(openPR) Kaum ein Edelstein gelangt auf den Markt, ohne vorher auf irgendeine Weise eine Veredelung erfahren zu haben.
Ob Risse mit Öl, Kunstharz oder Glas durch eine Anpassung des Brechungsindexes maskiert werden oder die Farbe durch Temperatur- oder Diffusionsbehandlung, bzw. durch Bestrahlung "optimiert" wurde, die Möglichkeiten und Methoden sind vielfältig.
Bei Edelopalen ist ein Großteil der üblichen Verfahren nicht anwendbar, da ihr Farbspiel nicht chemischen Ursprungs ist, sondern physikalisch durch das Zusammenspiel von Streuung und Interferenz verursacht wird.
Dennoch wird seit jeher versucht, auch die optischen Eigenschaften dieses Edelsteins zu verändern. Die künstliche Schwarzfärbung von Opalen wird bereits im Jahre 1873 erwähnt (CHAMBERS & CHAMBERS, 1873). Eine Behandlung auf chemischem Wege durch die Karbonisierung von Zucker unter Einwirkung von Schwefelsäure ist heute eine gebräuchliche Methode, um Matrixopalen aus Andamooka (Süd-Australien) eine graue bis schwarze Grundfarbe zu verleihen (BROWN, 1991). Der Nachteil dieser Methode ist die geringe Eindringtiefe, so dass bei Umarbeitung des Steins auch die Behandlung erneut durchgeführt werden muss.
Nun wurde eine neue Methode entwickelt, die Edelopalen, ob als Rohstein oder bereits geschliffen, eine schwarze Grundfarbe verleiht. Der Vorteil des Verfahrens ist, dass der gesamte Stein umgefärbt wird. Ein Nachschliff oder eine spätere Politur matt gewordener Steine ist somit problemlos durchzuführen. Vergleichbar den natürlichen Opalen erhalten diese Edelopale ihre Farbe durch organischen Kohlenstoff.
Nach Änderung der Körperfarbe wird nicht nur der Kontrast im Farbspiel intensiviert, sondern durch Absorption der Mehrfachstreuung auch die Brillanz erhöht.
CHAMBERS, W. & CHAMBERS, R. (1873): Chambers's encyclopaedia: a dictionary of universal knowledge for the people, 7, J.B. Lippincott & Co., Philadelphia.
BROWN, G. (1991): Treated Andamooka Matrix Opal.-Gems & Gemology, 27(2), 100-106.
















