openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Razzia bei Sanofi-Aventis wegen Bestechungsverdachts

24.06.201111:18 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Staatsanwaltschaft Verden ermittelt gegen hochrangige Pharmamanager wegen Verdacht auf Bestechung, falscher Verdächtigung und Beihilfe zur Untreue zum Nachteil der MTI GmbH

Die Staatsanwaltschaft Verden hat am 16.6.2011 aufgrund einer Strafanzeige der Multi Trade International GmbH (MTI) u.a. wegen Bestechung, falscher Verdächtigung sowie Beihilfe zur Untreue die Geschäftsräume der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH sowie der Floki GmbH durchsucht.



Sanofi-Aventis hatte zuvor den Pharma-Großhändler MTI seit vielen Jahren mit Medikamenten beliefert und steht nun im Verdacht, systematisch den mit dem MTI-Einkauf beauftragten Wolfgang T. bestochen zu haben.

MTI entdeckte die Bestechung erst dadurch, dass Sanofi-Aventis gegen die Geschäftsführung der MTI am 27.7.2010 eine nachweislich unzutreffende Strafanzeige wegen Betrugs erstattet hatte.

Sanofi-Aventis hatte der MTI vorgeworfen, Medikamente, die angeblich für Hilfszwecke im Ausland bestimmt waren, stattdessen an deutsche Großhändler verkauft zu haben. Die MTI hätte aufgrund ihrer Großhandelslizenz nur als „Abwicklungshelfer“ für die Hilfsorganisation „Viva Westfalen hilft e.V.“ agieren sollen. Durch den Verkauf der Medikamente in der BRD sei nicht nur Sanofi-Aventis und die NGO wegen der gewährten Rabatte betrogen worden, sondern es seien auch öffentliche Hilfsgelder von Bundesministerien veruntreut worden.

Bei der internen Untersuchung des Vorgangs durch Anwälte der MTI konnte nachgewiesen werden, dass die erhobenen Vorwürfe haltlos sind. Denn tatsächlich nutzte Sanofi-Aventis MTI bewusst als Zwischenglied, um unter der Legende der Belieferung von „Viva e.V.“ z.B. beinahe abgelaufene Medikamente („Ramschware“) in den deutschen Markt „drücken“ zu können, ohne hiermit unmittelbar in Verbindung gebracht werden zu können. Durch diesen „camouflierten Sekundärmarkt“ vermied Sanofi-Aventis einen „Preisrutsch“ bei den bekanntlich in Deutschland besonders hohen Medikamentenpreisen auf dem „Primärmarkt“ und sparte eine teure Abschreibung und Entsorgung der „Ramschware“.

Dass Sanofi-Aventis niemals an Hilfslieferungen glaubte, zeigt sich daran, dass auch große Mengen z.B. an Fußpilzsalbe und Anti-Depressiva geliefert worden sind, die als Hilfsgüter völlig ungeeignet waren und auch nicht in der sog. „Essential Drug List“ der WHO aufgeführt sind. Zudem waren die Packungen und Beipackzettel in deutscher Sprache und daher im Ausland unbrauchbar. Des Weiteren erwähnt die offizielle Broschüre des humanitären Programms „Zugang zu Medikamenten“ von Sanofi-Aventis eine Reihe von NGO, nicht jedoch „Viva e.V.“. Schließlich ergeben auch Schmiergeldzahlungen in Millionenhöhe an den Vereinsvorsitzenden T. für angeblich humanitäre Lieferungen keinen Sinn. Nachweise über die gezahlten „Provisionen“ hatte ein MTI-Anwalt während der Untersuchung zufällig gefunden .

Die Staatsanwaltschaft Stade hatte daher das Ermittlungsverfahren gegen den Geschäftsführer der MTI in der vergangenen Woche erwartungsgemäß mangels Tatverdachts eingestellt.

Auf die am 20.12.2010 von MTI erstattete Strafanzeige hatte dagegen die Staatsanwaltschaft Verden ein Ermittlungsverfahren gegen hochrangige Manager von Sanofi-Aventis und der Floki GmbH sowie Wolfgang T. eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft bewertet die Zahlungen an Wolfgang T. u.a. als Bestechung im geschäftlichen Verkehr gem. § 299 StGB sowie als Untreue durch T zum Nachteil der MTI. Des Weiteren wird gegen Sanofi-Aventis-Manager hinsichtlich der unrichtigen Strafanzeige wegen falscher Verdächtigung ermittelt. Denn trotz der jahrelangen beanstandungsfreien Geschäftsbeziehung hatte Sanofi-Aventis der MTI nicht einmal die Gelegenheit zur Stellungnahme gewährt. Noch ungeklärt ist der Verdacht der Steuerhinterziehung wegen eines möglichen Verstoßes gegen das steuerliche Abzugsverbot von Schmiergeldzahlungen.

