(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Die Rohölpreise haben sich bis zum Nachmittag konstant präsentiert. Im Tagesverlauf änderten sie sich kaum; bei Redaktionsschluss kostete das Barrel US-Leichtöl (WTI) rund 98 Dollar; Nordseeöl (Brent) lag bei 118 Dollar. Viele Anleger warten in einem von Finanzproblemen überschatteten Markt auf richtungsweise Impulse. Entscheidungen fallen derzeit schwer: Denn eine zwingende Preisentwicklung ist laut esyoil-Analyst Dr. Klaus Bergmann nicht absehbar. Die Möglichkeit extremer Störungen auf den Märkten der Finanz- und und Realwirtschaft sei zu groß.
Während zu Wochenbeginn neben den obligatorischen Griechen auch die Italiener in die Schlagzeilen über marode Staatsfinanzen gerieten, nahm der jüngste Akt des globalen Trauerspiels in den USA seinen Lauf. Republikaner und Demokraten konnten sich noch immer nicht über eine Anhebung der US-Schuldengrenze einigen. In der Folge kündigte eine der Ratingagenturen, die die Bonität von Staaten einschätzen, an, die Einstufung des Landes zu überprüfen. Die Märkte reagierten einmal mehr mit Verunsicherung, der Dollar gab nach. Mit fundamentalen Kriterien, so Analysten, hat das Börsengeschehen derzeit sowieso wenig zu tun.
Auf den Heizölmarkt bezogen, hält Bergmann indes eine Phase stetiger Preisentwicklung für ausgeschlossen: Die Unsicherheit und das „Alles ist möglich“ wird in absehbarer Zeit kaum aus dem Preisgeschehen verschwinden." Für heute meldete der Handel derweil nur leichte Preisanpassungen bei schwachen Umsätzen. Sommerliche Temperaturen und hohe Kosten lassen die Verbraucher abwarten. Der Erhebung von Brennstoffspiegel und mineralölrundschau zufolge senkte sich der Preis für die 100-Liter-Partie einer Gesamtlieferung von 3.000 Litern Heizöl EL um 35 Cent auf 85,63 Euro. Das bisherige Jahreshoch wurde mit 88,95 Euro erreicht; im Mittel des Monats Juli liegt Heizöl bei 83,01 Euro.
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Frank Urbansky
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