(openPR) 20. Oktober 2011: Welt-Osteoporose-Tag
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Osteoporose als eine der 10 wichtigsten Volkskrankheiten eingestuft: Allein in Deutschland erleiden etwa 330.000 Menschen jährlich einen Knochenbruch aufgrund einer Osteoporose und fast die Hälfte davon sind schwere Frakturen im Bereich der Wirbelsäule und der Hüfte. Über 30.000 Menschen sterben an den Frakturfolgen durchschnittlich acht Jahre zu früh. Würde allen Osteoporose-Patienten eine Prävention und Therapie gemäß dem aktuellen Stand der medizinischen Erkenntnisse zu teil werden, könnten rund 100.000 schwere Hüft- und Wirbelbrüche verhindert werden und 20.000 Menschen pro Jahr acht Jahre länger leben. Zudem würden über 20.000 alte Menschen vor einer Einweisung ins Pflegeheim bewahrt und ihre Selbstständigkeit behalten.
Diese Zahlen hat der Dachverband Osteologie e.V. (DVO) zusammengetragen. Der Dachverband der deutschsprachigen wissenschaftlichen Gesellschaften für Osteologie verfolgt die Erforschung des Kalzium- und Knochenstoffwechsels sowie der Knochen- und Gelenkerkrankungen ebenso wie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Osteologie und die Optimierung der Prävention, Diagnostik und Therapie osteologischer Erkrankungen. Hinzu kommt eine umfassende Qualitätssicherung in der Osteologie durch umfassende ärztliche Fort- und Weiterbildung. „In Hinblick auf unser Ziel, der wissenschafts-basierten Aufklärung der Öffentlichkeit über osteologische Erkrankungen, entstand in Zusammenarbeit mit TV-Wartezimmer der von uns zertifizierte Informationsfilm ‚Osteoporose‘. Dieser ist angelehnt an die von uns verabschiedeten Leitlinien Osteoporose. Ärzte zeigen den Film ihren Patienten im TV-Wartezimmer-Programm und so werden diese vorab aufgeklärt über die Entstehung, Erkennung und Behandlung dieser Krankheit. Das erleichtert dann das folgende Arzt-Patienten-Gespräch.“, erklärt Prof. Dr. med. Johannes Pfeilschifter, Chefarzt der Klinik Innere Medizin III des Alfried Krupp Krankenhaus Steele in Essen und Zweiter Vorsitzende des DVO.
Im Alter verlieren Knochen an Substanz und Festigkeit
Die Knochen unterliegen einem ständigen Auf- und Umbauprozess: Kleine Risse werden beseitigt, älterer Knochen durch neuen ersetzt, neue Strukturen eingebaut. Deshalb können sich Knochen auch an sich ändernde Belastungen, beispielsweise beim Sport, anpassen oder es bildet sich nach einem Knochenbruch neuer Knochen. Die Osteoporose – volkstümlich Knochenschwund genannt – ist eine Stoffwechselerkrankung des Knochens und geht mit einem Verlust an Knochensubstanz und -stabilität einher, die Struktur des Knochengewebes wird gestört. Je geringer die Knochendichte, desto größer wird die Gefahr eines Bruchs. Dann genügt schon ein harmloser Sturz, um sich Arm oder Bein zu brechen, oder das Heben eines schweren Gegenstands führt zu Wirbelkörperbrüchen. Jede dritte Frau nach den Wechseljahren leidet an Knochenschwund. Denn der Aufbau und Erhalt der Knochen ist ab der Pubertät abhängig vom Vorhandensein der Sexualhormone.
In den Wechseljahren kommt es zu einem über 90%igen Abfall der körpereigenen Östrogene. Frauen verlieren in dieser Zeit im Durchschnitt mehr als 10% ihrer Knochen, zudem sind diese schlanker als die Knochen der Männer. Und diese schlankeren Knochen sind bei gleicher Krafteinwirkung und Knochendichte bruchanfälliger als kräftigere Knochen. Nur etwa 20 Prozent der von Osteoporose Betroffenen sind Männer. Das Problem: Der Schwund der Knochensubstanz bleibt oft völlig unbemerkt. Die Erkrankung wird daher meist erst nach einem bereits erfolgten Knochenbruch diagnostiziert. Beste Voraussetzung für eine gute Osteoporose Behandlung ist wie so oft die rechtzeitige Diagnose.
