(openPR) Am Donnerstag 6.10.2011 wurden 6 Bezirksmedaillen im Bereich Gesundheit und Soziales verliehen. Eine ging an an Agnes Maria Forsthofer vom Linkshänder e.V. Ihr Vorbild soll Schule machen.
Hier ein Teil der Laudatio:
Liebe Frau Forsthofer –„Mach’s doch mit der schönen Hand“! – Diesen lieblosen Spruch kennen Sie und viele Linkshänder von klein auf. Doch es ist nicht damit getan, einfach nur die rechte Hand zu benützen. Auch viele Alltagsgegenstände sind nicht für Linkshänder ausgelegt: Schraubgläser, Messer, Dosenöffner, Bleistiftspitzer, Computer-Tastaturen… die Liste ließe sich noch lange fortsetzten.
Dabei sind die Linkshänder in unserer Gesellschaft wahrlich keine Minderheit. Studien gehen davon aus, dass jeder fünfte Erdenbürger ein Linkshänder ist.
Es ist auch noch nicht lange her, dass die Kinder mitunter äußerst drastisch gezwungen wurden, alles mit der rechten Hand zu machen – entgegen Ihrem inneren Bauplan. Heute weiß man, dass Stottern, Bettnässen, Versagensängste, der Verlust des Selbstwertgefühls und auch Depressionen ihre tiefere Ursache in der erzwungenen Umorientierung haben können.
Liebe Frau Forsthofer – nachdem Ihnen als Betroffene die häufig versteckte Diskriminierung der Linkshänder immer bewusster wurde, gründeten Sie den Linkshänder e.V. Sie halten Vorträge, Workshops und organisieren viele Veranstaltungen, wie seit 2003 den „Weltlinkshändertag“ (in München), der immer am 13. August stattfindet.
Seit einigen Jahren haben Sie und Ihr Verein auf der Auer Dult und dem Christkindlmarkt auf dem Marienplatz ein Standl, bei dem es alles für Linkshänder gibt. Nebenbei erfahren Sie hier zum Teil haarsträubende Geschichten von Menschen, die oft zum ersten Mal über ihre Erlebnisse berichten. Zuhören und gleichzeitig beraten – das ist aktive Sozialarbeit!
Ich darf Sie für Ihr unermüdliches Engagement, ein größeres Bewusstsein für die Linkshänder in unserer Gesellschaft zu schaffen, auszeichnen.













