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8. Rummelsberger MS-Symposium: Neue Medikamente geben Anlass zur Hoffnung

24.05.201111:45 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Zum achten Mal fand am vergangenen Samstag das Rummelsberger MS-Symposium im Krankenhaus Rummelsberg statt. Über 70 Gäste nutzten die Gelegenheit, um sich bei verschiedenen Fachvorträgen von Chefarzt Dr. Martin Winterholler und seinen Kollegen über Themen rund um die Multiple Sklerose zu informieren.



„Wir haben ein neues Verständnis der Erkrankung entwickelt“, betonte Chefarzt Dr. Martin Winterholler vor den über 70 Gästen, die vergangenen Samstag zum 8. Rummelsberger Multiple Sklerose-Symposium in die Klinik kamen. Multiple Sklerose würde aufgrund verbesserter Methoden heute früher diagnostiziert. Eine frühe Diagnose ermöglicht auch eine frühe Behandlung – und diese könne die Prognose deutlich verbessern: „Durch eine frühe Behandlung bei ersten Symptomen kann heute bei fast jedem dritten Patienten der Ausbruch des Vollbildes der Erkrankung verhindert werden.“

Dr. Winterholler berichtete in seinem Vortrag auch über neue Erkenntnisse aus der Ursachenforschung: Infektionen in der Kindheit prägen das Immunsystem und damit auch die Wahrscheinlichkeit, eine sogenannte Autoimmunreaktion zu entwickeln. Um nichts anderes handle es sich bei der MS: Das Immunsystem greift körpereigene Strukturen im Nervensystem an, die Myelinscheiden. An diesen entwickelt sich eine Entzündung, die dann zu Nervenschäden und neurologischen Symptomen führt.

Dr. Andrea Ziegler, die seit Anfang des Jahres den Fachbereich Neuroimmunologie an der Neurologischen Klinik leitet, berichtete in ihrem Vortrag über ein neues, erst im April zugelassenes Medikament. Dieses kann als Tablette eingenommen werden - alle bisherigen Arzneimittel müssen gespritzt werden. Aufgrund der Beteiligung an der Zulassungsstudie dieses Medikaments verfügt die Rummelsberger Klinik als einzige in der Region bereits über Erfahrungen. Diese seien laut Dr. Ziegler recht positiv - die Wirkung der Tablette sei den bisherigen Basistherapien überlegen. „Wir können dieses gut wirksame Medikament im Moment jedoch nur bei einzelnen Patienten mit ungünstigem Behandlungsverlauf einsetzen, da wir noch zu wenig über die Langzeiteffekte und Nebenwirkungen wissen“, betonte die Oberärztin.

Im letzten Vortrag des Vormittags beschäftigte sich Alexander Tallner mit Sport und MS: „Sport fördert die Gesundheit, und das auch bei MS-Patienten“, erklärte der in Altdorf lebende Sportwissenschaftler der Universität Erlangen. Tallner beschäftigt sich seit vier Jahren mit den Wirkungen sportlicher Aktivitäten auf die Multiple Sklerose. „Jeder kann es tun, Sie müssen es nur wollen“, lautete seine Botschaft an die Teilnehmer des Symposiums. Tallners Studien zeigen einen positiven Effekt auf die Lebensqualität der MS-Patienten. Ein spezielles Sport- und Trainingstherapieangebot soll künftig in Kooperation mit dem Institut für Sportwissenschaften an der Rummelsberger Klinik angeboten werden.

Die letzte Rednerin des Tages, Martina Dismond, Sozialpädagogin bei der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG), zeichnete gemeinsam mit Dr. Winterholler für die Organisation des informativen Vormittags verantwortlich. Sie berichtete in ihrem Schlusswort über die vielfältigen Aktivitäten, die die Selbsthilfeorganisation in der Region anbietet, wie zum Beispiel eine Klettergruppe. Sie lud alle Besucher ein, aktiv in der Selbsthilfe mitzumachen, denn: „Gemeinsam lässt sich Schweres leichter meistern.“ Unterstützung erhalten Betroffene auch in der Spezialsprechstunde im Krankenhaus Rummelsberg, die von der DMSG Regionalgruppe Mittelfranken in enger Zusammenarbeit mit niedergelassenen Neurologen der Region durchgeführt wird.

Interessierte erreichen die Regionalgruppe Mittelfranken der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft unter E-Mail.

Termine für die Neuroimmunologische Sprechstunde am Krankenhaus Rummelsberg können unter der Telefonnummer 09128-5043162 (8-12 Uhr) oder über die E-Mail-Adresse E-Mail vereinbart werden.

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