(openPR) Früher als gewöhnlich hat in diesem Jahr die Apfelernte in Deutschland begonnen. Noch ist sie voll im Gang, aber es zeichnet sich bereits eine gute Ernte ab. „Wir haben die früheste Apfelernte seit zehn Jahren“, sagt Rolf Clostermann von der demeter Obstplantage Neuhollandshof am Niederrhein. Auch in vielen anderen Obstanbaugebieten in Deutschland startete die Ernte etwa zehn Tage früher als gewöhnlich.
Obwohl es noch bis ins Frühjahr hinein regional frostige Nächte gab, blieben die Apfelplantagen der Demonstrationsbetriebe größtenteils von Frostschäden verschont. Das trockene und sehr sonnige Frühjahr, mit dem viele landwirtschaftliche Betriebe zu kämpfen hatten, war für die Apfelblüte optimal. Allerdings führte das auch zu kleineren Früchten. „Auch bei uns auf dem Biohof Bölingen in Rheinland Pfalz sind die Früchte etwas kleiner geblieben. Sie haben aber einen sehr hohen Zuckergehalt und schmecken wunderbar“, so Betriebsleiter Bert Krämer. Durch den verregneten Sommer mit niedrigeren Temperaturen konnten die Äpfel regional aufholen. „Der durchwachsene Sommer ergab bei uns einen erhöhten Befall mit Apfelschorf und erforderte viel Pflege. Anderseits sind unsere Äpfel durch den vielen Regen sogar etwas Größer als sonst“, so Peter Hartmann vom Wagnerhof am Bodensee. Die jetzt kühleren Nächte lassen die Äpfel gut ausfärben und sorgen so für die roten Bäckchen.
Insgesamt ist die Apfelernte sowohl von der Qualität als auch von der Menge her sehr gut. Der Ertrag liegt deutlich über dem des letzten Jahres, welches allerdings ein schlechtes Erntejahr war. Angebaut werden auf den Demonstrationsbetrieben beliebte Sorten wie Elstar, Boskoop, Braeburn, Topaz, Jonagold und Pinova. Aber auch Sorten, die für den Bioobstanbau in der Zukunft sehr interessant werden, wie Natyra, die schorfresistent und widerstandsfähig gegen andere Krankheiten ist. Verkauft werden die knackigen Früchte zum Teil über den eigenen Hofverkauf aber auch über den Naturkostfachhandel oder über den Großhandel.












