(openPR) Kassel, im September 2011. Jedes Jahr initiieren die Kontinenz Gesellschaften weltweit Veranstaltungen in der World Continence Week (WCW) - im kommenden Jahr vom 18. bis zum 24. Juni - um über die verschwiegene Volkskrankheit Inkontinenz aufzuklären. Im Jahr 2011 fanden in Deutschland 120 oftmals ausgebuchte Veranstaltungen in 86 Städten statt. Bei den insgesamt fast 10.000 Besuchern fanden die Vorträge und Patientenhotlines großen Anklang – aber auch das Medienecho war enorm.
Aus diesem Grund zeichnete die ICS (International Continence Society) das Engagement der Deutschen Kontinenz Gesellschaft mit dem Golden Award für die WCW 2011 aus.
Christa Thiel, Geschäftsführerin der Deutschen Kontinenz Gesellschaft nahm den Preis vor wenigen Tagen auf dem Fachkongress in Glasgow entgegen. „Ich freue mich sehr über diesen Erfolg und danke im Namen der Gesellschaft allen, die mit ihren Veranstaltungen zum Gelingen der World Continence Week beigetragen haben. Insbesondere den zertifizierten Kontinenz- und Beckenboden-Zentren sowie Beratungsstellen der Gesellschaft, die den Großteil der Veranstaltungen durchgeführt haben. Wir haben in den vergangenen drei Jahren nicht nur eine wachsende Anzahl von Veranstaltern und Teilnehmern verzeichnen können, sondern auch eine steigende Bereitschaft der Medien, über Inkontinenz zu berichten. Das ist uns besonders wichtig, denn unser Ziel, die Inkontinenz aus der Tabuzone zu holen, kann nur über eine starke, öffentliche Präsenz erreicht werden. Nur, wer über seine Erkrankung offen mit einem Arzt spricht, kann fachkundig Hilfe erhalten.“
Prof. Dr. Klaus-Peter Jünemann, Erster Vorsitzender der Deutschen Kontinenz Gesellschaft und Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel ergänzt: „Besonders wichtig ist auch, dass Ärzte die Erkrankung als schweres Leiden erkennen, welches die Lebensqualität stark mindert. Diese Einschätzung fördert die Motivation, sich fortzubilden, zu forschen und Hemmschwellen zwischen den einzelnen Fachbereichen sowie Niedergelassenen und Krankenhäusern abzubauen. Die Grenzen, die das Gesundheitssystem zieht, müssen wir Ärzte im Sinne des Patienten viel öfter auflösen. Dazu tragen Veranstaltungen wie die World Continence Week bei.“








