(openPR) Bühlertal, den 10.06.2011
Recht haben ist das eine. Recht bekommen das andere. Einmal mehr greift diese Binsenweisheit, wenn man sich die Lage nach der Bekanntgabe der Insolvenz bei der City-BKK ansieht. Wir hatten berichtet, dass viele Kassen sich weigerten, Mitglieder der zahlungsunfähigen Krankenkasse aufzunehmen. Juristisch handelten die Kassen damit zwar unzulässig. Sie taten es aber trotzdem. Jetzt erwischt es die Versicherten der Pleite-Kasse kalt von einer anderen Seite. Sie erhalten teilweise keine Leistungen mehr. Wer nicht sofort in eine andere Kasse gewechselt hat, muss jetzt also den nächsten Schock verdauen.
Ungültige Karten
Laut einem Zeitungsbericht warnten mehrere Kassenverbände vor gravierenden Versorgungslücken bei der City-BKK. Die behördlichen Aussagen der jüngsten Vergangenheit hatten noch ganz anders geklungen, die Versicherten müssten sich keine Sorgen machen, alle Leistungen seien gesichert. Dem widerspricht die aktuelle Lage. Demnach bestehe die Aussicht, dass Patienten monatelang keine Leistungen in Anspruch nehmen könnten. Insbesondere laufende Leistungen wie Kranken- oder Pflegegeld würden derzeit nicht überwiesen werden. Was fast als Nebensatz formuliert wurde, kann für die Betroffenen verheerende Folgen haben. Und auch der Besuch beim Arzt kann mit unangenehmen Überraschungen enden. Viele Ärzte behandeln Mitglieder der City-BKK nur noch gegen Privatrechnung. Als Grund führen sie an, dass die Versichertenkarten der Kasse nicht mehr gültig seien.
Nichts wie weg!
Gesundheitsminister Daniel Bahr versuchte, die Gemüter zu beruhigen. Er gehe davon aus, dass ein „nathloser Übergang“ der Leistungen gewährleistet werden könne. Derzeit steht auch die Idee im Raum, die Kasse nicht zum 1. Juli zu schließen, sondern eine Übergangszeit als „City-BKK in Abwicklung“ weiterzuführen, bis alles geregelt ist. Doch wie auch immer die nähere Zukunft aussehen wird, eines scheint immer sicherer zu werden: Je schneller man sich eine neue Krankenversicherung sucht, desto besser ist es. Dabei ist es durchaus sinnvoll, über eine private Krankenversicherung nachzudenken. Denn auch ein Wechsel ist die PKV ist möglich durch diese besondere Situation.
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