(openPR) Während Opal-Imitationen bisher durch Sedimentation von Silica-Partikeln mit anschließender Verfestigung durch Trocknung und Verfüllung des Porenraums mit Kunststoff hergestellt werden, hat Gerald Pauley, Inhaber der australischen Firma Openallday eine völlig neue Herangehensweise entwickelt. Die Herstellung des von openallday unter dem Namen Opalus® als "Simulated Opal" vermarkteten Materials basiert auf der Verwendung von Hologrammen in Kombination mit Beugungsgittern und irisierenden Folien.
Ein Patent zum Verfahren wurde bereits 1995 unter dem Titel "Simulated Opals and Decorative Objects" [1] angemeldet und beschreibt die Fertigung durch einfaches Verkleben mehrerer Schichten holografischer Abbildungen, Lagen von Beugungsgittern und zerknitterten Folien.
Die Imitationen werden in verschiedenen Variationen als mehrfarbige Schwarz- Milch- und Kristallopale, sowie in beliebiger Form und Größe hergestellt. Der Eindruck einer scheinbaren Einzigartigkeit wird durch die Reproduktion von Farbmustern natürlicher Edelopale erreicht. Häufigste Verwendung finden die Imitationen als Cabochons in Standardgrößen von 10x8 bis 18x13mm für Modeschmuck. Ein weiteres Produkt wird als "Simulated Opalised Shells" zu Dekorationszwecken angeboten und stellt eine Nachahmung der auch natürlich in Australien vorkommenden opalisierten Muschelschalen dar.
Hinsichtlich der physikalischen und chemischen Eigenschaften (Härte, Dichte, Brechungsindex, Zusammensetzung) sind die Imitationen nicht mit natürlichen Edelopalen zu vergleichen. Die einzige Gemeinsamkeit beider Materialien ist der strukturell verursachte Farbeffekt. Doch während Edelopale ein ausgeprägtes winkelabhängiges Farbspiel zeigen, sind bei den Imitationen unabhängig von der Betrachtungsrichtung verschiedene Farben zu beobachten.
Aus gemmologischer Sicht sind die Imitationen durch den markanten optischen Eindruck und im Zweifelsfall durch die Messung von Brechungsindex und Dichte problemlos zu identifizieren.
[1] Patent, AU 2061795 (A) "Simulated Opals and Decorative Objects", Gerald Pauley, 1995