MTI hat durch das Verhalten der Verantwortlichen der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, der Floki GmbH und ihres mit dem Einkauf Beauftragten Wolfgang T. große wirtschaftliche Einbußen erlitten und ihren Geschäftszweig Pharmagroßhandel aufgrund des Reputationsschadens praktisch verloren.

Das Unternehmen hat eine auf solche Schäden spezialisierte Kanzlei in Frankfurt sowie ein renommiertes Anwaltsbüro in New York mit der Geltendmachung des ihr entstandenen Schadens beauftragt.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 548831
 2277

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Razzia bei Sanofi-Aventis wegen Bestechungsverdachts“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Multi-Trade-International GmbH

MTI kündigt Liefervertrag und fordert von Sanofi-Aventis Schdensersatz in Millionenhöhe
MTI kündigt Liefervertrag und fordert von Sanofi-Aventis Schdensersatz in Millionenhöhe
Seevetal, 26.6.2011 - MTI fordert von Sanofi-Aventis wegen der Schmiergeldzahlungen an den MTI-Einkaufsbeauftragten Wolfgang T. sowie aufgrund der unrichtigen Strafanzeige des Konzerns Schadensersatz. Nachdem die Staatsanwaltschaft Verden am 16.6.2011 bundesweit 17 Objekte, darunter die Sanofi-Konzernzentrale, wegen des Verdachts der Bestechung des MTI-Einkaufsbeauftragten Wolfgang T. durchsucht hatte, verlangt MTI nun von dem Konzern Schadensersatz in Millionenhöhe. Auch die Staatsanwaltschaft wirft dem Konzern vor, die Legende von Hilfslie…
Staatsanwaltschaft stellt Verfahren gegen MTI-Geschäftsführer mangels Tatverdacht ein
Staatsanwaltschaft stellt Verfahren gegen MTI-Geschäftsführer mangels Tatverdacht ein
Staatsanwaltschaft stellt Verfahren gegen MTI-Geschäftsführer mangels Tatverdacht ein und erhebt schwere Vorwürfe gegen Sanofi-Aventis Staatsanwaltschaft Stade bestätigt, dass NGO-Belieferung Legende war und Sanofi-Aventis von einem Verkauf in der BRD ausging. Die Staatsanwaltschaft Stade hat am heutigen Tage förmlich die Einstellung des durch die Strafanzeige von Sanofi-Aventis ausgelösten Ermittlungsverfahrens gegen den MTI-Geschäftsführer mangels Tatverdachts bekannt gegeben. Der Bescheid liegt der MTI vor. Der Einstellungsbescheid verw…

Das könnte Sie auch interessieren:

