(openPR) München, 22. September 2011 - Wie kommt Münchens akademischer Nachwuchs von A nach B? Mit dem Auto? Oder doch lieber mit dem Fahrrad, trotz vorhandenem Führerschein? Um diese Fragen zu beantworten, hat forschungplus nachgeschaut, was da zur Wiesnzeit aus Minidirndl und Lederhosen lugt: gut trainierte Radlerwaden oder blasse Beinchen?
Auf dem Oktoberfest können Münchens Studierende stolz zeigen, was da unterhalb von Rock- und Hosensaum zu sehen ist: alles stramm. Denn neun von zehn angehenden Wissenschaftlern besitzen ein Fahrrad – und die meisten benutzen es auch.
Ganze 44 % der Studierenden fahren täglich oder wann immer es möglich ist mit dem Fahrrad. Regelmäßig treten sogar 74 % in die Pedale. Und das, obwohl 90 % einen gültigen Führerschein besitzen. Allerdings verfügt im Durchschnitt nur jeder zweite Studierende über ein Auto: 50 % der Studenten und 68 % der Studentinnen könnten sich jederzeit hinters eigene Steuer klemmen, der Großteil – das sind 57 % – entscheidet sich dafür jedoch nur gelegentlich.
Wer in die Pedale tritt, um zur Vorlesung zu gelangen, fühlt sich dabei nicht immer sicher: 69 % der Rad fahrenden Studierenden halten die Verkehrssituation für Fahrradfahrer in München insgesamt zwar für gut, mit sehr gut urteilt jedoch nur jeder Sechste (16 %). Jeder Dritte (31 %) findet die Verkehrsbedingungen und Straßenverhältnisse in München nicht optimal. Radfahrerinnen beurteilen die Verkehrslage insgesamt schlechter als männliche Fahrer.
Münchens radelnde Studierende sind sich einig: Die Stadt sollte sich für mehr Verkehrssicherheit engagieren – 87 % finden dies wichtig, 60 % sogar sehr wichtig. Mehr Fahrradspuren wünschen sich 91 %, für eine bessere Qualität der Radwege im Stadtgebiet sprechen sich 82 % aus. Zudem fordern 65 % die Schaffung von mehr Stellplätzen, 62 % würden sich über bessere Transportmöglichkeiten für Räder im ÖPNV freuen.
Im Vergleich zu männlichen Radlern fühlen sich weibliche Fahrerinnen im Übrigen deutlich seltener sicher: Nur 76 % der Studenten, jedoch 94 % der Studentinnen halten mehr Maßnahmen seitens der Stadt für erforderlich, um Radfahrer im Straßenverkehr besser zu schützen.
Informationen zur Studie: Mitte Juli 2011 führte forschungplus eine unabhängige Eigenstudie an Münchner Hochschulen durch. In einer computergestützten persönlichen Befragung äußerten sich rund 200 Münchner Studierende u. a. zu ihrer Social-Media-Nutzung, ihren Konsum- und Einkaufsgewohnheiten. Von den Befragten waren 59 % Frauen und 41 % Männer. An der Umfrage nahmen Studierende aller Semesterstufen teil. Bei 10 % der Befragten stand der Studienbeginn noch an, 20 % befanden sich im ersten bis dritten, 26 % im vierten bis sechsten, 32 % im siebten bis zehnten Semester. 13 % waren Langzeitstudierende oder Doktoranden. Das Durchschnittsalter lag bei 24 Jahren. Ausländische Studierende waren mit einem Anteil von 11 % in der Stichprobe vertreten. 56 % der befragten Studierenden waren an der LMU immatrikuliert. Studierende der FH, der TU, von Film-, Musik-, Kunst- oder anderer Hochschulen und privater Universitäten waren zu insgesamt 44 % in der Befragung vertreten. Bei der Befragung wurde darauf geachtet, Studierende sämtlicher Fachrichtungen mit einzubeziehen.












