen Sonderwirtschaftszonen wirklich vorteilhaft?
Kurzvortrag der Veranstaltung "deutsch-polnische Freundschaft" bei den Rechtsanwälten Dr. Schulte und Partner Berlin mbB – von Dr. Thomas Schulte, Rechtsanwalt Im Rahmen einer Weiterbildungsveranstaltung für interessierte Mandanten und Kollegen referierte die deutsch-polnische Rechtsanwältin Patrycja Mika über die aktuellen rechtlichen Entwicklungen. Frau Mika: "Das Zusammenwachsen Europas und die positive volkswirtschaftliche Entwicklung Polens in den letzten Jahren führen zu der Frage, ob die Sonderwirtschaftszonen überhaupt erforderlich …

Das könnte Sie auch interessieren:

EC Euroconvent GmbH verwirklicht Wohnträume
EC Euroconvent GmbH verwirklicht Wohnträume
… Denkmalobjekt anerkannt. Nur Immobilien, die beim Amt für Denkmalschutz gelistet sind oder die sich in einem offiziell ausgewiesenen Sanierungsgebiet befinden, eignen sich als Steuersparmodell. Die Euroconvent GmbH ist ein 1999 gegründetes Unternehmen, das sich auf die Vermarktung hochwertiger Bestandsimmobilien spezialisiert hat. Dabei konzentriert sich die …
Rentadomo Grundbesitz GmbH & Co. KG vom Landgericht Berlin verurteilt
Rentadomo Grundbesitz GmbH & Co. KG vom Landgericht Berlin verurteilt
… genannten Steuerspar-Immobilien, jeden Fall sehr genau betrachtet und trotz vielfach ähnlicher Sachverhalte nicht voreingenommen ist. Klagen gegen Beteiligte am System ’Steuersparmodell Eigentumswohnung` sollten deshalb nur durch spezialisierte Kanzleien und individuell in enger Zusammenarbeit mit den Mandanten betrieben werden. Jeder Fall ist unterschiedlich …
Schrottimmobilien: Nach Verurteilung der Badenia Bausparkasse durch BGH besteht weiter Hoffnung für die Käufer
Schrottimmobilien: Nach Verurteilung der Badenia Bausparkasse durch BGH besteht weiter Hoffnung für die Käufer
… Wohnung gezahlten Zinsen unter Abzug von Steuervorteilen und Mieterträgen zu erstatten. Die Anlegerin hatte für rund DM 147.000 eine Eigentumswohnung als Steuersparmodell gekauft, deren Finanzierung über ein tilgungsfreies Vorausdarlehen erfolgen sollte, welches mittels zweier bei der Badenia abgeschlossenen Bausparverträge getilgt werden sollte. Im …
Bundesgerichtshof zu „Schrottimmobilien“: Die HypoVereinsbank wird verurteilt – Durchbruch für Käufer?
Bundesgerichtshof zu „Schrottimmobilien“: Die HypoVereinsbank wird verurteilt – Durchbruch für Käufer?
… Fall? „Dem Beschluss liegt erstinstanzlich folgender Fall zu Grunde: 1993 erwarb ein Ehepaar bei Aachen eine Eigentumswohnung zum Preis von 190.000 DM. Wie häufig beim System Steuersparmodell Eigentumswohnung wurde auch hier der gesamte Kaufpreis durch die Bank fremdfinanziert.“ Dr. Schulte: Das ist doch der normale Weg und ist tausendfach passiert? Was war …
Kaufpreise in Düsseldorf weiter auf hohem Niveau
Kaufpreise in Düsseldorf weiter auf hohem Niveau
… IMMOBILIEN für die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt hervor. In einigen der besten Lagen, wie in Ober- und Niederkassel, ist mittlerweile der Preis-Zenit erreicht. Für eine Eigentumswohnung werden nach der Analyse des Unternehmens hier in den begehrtesten Straßen regelmäßig zwischen 8.000 und 10.000 Euro pro Quadratmeter gezahlt. In den einfachen …
Bild: Wohnimmobilien in Buxtehude und Stade begehrtBild: Wohnimmobilien in Buxtehude und Stade begehrt
Wohnimmobilien in Buxtehude und Stade begehrt
… 270.000 und 450.000 Euro. In Premiumlagen bewegten sich die Preise 2015 zwischen 450.000 und 800.000 Euro, diese Werte stiegen jetzt auf 500.000 bis eine Millionen Euro. Eine Eigentumswohnung in mittlerer Lage kostete in den ersten sechs Monaten 2016 zwischen 2.400 und 3.000 Euro pro Quadratmeter. In den mittleren Lagen in Stade zahlten Käufer 2015 für …
Bild: Wolfgang Dippold, PROJECT Investment Gruppe: Preisexplosion in München und UmlandBild: Wolfgang Dippold, PROJECT Investment Gruppe: Preisexplosion in München und Umland
Wolfgang Dippold, PROJECT Investment Gruppe: Preisexplosion in München und Umland
… wird und ob es gekauft oder gemietet werden soll“, erklärt Wolfgang Dippold, Geschäftsführer der Project Investment Gruppe. „Es gibt Regionen, da sind Doppelhaushälften und Eigentumswohnungen teuer, Mietwohnungen hingegen günstiger und umgekehrt.“ Vielfach hinge es von dem ab, was überhaupt noch bezahlbar erscheint. Der Studie zufolge ist die mit Abstand …
Immobilienmarkt München - Hohe Preise - Spitzenreiter sind Ein-Zimmer-Wohnungen
Immobilienmarkt München - Hohe Preise - Spitzenreiter sind Ein-Zimmer-Wohnungen
… um 2,7 Prozent. Hier entwickelt sich die Nachfrage also weniger stark. Auch die Angebotspreise für Kaufimmobilien bewegen sich in München auf sehr hohem Niveau. Für eine Eigentumswohnung mit vier Zimmern zahlt man durchschnittlich 3.589 Euro pro Quadratmeter (+2 Prozent), für drei Zimmer 3.553 Euro (+4,6 Prozent). Stark gefallen ist hingegen der Quadratmeterpreis …
Das Steuersparmodell mit Eigentumswohnungen bzw. sog. Schrottimmobilien
Das Steuersparmodell mit Eigentumswohnungen bzw. sog. Schrottimmobilien
… „einfach nur“ Steuern sparen. Mit viel Glück erreichen Sie einfach keines dieser Ziele, andernfalls droht der finanzielle Ruin. Die Rede ist vom System „Steuersparmodell Eigentumswohnung“, dem nach seriösen Schätzungen schon in den 90igern mehr als 1 Millionen Menschen in Deutschland zum Opfer fielen. Das System „Steuersparmodell Eigentumswohnungen“ …
Bild: So gefragt ist der Münchner SüdenBild: So gefragt ist der Münchner Süden
So gefragt ist der Münchner Süden
… einkalkulieren – und für deutlichere höhere Preise offen sein. Für den mittelgroßen Geldbeutel gibt es Doppel- und Reihenhäuser, letztere ab 450.000,- Euro. Bei Eigentumswohnungen ist die Preisspanne erheblich, die Quadratmeterpreise schwanken je nach Lage und Ausstattung zwischen 2.500,- und 5.900,- €. Traditionell und beliebt: Pullach Südlich von Solln …
Sie lesen gerade: „Steuersparmodell Eigentumswohnung“: Marktbericht Oktober 2011