(openPR) Forschungsprojekt „econnect Germany“ gewinnt Ausschreibung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie
Von Aachen bis Leipzig, vom Allgäu bis nach Sylt – deutschlandweit Elektromobilität zukunftsfähig gestalten, das ist ausgesprochenes Ziel des Forschungsprojektes „econnect Germany“. Sieben Stadtwerke aus ganz Deutschland – aus Aachen, dem Allgäu, Duisburg, Leipzig, Osnabrück, Sylt und Trier – haben sich zu einem Forschungsverbund zusammengeschlossen und erfolgreich beim Technologiewettbewerb „IKT für Elektromobilität II“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) beworben. „econnect Germany“ wurde als eins von fünf Forschungsprojekten für eine Förderung ausgewählt.
Am 9. und 10. September wurde „econnect Germany“ auf dem Kongress „Lebenswelt Elektromobilität“ in Mannheim unter der Schirmherrschaft der Bundesministerien für Wirtschaft und Umwelt der Öffentlichkeit vorgestellt. Bei dieser Gelegenheit konnte sich auch Ernst Burgbacher, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, gemeinsam mit Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, von dem ganzheitlichen Konzept und dem hohen Innovationsanteil des Forschungsprojektes überzeugen.
„Ich freue mich, dass mit dem Forschungsverbund ‚econnect Germany’ ein weiterer Meilenstein in der Zusammenarbeit kommunaler Partner und Stadtwerke auf dem Gebiet der Elektromobilität erreicht wurde. Die arbeitsteilige Bearbeitung wichtiger Fragestellungen der Elektromobilität im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien in sieben regionalen, über das gesamte Bundesgebiet verteilten Kompetenzschwerpunkten, ist vorbildlich. Ich bin überzeugt, dass ‚econnect Germany’ einen wichtigen Beitrag für eine schnelle und nachhaltige Verbreitung der Elektromobilität in der Stadtwerkelandschaft leisten kann", sagt Staatssekretär Burgbacher.
Sieben Stadtwerke, acht Industriepartner, vier Hochschulen
Unter der Konsortialführung der smartlab Innovationsgesellschaft, einem Unternehmen der Stadtwerke Aachen, Duisburg und Osnabrück, untersuchen bei „econnect Germany“ sieben Stadtwerke, acht Industriepartner und vier Hochschulen Anforderungen an eine zukunftsfähige Elektromobilität und entwickeln nachhaltige Mobilitätskonzepte. Besondere Berücksichtigung findet dabei die Infrastruktur von Stadtwerken. „Kommunale Energieversorger sind dank ihrer lokalen Verankerung und ihres regionalen Know-hows prädestiniert dafür, gemeinsam mit Städten und Gemeinden Elektromobilität zu gestalten“, sagt Andreas Pfeiffer, Geschäftsführer von smartlab und Konsortialführer von „econnect Germany“. Damit unterstreicht er die Bedeutung, die alle 19 Projektpartner diesem Thema für Stadtwerke zusprechen.
Der Forschungsverbund „econnect Germany“ verfolgt einen dezentralen Ansatz. Die Stadtwerke bearbeiten zusammen mit Forschungs- und Entwicklungspartnern – wie beispielsweise Siemens, Nokia Siemens Networks oder der RWTH Aachen University – jeweils ausgewählte Fragestellungen und werten diese innerhalb des Gesamtverbundes aus. Dabei werden sowohl intelligente Verkehrsanwendungen für Elektromobilität (Smart Traffic) als auch die Integration der Elektromobilität in das intelligente Stromnetz der Zukunft (Smart Grid) erarbeitet und erprobt. In Trier wird beispielsweise das „intelligente Parkhaus der Zukunft“ mit autarker Ökostrom-Versorgung entwickelt, während sich die Stadtwerke im Allgäu und auf Sylt der Verbindung von Elektromobilität und Tourismus widmen. In Aachen steht besonders das Aufladen von E-Fahrzeugen zu Hause in Verbindung mit dem Smart Home im Fokus der Forschung, in Duisburg das Laden am Arbeitsplatz. Ein intermodales Reiseplanungssystem für Bus, Bahn, Carsharing und Fahrrad sowie ein innovatives Verkehrskonzept, welches auf die besonderen Anforderungen der Elektromobilität zugeschnitten ist, wird in Osnabrück entwickelt und umgesetzt und anschließend auf die Stadtwerke Leipzig übertragen.
Diese geographische und thematische Streuung von „econnect Germany“ gewährleistet eine inhaltliche Breite, die ein einzelnes, ausschließlich lokal ausgerichtetes Forschungsprojekt nicht abdecken könnte. Der Zusammenschluss im Forschungsverbund ermöglicht so einerseits eine fokussierte Forschung und Entwicklung vor Ort, andererseits den Transfer von Erkenntnissen und Technologien zwischen allen beteiligten Partnern.
Der Technologiewettbewerb im Detail
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fördert mit dem Technologiewettbewerb "IKT für Elektromobilität II" ausgewählte Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie Piloterprobungen zur beschleunigten Entwicklung und breitenwirksamen Nutzung ganzheitlicher, auf IKT gestützter Elektromobilitätskonzepte.
Der Technologiewettbewerb ist themenübergreifend angelegt und fördert die Forschung und Entwicklung des Zusammenspiels von Smart Car, Smart Grid und Smart Traffic. Das Konsortium von „econnect Germany“ hat sich im Themenschwerpunkt 2 „Smart Grid und Smart Traffic (E-Mobilität in Modellregionen)“ mit ihrem Forschungsprojekt beworben. Gefördert werden hier Verbundprojekte, die in Regionen mit systemübergreifender Thematik als Leuchttürme beispielhaft ausstrahlen.
Insgesamt werden Fördermittel in Höhe von voraussichtlich rund 77 Mio. Euro bereitgestellt. Andreas Pfeiffer: „Wir wollen gemeinsam mit unseren Partnern etwa 25 Mio. Euro mit ‚econnect Germany’ in den nächsten zweieinhalb Jahren in den Bereich Elektromobilität investieren.“ Mit einem Bescheid über die Höhe der Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium rechnen die Konsorten noch im Herbst dieses Jahres. Die Förderung erfolgt voraussichtlich ab Januar 2012.
Der Technologiewettbewerb ist eingebettet in den Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität der Bundesregierung von August 2009. Ziel der Bundesregierung ist es, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf deutsche Straßen zu bringen und Deutschland zum Leitanbieter und Leitmarkt für Elektromobilität zu entwickeln.
Die Projektpartner von „econnect Germany":
- smartlab Innovationsgesellschaft mbH (Konsortialführer)
- Allgäuer Überlandwerk GmbH
- Energieversorgung Sylt GmbH
- STAWAG, Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft
- Stadtwerke Duisburg AG
- Stadtwerke Leipzig GmbH
- Stadtwerke Osnabrück AG
- SWT - Stadtwerke Trier GmbH
- ABB AG
- Fachhochschule Trier
- HaCon Ingenieurgesellschaft mbH
- Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten
- MSR-Office GmbH
- Nokia Siemens Networks GmbH & Co. KG
- PSI AG
- RWTH Aachen University
- Siemens AG
- Soloplan GmbH
- Universität Duisburg-Essen
Weitere Informationen unter:
www.econnect-germany.de und www.smartlab-gmbh.de








