(openPR) Dem von Befürwortern und Planern des Bremerhavener Hafentunnels veröffentlichten Optimismus, bereits im kommenden Jahr mit dem Bau beginnen zu können, wird von der Bürgerinitiative PRO Nordumgehung widersprochen. Wie der Sprecher der Initiative, Egbert Pannier, betonte, bleiben in den ausgelegten Planfeststellungsunterlagen viele Fragen offen. Im Fokus stehen u. a. die bis heute ungeklärte Bau- und Unterhaltungsfinanzierung, ein Variantenvergleich, der sich an den dem aktuellen Kostenrahmen orientiert, zweifelhafte Lärm- und Schadstoffemissions-Berechnungen sowie eine fundierte Kosten-Nutzenanalyse. Letztere ist vor dem Hintergrund der für April gemeldeten Container-Rekordumschlagszahlen (bisheriger Rekord aus 2008 übertroffen) und der zu erwartenden Umverteilungen durch die Inbetriebnahme des Weser-Jade-Ports 2012 längst überfällig – nennenswerte Staus auf der Cherbourger Straße blieben aus. Dazu kommen viele ungeklärte Fragen im Zusammenhang mit der mehr als vierjährigen Bauzeit, u. a. Belastungen durch Umleitungsverkehre, Baustellenrisiken und Erreichbarkeit durch die Rettungsdienste usw. Die Betroffenheit der Bürgerinnen und Bürger wird sich in zahlreichen Einwendungen gegen die Planfeststellung artikulieren, so der Sprecher. Im Falle unzureichender Berücksichtigung bei den weiteren Planungen werden Gerichte das Projekt zu prüfen haben.








