(openPR) Die FDP-Fraktion Bochum begrüßt die Rechtssicherheit im nordrhein-westfälischen Schulsystem, die durch den Mitte Juli gefassten Schulkompromiss eingetreten ist. Das vorgelegte Modell der Sekundarschule hat neben Unterschieden auch einige Übereinstimmungen zum liberalen Konzept der 'regionalen Mittelschule'.
"Nicht alle beschlossenen Inhalte entsprechen aus Sicht der Bochumer Liberalen guter Schulpolitik", so Heiko Fröhlich, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion. "Allerdings können sich weder das Land noch die Stadt Bochum einen weiteren Streit um die richtige Ausgestaltung der Schullandschaft leisten. Der Handlungsdruck und der damit einhergehende Zwang zu Entscheidungen sind dafür zu groß geworden."
"Die Entscheidungen dürfen dabei nicht unnötig auf die lange Bank geschoben werden. Bochum muss die Schulentwicklungsplanung möglichst schnell wieder angehen", so Fröhlich weiter. "Die Vielfalt des Angebotes bei den weiterführenden Schulen sollte sich möglichst flächendeckend in Bochum widerspiegeln. Es ist nicht akzeptabel, dass einige Schüler einen Schulweg von bis zu einer Stunde auf sich nehmen müssen, um an die gewünschte Schulform zu gelangen. Wir brauchen passgenaue Lösungen für die einzelnen Stadtteile."
Darüber hinaus sind den Liberalen zufolge Schulschließungen im Sekundarschulbereich weiterhin ohne Alternative. Fröhlich: "Bochum kann es sich nicht länger leisten, Geld in leer stehenden Schulraum zu investieren. Hier müssen Schulschließungen Gelder freisetzen, die den gesicherten Schulstandorten zukommen sollten. Dennoch müssen bei solchen Maßnahmen die pädagogischen Aspekte stets Vorrang haben."
Die FDP-Fraktion sieht das Modell der Gemeinschaftsschule für gescheitert an. "Die gegenwärtigen Entwicklungen haben klar gezeigt, dass diese Schulform bereits vor ihrem Start ein Auslaufmodell ist. Die Gemeinschaftsschule Bochum Mitte sollte daher in eine Sekundarschule umgewandelt werden", so Fröhlich abschließend.













