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»Poète maudit« Charles Baudelaire. Eine Hommage zum 144. Todestag

11.08.201117:55 UhrKunst & Kultur
Bild: »Poète maudit« Charles Baudelaire. Eine Hommage zum 144. Todestag

(openPR) Am 31. August jährt sich zum 144. Mal der Todestag von Charles Baudelaire. Jitter. Magazin für Bildkultur ehrt den Dichter der »Blumen des Bösen«, bedeutenden Kunstkritiker und Theoretiker der Moderne mit einer Hommage.

Baudelaire gilt als Prototyp des »Poète maudit«, des verfemten Dichters, der, von der Gesellschaft ausgestoßen, seinerseits nur Verachtung für diese aufbringt, da sie in seinen Augen ihr Dasein unterwürfig dem zweckrationalen Handeln verpflichtet. Zur Zerstreuung sucht sie die billigen und oberflächlichen Vergnügen, ihr Leben ist ästhetischer Notstand und sie weiß es nicht einmal. Erkenntnis durch ästhetische Reflexion wird gar nicht erst angestrebt, das Dichterwort ist für sie wertlos; er wiederum hält sie seines Werks für unwürdig.



Dieser Mythos gewordene »Poète maudit« bildet den Ausgangspunkt der künstlerischen und theoretischen Auseinandersetzung mit Leben und Werk Baudelaires in Bild, Performance, Vortrag, Lesung und Künstlergespräch.

Gezeigt werden Arbeiten von 11 Künstlern aus den Bereichen Illustration, Comic und Street Art. Man erkennt in ihnen Nachfahren des von Baudelaire so geschätzten Zeichners Constantin Guys, den er in seinem berühmten Essay »Der Maler des modernen Lebens« portraitiert hat. Baudelaire war mit den wichtigsten Künstlern seiner Zeit bekannt, umso überraschender ist es, dass er dem heute vergessenen Guys, der in erster Linie Illustrator war, vor allen anderen zusprach, mit seiner Kunst das Wesen des modernen Lebens erfasst zu haben.

»Die Modernität ist das Vergängliche, das Flüchtige, das Zufällige, die eine Hälfte der Kunst, deren andere Hälfte das Ewige und Unwandelbare ist.« Diese Formulierung gehört wohl zu Baudelaires berühmtesten. Das moderne Leben, das großstädtisch ist, wandelbar und flüchtig, hat mit ihm erst Eingang in die Poesie gefunden. Der Performance-Künstler Richard Rabensaat verbindet in seiner aktuellen Arbeit die Dialektik des Vergänglichen und Ewigen mit einem anderen großen Baudelaire-Thema, das von dem der Kunst kaum zu trennen ist: der Frau.

Dem Wort des Dichters leiht Henrik Wöhler seine Stimme. Der für den Grimme-Preis nominierte Autor und Sprecher wird am 09. September aus den »Blumen des Bösen« und anderen, zu Unrecht weniger bekannten Texten Baudelaires vortragen. Martin Zitzmann (Orgel) und Rainer Schmidt (E-Gitarre) improvisieren dazu die passenden Klänge.

Für das Künstlergespräch greifen wir Baudelaires ästhetische Theorie auf. Schönheit war für ihn ein zentraler Begriff und künstlerisches Ideal – heute wird sie eher dem Design zugeordnet. Seinen wiewohl eigenwilligen Schönheitsbegriff hat er in dem berühmten Gedichtband »Blumen des Bösen« zum Leuchten gebracht, die bis heute »strahlen und funkeln wie Sterne«, wie Victor Hugo einst urteilte. Der leidenschaftliche Bilderdenker Baudelaire hatte auch eine besondere Wertschätzung für die künstlerische Grafik. Neben Constantin Guys bewunderte er die Radierungen Charles Meryons, er schrieb über Karikatur, war mit Honoré Daumier und dem belgischen Zeichner Felicien Rops befreundet. Illustration war für Baudelaire mehr als eine schmückende Beigabe zum Text, was zugleich für uns die Frage, wie eine zeitgemäße Illustration zu poetischen Texten aussehen kann, aufwirft.
Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Programm

Freitag, 26. August ab 19 Uhr
Ausstellungseröffnung mit einer Einleitung von Andreas Rauth

Freitag, 02. September ab 19 Uhr
Künstlergespräch
»Baudelaire und die Bilder. Bilder zu Baudelaire.«

Freitag, 09. September ab 19 Uhr
Performance
Richard Rabensaat
Baudelaire: gelesen und vertont. Der Autor und Sprecher Hans Henrik Wöhler leiht dem Wort des Dichters seine Stimme. Martin Zitzmann (Orgel) und Reiner Schmidt (E-Gitarre) improvisieren dazu.

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