(openPR) Günzburg, 05.10.2011. Deutsche Kommunen stehen vor einer großen Herausforderung: Es gilt die Familienfreundlichkeit als zentralen Standortfaktor zu fördern, um die Potentiale der Zukunft zu sichern und den Wettbewerb um Einwohner für sich zu entscheiden. Erstmalig bietet das Unternehmen Demographie Kommunal nun eine Möglichkeit, die jeweiligen familienpolitischen Anstrengungen von Städten und Gemeinden auf den Prüfstand zu stellen.
Ziehen Familien bevorzugt in die Kommune, oder verlassen sie diese? Welche Orts- oder Stadtteile gewinnen oder verlieren an Familien? Welche sozio-demographischen Merkmale beschreiben die zuziehenden Familien mehrheitlich? Wie hoch ist der Anteil an Alleinerziehenden? Welche Quartiere werden gerne von Familien mit Migrationshintergrund als Wohnstandort gewählt, sind gar Segregationstendenzen zu erkennen? Welche Motive veranlassen die Eltern zu einer Wohnortverlagerung? Diesen Fragen müssen sich Kommunen heute stellen, doch deren Beantwortung fällt nicht immer leicht.
In Deutschland betrifft der Wandel der Bevölkerungsstruktur alle Belange des öffentlichen Lebens und macht vor keiner Kommune halt. Dies ist insbesondere bei der regional unterschiedlichen Auslastung von Infrastruktureinrichtungen zu erkennen. Eine Vielzahl derer steht beispielsweise in unmittelbarem Kontakt zur Erhaltung und Verbesserung des familiären Daseins – angefangen bei Kindertagesstätten, über Schulen, bis hin zu Beratungsstellen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder auch bei der Jugendhilfe. Eine der vielfältigen kommunalen Aufgaben in diesem Themenbereich ist die teils ressortübergreifende, nachfragegerechte Planung des Infrastrukturangebotes. Neben der Einhaltung einer Budgetvorgabe steht selbstverständlich auch das Ziel, die Bedürfnisse der Familien zu befriedigen, im Vordergrund.
Gelingt die Erfüllung dieser Aufgaben, bleiben Familien meist ihrem Wohnstandort treu und zeigen sogar die Tendenz zum Engagement bei ehrenamtlichen Tätigkeiten. Zeigt sich in einem Sozialraum ein Mismatch bei Angebot und Nachfrage, liegt die Erwägung nahe, einen besser geeigneten Wohnstandort aufzusuchen.
Für eine Kommune ist es mit herkömmlichen Mitteln nur schwer möglich, die Dynamik von Familienwanderungen zu erfassen, da im kommunalen Meldewesen nur An- und Abmeldungen von Einzelpersonen erfasst werden.
An dieser Stelle hilft Demographie Kommunal entsprechende Informationslücken zu schließen. Aus den einzelnen Zu- und Wegzügen der Meldekartei kann nach der Generierung von Haushalten genau differenziert werden, wie sich das Wanderungsverhalten von Familien gestaltet. Dies ist sowohl auf Ebene einer gesamten Stadt oder Gemeinde, als auch für Stadtteile, Sozialräume oder Straßenzüge realisierbar.
Dank dieser innovativen Informationsgrundlage wird nun genau ersichtlich, welche Ortsteile in der Gunst der Familien stehen und wo Nachbesserungsbedarf besteht.
Selbstverständlich erfahren die Ergebnisse eine umfangreiche Aufbereitung, so dass diese sowohl in anschaulich gestalteten Karten und verständlichen Grafiken als auch in übersichtlichen Tabellen übergeben werden.
In Ergänzung zu einer rein zahlenbasierten Auswertung bietet Demographie Kommunal darüber hinaus die qualitative Evaluierung der Wanderungsdynamik. Im Rahmen einer Wanderungsmotivforschung können beispielsweise die individuellen Motive der Eltern für einen Zu- oder Wegzug erfasst werden.
Der „Prüfstand für die Familienfreundlichkeit einer Kommune“ unterstützt Städte und Gemeinden über eine adäquate Informationsgrundlage bei ihrer zentralen Arbeit mit und für Familien. Der tiefgreifende Einblick in das Bevölkerungsgeschehen und die Motive von Zu- und Fortgezogenen erleichtert sowohl die retrospektive Erfolgskontrolle als auch die Optimierung wichtiger Planungen und Entscheidungen.













