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CeraTechCenter (CTC) – Impulse für keramische Innovation

08.09.201117:33 UhrIndustrie, Bau & Immobilien
Bild: CeraTechCenter (CTC) – Impulse für keramische Innovation
Innovationscluster Metall Keramik Kunststoff
Innovationscluster Metall Keramik Kunststoff

(openPR) Neuwied/Höhr-Grenzhausen, 8. September 2011 - Als Anfang der 1990er Jahre ein radikaler Strukturwandel die Keramikwirtschaft in Deutschland erfasste, traf diese Entwicklung auch die Region rund um den rheinland-pfälzischen Traditionsstandort Höhr-Grenzhausen. Zahlreiche Unternehmen stellten ihre Produktion ein, mit der Folge, dass zahlreiche Arbeitsplätze verloren gingen und die Wirtschaftskraft der Keramikregion empfindlich schrumpfte. Zu diesem Zeitpunkt trat Jürgen Johannsen seinen Posten als neuer Bürgermeister von Höhr-Grenzhausen an – mit der festen Absicht, sich nicht mit dieser Situation abzufinden.



Johannsen wollte dem Strukturwandel in der Keramikbranche aktiv entgegenwirken. Ziel war es, jungen Unternehmen zur Selbstständigkeit zu verhelfen, innovative Ideen zu fördern, neue Arbeitsplätze zu schaffen und die technische Keramik in der Region zu verankern. Mit Hilfe der Landesregierung ist es der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen in den vergangenen Jahren gelungen, ein einzigartiges keramisches Gründerzentrum zu etablieren. Anders als Technologiezentren ohne Fokussierung auf ein Leitthema, wendet sich das CTC ganz konkret an Spezialisten aus dem Bereich der keramischen Technologien und Werkstoffe. Betreiber des CTC ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kannenbäckerstadt, eine hundertprozentige Tochter der Stadt Höhr-Grenzhausen. Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft und damit auch des CTC ist heute Jürgen Johannsen. Seit dem Start im Jahr 2003 wurden im CTC mittlerweile sechs neue Unternehmen mit rund 50 Arbeitsplätzen gegründet und damit ein wichtiger Beitrag zur Stärkung des Keramikstandortes geleistet.

Der traditionelle Werkstoff Keramik wird immer mehr für die Gestaltung innovativer Produkte verwendet. Daraus ergeben sich nicht nur für Gründer mit wissenschaftlichem Hintergrund faszinierende Marktchancen zum Aufbau eines eigenen Unternehmens. Um hierfür die Voraussetzungen in einem technologieorientierten Marktumfeld zu schaffen, wurde das CeraTechCenter konzipiert. „Im CTC begleiten wir innovative Unternehmen intensiv in jeder Phase von der Geschäftsidee bis hin zur Etablierung am Markt“, verdeutlicht Johannsen. Als zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Thema Existenzgründung richtet sich das CTC an alle Gründer und technologieorientierte Unternehmen, insbesondere aber solche aus dem keramischen Sektor. Auch Hochschulabsolventen und Firmen, die entsprechende Bereiche auslagern wollen, sind willkommen.

Vorteilhaft sind auch die keramischen Synergien am Standort Höhr-Grenzhausen. So ist das CTC eingebunden in das Netzwerk des Innovationsclusters Metall-Keramik-Kunststoff. Um Existenzgründern ein Optimum an fachlicher Kompetenz bieten zu können, besteht eine enge Kooperation mit dem Forschungsinstitut für anorganische Werkstoffe Glas/Keramik (FGK) und dem Fachbereich Ingenieurwesen Fachrichtung Werkstofftechnik Glas und Keramik der Fachhochschule Koblenz. Beide unterstützten sowohl Gründer als auch Unternehmen im Bereich Forschung und Entwicklung bei der erfolgreichen Umsetzung ihrer jeweiligen Vorhaben. Das dort angesiedelte Fachwissen sowie die vorhandene Geräteausstattung können als Dienstleistung in Anspruch genommen werden, was wiederum Investitions- und Personalkosten niedrig hält. Alle drei Institutionen befinden sich auf einem Campus. Die übrigen Einrichtungen des Bildungs- und Forschungszentrum Keramik in Höhr-Grenzhausen stehen ebenfalls hilfreich zur Seite.

Das Leistungsspektrum ist umfassend angelegt und beinhaltet neben der Vermietung von Büro-, Labor- und Produktionsräumen auch technisches Gerät für Forschung und Entwicklung sowie zur Herstellung von Prototypen und Kleinserien. Im CTC können etliche Vorhaben umgesetzt werden, wie beispielsweise die Herstellung von Pulvern, die Einführung neuer Formgebungsverfahren, die Präzisionsbearbeitung von Keramik mit Diamantwerkstoffen oder die Herstellung von Messgeräten mit keramischen Hochleistungssensoren. Allen im CTC ansässigen Firmen stehen ein zentraler Empfang und repräsentative Konferenz- und Besprechungsräume zur Verfügung. Sachkundige Beratung in technologischen und betriebswirtschaftlichen Fragen, tatkräftige Hilfe bei der Beschaffung von Fremdkapital und staatlichen Fördermitteln sowie zahlreiche Veranstaltungen und Seminare runden das Programm ab.

Die Gebäude des CTC verfügen über eine Gesamtnutzfläche von rund 3.000 Quadratmetern. Hinzu kommen 360 Quadratmeter gemeinsam nutzbare Fläche für technische Infrastruktur und ein großer Ofenraum. Die Flächen sind modern eingerichtet und die Werkstätten mi ISDN-Anschlüssen, Starkstrom, Gas und Druckluft ausgestattet. Je nach Wunsch können Einheiten in Größen ab 120 Quadratmeter angemietet werden, wobei die Mietpreise moderat ausfallen. So zahlen Unternehmer in den ersten drei Jahren einen Quadratmeterpreis von nur fünf Euro.

Seit einigen Jahren veranstalten Fachhochschule, FGK und CTC für Wissenschaft, Forschung und Praxis das Höhr-Grenzhäuser Keramik-Symposium, das in diesem Jahr am 29. und 30. September zum sechsten Mal stattfindet. Die diesjährige Tagung widmet sich der Thematik „Grenzflächen und Oberflächenbeschichtungen“ mit den Schwerpunkten Struktur, Charakterisierung und Eigenschaften. Interessenten finden weitere Informationen unter www.ceratechcenter.de und www.keramiksymposium.de.

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