(openPR) Das Team von Vorleser.net arbeitet daran, immer mehr wertvolle literarische Texte aus der Vergangenheit als Hörbuch zu vertonen. Zurzeit werden Teile von Karl Mays "Winnetou I" eingesprochen. Das erste Kapitel liegt inzwischen zum kostenlosen Download bereit.
"Lieber Leser, weißt du, was das Wort Greenhorn bedeutet?" Wer auch nur einen kurzen Blick in den Roman "Winnetou I" des Sachsen Karl May wirft, kann einfach nicht mehr aufhören, darin zu lesen. Überaus spannend und mit einem untrüglichen Gespür für blendend erzählte Abenteuer macht Karl May den Wilden Westen so lebendig, dass wir ihn in unserer Fantasie staubig real vor Augen sehen. Die Erlebnisse des jungen Deutschen Charlie, der sich in der Prärie Amerikas den Namen Old Shatterhand verdient, von dem Büchsenmacher Mr. Henry den gleichnamigen Stutzen geschenkt bekommt und der zusammen mit dem jungen Apatschen-Häuptling Winnetou gegen fiese Ganoven kämpft, fesseln auch heute noch Jugendliche ebenso wie Erwachsene.
Die Sprecher von Vorleser.net hatten in den letzten Monaten viele Texte von Autoren eingesprochen, bei denen bereits das Urheberrecht erloschen ist. Meist handelte es sich dabei um kürzere Texte, etwa um Märchen, Erzählungen, Novellen oder Gedichte. "Jetzt ist es endlich so weit: Mit "Winnetou I" von Karl May wagen wir uns erstmals an einen ziemlich dicken Roman.", sagt Johannes M. Ackner, einer der Betreiber von Vorleser.net. Unklar sei noch, ob man "Winnetou I" komplett kostenlos zur Verfügung stellen wird. Ackner: "Die May-Texte sind so schön episodenhaft geschrieben, dass man auch mit einzelnen Kapiteln abgeschlossene Geschichten bekommt."
Der Leipziger Schauspieler Wolfgang Gerber arbeitet zurzeit im Tonstudio an der Umsetzung. Die Einleitung (11:09 Minuten) und das erste Kapitel (51:55 Minuten) sind bereits fertig gestellt und können kostenfrei von der Grimme-Preis-nominierten Homepage herunter geladen (http://www.vorleser.net/html/may.html) werden. Hier erhält der Zuhörer auch die Antwort auf die eingangs gestellte Frage: "Ein Greenhorn geniert sich, seine schmutzigen Stiefel auf die Knie seines Mitpassagiers zu legen und seine Suppe mit dem Schnaufen eines verendenden Büffels hinabzuschlürfen."
Der Text stammt nicht etwa aus der klassischen Reihe des Karl-May-Verlages. "Textgrundlage unseres Hörbuches ist die historisch-kritische Ausgabe der Werke Mays, die Hermann Wiedenroth heraus gegeben hat.", sagt Ackner. Diese Ausgabe greife - je nach Überlieferungslage - auf Erstdrucke, autorisierte Nachdrucke und Ausgaben letzter Hand zurück. Denn obwohl Karl May 1912 gestorben und sein Werk damit gemeinfrei sei, dürfe man die Ausgaben des Karl-May-Verlages nicht ohne weiteres vertonen.
Wer sich bereit erklärt, an einer kurzen Web-Umfrage (http://www.cbox24.com/?ID=HEznZFmSV) zum Thema Hörbücher teilzunehmen, kann übrigens eine von fünf CD-ROMs mit fast dem gesamten Werk Karl Mays aus der Digitalen Bibliothek von Directmedia (www.digitale-bibliothek.de) gewinnen. (3034 Zeichen, zum kostenlosen Abdruck freigegeben)
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