(openPR) Der österreichische Verlag Edition Liaunigg findet in einer sibirischen Bibliothek eine vergessene Märchensammlung.
Bei den Recherchen zum sibirischen Autor Michail Oscharow stieß der Verleger und Übersetzer Erich Liaunigg auf noch unübersetzte Mythen und Legenden der indigenen Völker Sibiriens. Mythen der Ewenken, wie „Das Mammut und die Schlange Tschjabdar“ oder Legenden der Jakuten, wie die über Lesja, suchte man in den großen Sammlungen der Weltmärchen bisher vergebens.
„Das ist ein großer Glücksfall. Denn wir Europäer wissen wenig über diese Völker und ihre große mündliche Erzählkultur“, freut sich Liaunigg.
Die Sammlung enthält außerdem zahlreiche Fabeln, die Parallelen bis zu den Märchen der Gebrüder Grimm ahnen lassen. Die Legenden geben auch einen Einblick in das historische Zusammenleben der sibirischen Völker mit den russischen Händlern im Gebiet des Jenisseis.
„Sibirische Märchen, Mythen und Legenden“ ist bei der „Edition Liaunigg“ 2011 erschienen.
Über den Herausgeber:
Der Autor und Bildhauer Michail Oscharow wurde 1895 in einem kleinen Dorf in Sibirien in der Nähe von Krassnojarsk geboren. Nach dem Studium in Moskau und dem Dienst in der Zarenarmee kehrte er nach Sibirien zurück und begann, bei verschiedenen indigenen Völkern Märchen zu sammeln und aufzuzeichnen. 1937 wurde er während der Stalinsäuberungen hingerichtet.
Über den Illustrator:
Igor Bartschukow lebt und arbeitet in Irkutsk (Sibirien).