Sanofi steuert in Deutschland mit QlikView
Sanofi steuert in Deutschland mit QlikView
Düsseldorf, 8. September 2011 – Die Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, die deutsche Tochtergesellschaft des Pharmakonzerns Sanofi, plant QlikView für ein flexibles Reporting für Management, Marketing und Vertrieb einzusetzen. Mit der Software aus dem Hause QlikTech (NASDAQ: QLIK), einem der führenden Unternehmen im Bereich Business Discovery, sprich anwendergesteuerter …
direct/ FAZ: Sanofi-Aventis: Kein Personalabbau in Frankfurt
direct/ FAZ: Sanofi-Aventis: Kein Personalabbau in Frankfurt
Der französische Arzneimittelhersteller Sanofi-Aventis wird auch in diesem Jahr wieder rund 200 Millionen Euro in seinen Standort Frankfurt-Höchst investieren. Dies sagte der Konzernpersonalvorstand Heinz-Werner Meier der Frankfurter Allgemeinen Zeitung/Rhein-Main-Zeitung. Meier trat gleichzeitig dem Gerücht entgegen, Sanofi-Aventis wolle Stellen in …
Neue eRecruiting-Software taloom bei Sanofi-Aventis in Betrieb
Neue eRecruiting-Software taloom bei Sanofi-Aventis in Betrieb
Berlin – Vergangenen Montag löste beim Pharmaunternehmen Sanofi-Aventis die eRecruiting-Software taloom das bisherige Bewerbermanagementsystem ab. Mit dem Wechsel zum Anbieter softgarden können die Anfoderungen künftig besser erfüllt werden. Externe und interne Bewerber via taloom zu verwalten bringt für das Unternehmen einen wichtigen Schritt in Richtung …
In Deutschland setzt Sanofi-Aventis auf Rechnungsverarbeitungslösung von ReadSoft
In Deutschland setzt Sanofi-Aventis auf Rechnungsverarbeitungslösung von ReadSoft
… Erfassungs- und Verarbeitungsprozess von 230.000 Rechnungen pro Jahr automatisiert Frankfurt / Neu-Isenburg, 27. September 2007 - Gleich mehrere Ziele verfolgte die Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Tochtergesellschaft eines der weltweit führenden Pharmaunternehmen und der Nummer Eins in Europa, bei der Einführung der Rechnungsverarbeitungslösung DOCUMENTS …
Staatsanwaltschaft stellt Verfahren gegen MTI-Geschäftsführer mangels Tatverdacht ein
Staatsanwaltschaft stellt Verfahren gegen MTI-Geschäftsführer mangels Tatverdacht ein
Staatsanwaltschaft stellt Verfahren gegen MTI-Geschäftsführer mangels Tatverdacht ein und erhebt schwere Vorwürfe gegen Sanofi-Aventis Staatsanwaltschaft Stade bestätigt, dass NGO-Belieferung Legende war und Sanofi-Aventis von einem Verkauf in der BRD ausging. Die Staatsanwaltschaft Stade hat am heutigen Tage förmlich die Einstellung des durch die Strafanzeige …
Hugin/FAZ: Sanofi-Aventis investiert weniger in Frankfurt-Höchst
Hugin/FAZ: Sanofi-Aventis investiert weniger in Frankfurt-Höchst
Der französische Arzneimittelhersteller Sanofi-Aventis will in diesem Jahr rund 180 Millionen Euro in seinen zentralen deutschen Standort im Industriepark Frankfurt-Höchst investieren. Dies teilte eine Sprecherin der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH der Rhein-Main-Zeitung mit. Die Planzahl entspricht einer Kürzung um etwa zehn Prozent im Vergleich zur …
MTI kündigt Liefervertrag und fordert von Sanofi-Aventis Schdensersatz in Millionenhöhe
MTI kündigt Liefervertrag und fordert von Sanofi-Aventis Schdensersatz in Millionenhöhe
Seevetal, 26.6.2011 - MTI fordert von Sanofi-Aventis wegen der Schmiergeldzahlungen an den MTI-Einkaufsbeauftragten Wolfgang T. sowie aufgrund der unrichtigen Strafanzeige des Konzerns Schadensersatz. Nachdem die Staatsanwaltschaft Verden am 16.6.2011 bundesweit 17 Objekte, darunter die Sanofi-Konzernzentrale, wegen des Verdachts der Bestechung des MTI-Einkaufsbeauftragten …
Bild: PEIX PHARMA gestaltete neuen Werbeauftritt für Sanofi SpineBild: PEIX PHARMA gestaltete neuen Werbeauftritt für Sanofi Spine
PEIX PHARMA gestaltete neuen Werbeauftritt für Sanofi Spine
… 6. Jahrestagung der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft im Dezember 2011 in Hamburg in Staunen versetzte. Sanofi Spine, die Business Unit für Wirbelsäulenprothetik der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, sorgte mit neuem CD und kreativem Präsentationskonzept für einen gelungenen Auftritt. Das Gesamtkonzept verantwortete die Berliner Agentur PEIX PHARMA. „Schwarz, …
Bild: Thomas Stuke wird Geschäftsführer von Bplus – Medical MarketingBild: Thomas Stuke wird Geschäftsführer von Bplus – Medical Marketing
Thomas Stuke wird Geschäftsführer von Bplus – Medical Marketing
… Bplus. Seit April 2010 unterstützt Thomas Stuke als Medical Consultant das Bplus-Team und betreut Projekte namhafter Unternehmen aus der Pharmaindustrie wie u. a. Sanofi-Aventis, Pfizer und Roche. Seine Schwerpunkte liegen im strategischen Marketing sowie in der Entwicklung neuer Kommunikationsmöglichkeiten für den Vertrieb. Thomas Stuke: „Ich freue …
Tuberkulose im Fokus: NetFederation erstellt neue Website für das „Nelson Mandela Aventis Project for Combating TB“
Tuberkulose im Fokus: NetFederation erstellt neue Website für das „Nelson Mandela Aventis Project for Combating TB“
… Free“ ist deshalb eine zielgerichtete Aufklärungs- und Präventivarbeit. Die Organisation mit Sitz in Südafrika wurde von der Aventis Foundation, der Nelson-Mandela-Stifung und Sanofi-Aventis initiiert. Die Arbeit besteht in der allgemeinen Aufklärung über Tuberkulose, gestützt auf das Ziel einer umfassenden Ansprache und Sensibilisierung der betroffenen …
Sie lesen gerade: Razzia bei Sanofi-Aventis wegen Bestechungsverdachts