(openPR) „Zu Ehren von Peter Bares“ – ist einer der Konzerttitel, die auf den musikalischen Schwerpunkt „Gesang“ der siebten Kölner Musiknacht hinweisen. Unter den rund 100 Konzerten an 25 Konzertorten der Stadt gedenken in der Kunst-Station St. Peter zwei Konzerte des unvergessenen Organisten und Komponisten neuer Orgelmusik Peter Bares, der in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag begangen hat. Zwischen 1992 und 2008 verwandelte Peter Bares die Kirche Sankt Peter in Köln zu einem auf- und anregenden Treffpunkt nicht nur für die Freunde Neuer Musik.
Geboren wurde Bares am 16. Januar 1936 in Essen-Borbeck. Sein Kirchenmusikstudium absolvierte er an der Folkwang-Hochschule in Essen. Er wirkte zunächst als Organist in Essen und Düsseldorf und von 1960 bis 1985 als Kirchenmusiker in Sinzig, wo er 1976 die Internationalen Studienwochen für Neue Geistliche Musik Sinzig initiierte. 1992 wechselte er an die Kunst-Station St. Peter Köln. Seine Interpretationen wurden durch Rundfunkaufnahmen – nicht zuletzt durch den WDR – dokumentiert. Konzertreisen führten ihn u.a. nach Warschau und Krakau, nach Wien und Harlem, nach Paris und Santiago de Compostela.
Als Verfechter einer Erneuerung der kirchenmusikalischen Sprache aus dem Geist der Gregorianik und unter Einbeziehung aller Mittel der Neuen Musik wirkte Bares besonders wegweisend in der Chormusik, wenngleich sich sein Engagement nicht nur auf die Chorwerke, sondern auch auf die Orgelmusik und daraus resultierend den Orgelbau bezog. Hatte er in seinem Heimatort Sinzig in der Peterskirche die dortige Walcker-Orgel durch Ergänzungen von Schlagwerkregistern, einer spanischen Trompetenbatterie, einer Tastenfessel und eigens zusammengesetzten Mixturen und entlegenen Obertönen noch zu einem beispielhaften Klangkörper umgebaut, so kam es 2004 in St. Peter in Köln zu einem konsequenten Neubau der Orgel im Sinne der neuen geistlichen Musik.
In der Kölner Musiknacht 2011, in deren Fokus die menschliche Stimme und der Gesang stehen, lässt das Belcanto Ensemble unter Leitung von Dietburg Spohr die Bares-Ära mit Vokalvertonungen aufleben, sein Nachfolger Dominik Susteck spielt an der von Bares konzipierten Orgel in Sankt Peter freie Toccaten und Fantasien des Jubilars. Die Frankfurterin Dietburg Spohr ist Peter Bares seit seinen aktiven Jahren in Köln persönlich bekannt, führte mit ihrem Ensemble seine Werke auf. Dominik Susteck ist Nachfolger von Peter Bares in der Kunst-Station St. Peter Köln und damit Initiator der beiden Konzerte.
10. September 2011
Kunst-Station St. Peter
21 Uhr und 22 Uhr
Tickets für alle Konzerte des Abends 15 €, erhältlich an allen Stationen.











