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Musikalisches Pilgern zu jüdischen Stätten des Notenspur-Projekts

30.06.201117:30 UhrKunst & Kultur
Bild: Musikalisches Pilgern zu jüdischen Stätten des Notenspur-Projekts
Gedenkstein am Ort der zerstörten Synagoge Gottschedstraße. Foto: Werner Schneider
Gedenkstein am Ort der zerstörten Synagoge Gottschedstraße. Foto: Werner Schneider

(openPR) Leipzig, Juni 2011 – Zum Abschluss der Jüdischen Woche gestalten der Notenspur-Förderverein und der Kammerchor Josquin des Préz am 3. Juli gemeinsam ein Wandelkonzert an drei jüdischen Stationen des Leipziger Notenbogens. Start des Stationskonzerts ist um 15 Uhr am Mendelssohn-Denkmal an der Thomaskirche. Nächste Station ist um 16 Uhr der Standort der zerstörten orthodoxen Ez-Chaim-Synagoge in Apels Garten und um 17 Uhr die Gedenkstätte der ehemaligen liberalen Synagoge in der Gottschedstraße.



Die Konzerte machen einen wichtigen Teil der Leipziger Musikgeschichte, der durch die Judenverfolgung im Nationalsozialismus ausgelöscht wurde, an geschichtlich bedeutsamen Orten hörbar. Unter Leitung von Philipp Goldmann singt der Kammerchor Josquin des Préz Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Arnold Mendelssohn, Salomon Sulzer und Louis Lewandowski u.a..

Werner Schneider, Initiator der Leipziger Notenspur, sieht das Wandelkonzert als einen Auftakt, die jüdischen Stationen des Notenspur-Projektes mit Musik zu beleben. „Nachdem die Stimme unserer einstigen Mitbewohner durch die Vertreibung erloschen ist, kommt dadurch ihre persönlichste Sprache, die Musik, unter uns wieder zum Klingen“, so Werner Schneider. Das Stationskonzert wird keine Einzelaktion bleiben, sondern bildet den Auftakt eines Anliegens, das die Notenspur-Initiative beständig zu pflegen beabsichtigt. Unterstützt wird sie in diesem Vorhaben vom Ariowitsch-Haus und dem Bürgerverein Kolonnadenviertel. Dieser hat sich unter dem Leitgedanken „Die Würde deines Nächsten sei dir so kostbar wie deine eigene“ schon vor Jahren für ein Zeichen des Gedenkens am Ort der zerstörten Ez-Chaim-Synagoge eingesetzt. Der Vorsitzende Günter Vetterlein meint dazu: „Die jüdische Geschichte im Kolonnadenviertel ist Teil unseres kulturellen Erbes, das es zu bewahren gilt. Aber auch die schlimmen Folgen nationalsozialistischer Unkultur sind Teil unserer Geschichte, die wir nicht vergessen dürfen, damit für Rassismus, Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit kein Platz bleibt.“

Mit dem Ariowitsch-Haus plant der Notenspur-Förderverein für November ein Konzert mit Musik jüdischer Leipziger Komponisten. Das Ensemble Amarcord und das Leipziger Klavierquartett gehören zu den prominenten Interpreten. Für Werner Schneider ist es wichtig, die Musik mit den Erinnerungsorten Leipzigs zu verbinden: „Damit wollen wir zeigen, dass die Komponisten nicht im Olymp der Kunst gelebt haben, sondern unsere Nachbarn waren, Leipziger wie wir, die uns heute fehlen“

Die drei jüdischen Gedenkorte des Stationskonzerts liegen allesamt am Notenbogen. Dabei handelt es sich um einen die Leipziger Notenspur ergänzenden musikalischen Stadtspaziergang, bei dem die Zeit des ausgehenden neunzehnten und beginnenden zwanzigsten Jahrhunderts im Mittelpunkt steht. Die Notenspur-Initiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, das herausragende musikalische Erbe der Stadt sichtbar und erlebbar zu machen.

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