Doch wer ist betroffen? Risikofaktoren für eine vermehrte Gebrechlichkeit sind zum Beispiel höheres Alter, also über 70 Jahre, geringes Körpergewicht, Mangelernährung, besonders Kalzium- und Vitamin-D-Mangel, Bewegungsmangel aber auch bestimmte Vorerkrankungen oder verschiedene Medikamente – beispielsweise eine längere Behandlung mit Kortison oder Heparin. Auch eine östrogenfreie Verhütung, Diabetes sowie ein erhöhter Alkohol- & Nikotinkonsum erhöhen das Risiko.
Wie wird Osteoporose erkannt?
Meist vergehen Jahre, bevor Osteoporose die ersten Beschwerden verursacht. Umso wichtiger ist es, den Knochenschwund frühzeitig zu erkennen. Nur so können seine Auswirkungen begrenzt oder vermieden werden. Die Osteodensitometrie, also die Knochendichtemessung mit dem Dexa-Verfahren (Dexa = dual energy x-ray absorptiometry) misst die Dichte des Knochenmaterials. In der Regel werden die Knochen an der Lendenwirbelsäule und am Oberschenkelhals vermessen. Die Untersuchung verläuft für Patienten nicht anders als eine Röntgenuntersuchung. Das Messverfahren beruht darauf, dass Knochenmasse die Intensität der Röntgenstrahlen, die durch sie hindurchtreten, abschwächt. Je mehr Knochensubstanz vorhanden ist umso stärker werden die Röntgenstrahlen abgeschwächt. Und diese Abschwächung wird gemessen. Am Ende wertet ein Computer die gewonnenen Daten aus, der Messwert wird verglichen mit der idealen Knochendichte eines gesunden 30-Jährigen. Hat die Knochenmasse dann einen bestimmten Wert unterschritten, spricht man von Osteoporose. Eine andere Diagnostik-Methode ist die Knochendichtemessung mit der quantitativen Computertomographie, hierfür werden drei Schnittbilder der Lendenwirbelsäule aufgenommen. So kann in wenigen Minuten die Knochendichte zuverlässig bestimmt werden. Doch bevor es soweit kommen muss, kann jeder selber etwas für die Fitness seiner Knochen tun: Vermeidung von Untergewicht, Verzicht auf Nikotin, Training der Muskelkraft und Balance und viel Bewegung im Freien. Wichtig ist auch eine ausgewogene Versorgung mit Kalzium, Folsäure und Vitamin B12, denn eine gesunde Lebensweise stärkt das Knochengerüst in jedem Lebensalter.
Informationsfilme festigen Patienten-Souveränität
„Der Osteoporose-Film trägt ebenso wie unsere über 450 anderen Informationsfilme dazu bei, die allseits gewünschte Patienten-Souveränität zu festigen. Dazu sind Informationen zu Methoden und Leistungen im Gesundheitswesen nötig. Nur das schafft Transparenz für den Patienten und sichert langfristig auch sein Vertrauen. Diese Inhalte sollten ihm genau dort vermittelt werden, wo er sie auch erwartet: im Wartezimmer, unmittelbar vor seinem Termin.“, erklärt Markus Spamer, Gründer und Geschäftsführer von TV-Wartezimmer. Das Unternehmen ist mit mittlerweile mehr als 5.200 installierten Public Displays in deutschen Praxen Marktführer in der audiovisuellen Patientenkommunikation. Praxen wählen individuell aus der Film-o-thek die für sie in Frage kommenden Filme aus: Die medizinisch sowie juristisch geprüften, dreidimensionalen Animationsbeiträge erleichtern den Ärzten das Gespräch mit ihren, so schon vorinformierten Patienten. Aber ähnlich wie in den in Wartezimmern ausliegenden Illustrierten zeigt TV-Wartezimmer nicht nur Themen rund um die Gesundheit. Das täglich aktualisierte Rahmenprogramm verkürzt die gefühlte Wartezeit der Patienten dank preisgekrönter Tier- und Reisedokumentationen, stündlich aktueller Nachrichten, regionaler Wettermeldungen, Gesundheitstipps, dem Neuesten aus der Welt der Reichen und Schönen, Comicstrips von Donald Duck & Co und vielem mehr.
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Die dazugehörigen Fotos „TV-Wartezimmer_Osteoporose“ und „Prof. Pfeilschifter“ können Sie gerne kostenlos bei uns in druckfähiger Auflösung anfordern.











