(openPR) Die Entwicklung des deutschen PSA-Marktes steht in einem engen Zusammenhang mit der allgemeinen konjunkturellen Lage, denn die Nachfrage nach persönlicher Schutzausrüstung wird in erster Linie durch das geleistete Arbeitsvolumen in der deutschen Wirtschaft beeinflusst.
Aufgrund des starken wirtschaftlichen Einbruchs in der zweiten Jahreshälfte 2008 waren folglich auch die Umsätze der PSA-Branche deutlich rückläufig.
Die Rückgänge lagen teilweise sogar erheblich über denen der Gesamtwirtschaft, da Endverbraucher und Handel zunächst ihre eigenen Lagerkapazitäten aufgezehrt und gleichzeitig unterhalb ihres tatsächlichen Verbrauchs nachbestellt haben. Darüber hinaus zeigte die Krise weitere negative Effekte: Trage- und Anwendungszyklen der PSA wurden verlängert und die Preissensibilität der Kunden nahm zu. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Verwender nach Einsparpotentialen in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld gesucht haben.
Allerdings waren nicht alle Unternehmen gleichermaßen von der Krise betroffen. Die Nachfrage in der Bauwirtschaft, dem Handwerk, dem Dienstleistungssektor und der Lebensmittelindustrie zeigte sich relativ stabil. Deutliche Einbußen mussten vor allem Anbieter hinnehmen, die stark auf Industriekunden mit hohem Exportanteil fokussiert waren. Besonders betroffen von der internationalen Wirtschaftkrise waren der Maschinenbau und die Kfz-Industrie mit ihren Zulieferbetrieben.
Im Rahmen der sich verbessernden konjunkturellen Lage ab dem vierten Quartal 2009 zog auch die Nachfrage nach persönlicher Schutzausrüstung wieder an. Im Laufe des Jahres 2010 wurde in vielen Teilmärkten erneut das Absatzvolumen des Jahres 2008 erreicht. Zusätzlich wurde der Markt durch das Aufstocken der Lager bei Handel und Anwendern auf das normale Niveau positiv stimuliert.
Der Markt befindet sich aktuell in einer Phase des deutlichen Trading-up auf der Produktebene. Besonders gute Geschäfte verzeichnen Hersteller, die mit innovativen Produkten auf die erhöhten Anforderungen reagieren. Zu diesen gehören Kundenbedürfnisse in Bezug auf Multifunktionalität, Design und die steigenden Komfortansprüche einer im Durchschnitt älter werdenden Arbeitsbevölkerung.
In Verbindung mit denen im Jahr 2010 deutlich angestiegenen Rohstoffpreisen erzielte die Branche mit 1,6 Mrd. Euro zu Herstellerpreisen einen neuen Umsatzrekord, der um 10% über den Ergebnissen von 2008 lag.
Auch auf der Ebene der Vertriebswege setzen sich die Veränderungen der letzten Jahre fort. Moderne Distributionskanäle wie E-Commerce oder das C-Teile-Management, das über Systemlieferanten abgewickelt wird, zeigen deutliche Marktanteilssteigerungen.
Im Bereich der Zielgruppen zeigen sich aktuell Verschiebungen zugunsten der verschiedenen Industriebranchen, da hier die wirtschaftliche Entwicklung besonders dynamisch ausfällt und auch das Nachholpotential aufgrund aufgeschobener Anschaffungen besonders groß ist.
Über die genauen Entwicklungen dieses dynamischen Wachstumsmarktes informiert die aktuelle Marktanalyse. Die Studie gliedert sich in insgesamt neun Teilmärkte, in deren Rahmen insgesamt 87 Produktgruppen separat analysiert wurden.














