(openPR) Hamburg. - Bei jedem Medienbericht über Verwechslung von Gliedmaßen oder vergessenem Operationsbesteck fragt sich der Laie, wie dies geschehen kann. In einem Pilotprojekt der Initiative für Patientensicherheit der Weltgesundheitsorganisa-ion (WHO) hat sich gezeigt, dass eine einfache OP-Checkliste Komplikationen und Todesfälle vermeiden kann – kleine Maßnahme, große Wirkung.
Nach den Vorgaben der WHO-Initiative „Safe surgery saves live“ werden in der Hamburger Klinik in regelmäßigen Abständen die Checklisten in der Chirurgie überarbeitet. Denn trotz hoher Sicherheitsstandards in den OP-Sälen kann es vorkommen, dass durch Unachtsamkeit oder mangelnde Kommunikation im Operationsteam vergessen wird, wichtige Informationen über den Patienten weiterzugeben. Im Juli 2011 ist nun eine überarbeitete Version der Chirurgie-Checkliste in Kraft getreten, die für noch mehr Patientensicherheit sorgen soll. Geschäftsführer Christian Ernst betont: „Fehler, Verwechselungen oder Unachtsamkeiten sollen in der Facharztklinik von vorneherein ausgeschlossen werden.“
Als Vorbild dient die Luftfahrt, in der traditionell mit Checklisten gearbeitet wird. Ähnlich wie beim Check vor Start oder Landung eines Flugzeugs wird in drei Abschnitten vor Einleitung der Narkose, vor dem ersten Hautschnitt und bevor der Patient den Operationssaal verlässt, stichpunktartig alles überprüft, was zu einer Gefährdung des Patienten führen könnte. Der Fragenkatalog reicht von „Patient bestätigt seine Identität und Art und Ort des geplanten Eingriff“ bis zur „Vollständige Zahl von Instrumenten, Tupfer, Bauchtüchern.“ Ein Verantwortlicher sorgt dafür, dass die Checkliste eingehalten und etwa Versäumtes nachgeholt wird. Er unterschreibt mit Namen und bürgt so für die Einhaltung der Check-Liste. „Wir haben gute Erfahrungen mit diesem Verfahren gemacht“, so Christian Ernst. „Es bedeutet für alle mehr Sicherheit – für Patienten und Ärzte.“











