(openPR) Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft provozierte jetzt eine scharfe Zurückweisung seiner Pressemitteilung „Deutsche Geflügelwirtschaft bemängelt Trend in der Diskussion zur Geflügelhaltung“ durch den Tierschutzfachverband Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung e.V. Der Vorwurf „tendenziöse Darstellungen führen zu falschen Schlüssen“ treffe nämlich auf die Desinformationskampagnen der Branche zu, die mit niedlichen, lebenden Küken Aufmerksamkeit erzielen wolle. Auch das Bildmaterial zeige in der Regel nicht ausgewachsene Puten oder Masthühner statt der zur Endmast dichtgedrängt zusammengepferchten Tiere.
„Angesichts der irreführenden Selbstdarstellungen der Geflügelwirtschaft ist die jetzt von ihrem Präsidenten, Gerhard Wagner, vorgebrachte Kritik unseriös“, meint Eckard Wendt, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung e.V. Nicht nur in ihren Druckschriften, in denen die Behauptung, die Tiere würden „tiergerecht“ gehalten, gebetsmühlenartig wiederholt wird, sondern auch auf Ausstellungen wie der Internationalen Grünen Woche in Berlin scheut die Branche nicht vor massiver Täuschung zurück. So wurden vor Großfotos mit jungen Masthühnern auf ca. 9m² 35 vier Wochen alte Masthühner gezeigt statt der der üblichen Praxis entsprechenden etwa 150 (einhundertfünfzig!) Tiere. Dass die Tiere hechelten, um ihre Wärmeenergie abführen zu können und einige Tiere bereits nicht mehr aufstehen mochten, weil sie schon unter Skelett- und Gelenkproblemen litten, blieb natürlich unerwähnt. Seit dem Vorkommen von Vogelgrippe in Deutschland zeigt die Branche nur noch niedliche Küken, die von Kindern gerne in die Hand genommen werden. „Wer Bilderbuch-Idyllen kommuniziert, darf sich nicht wundern, wenn er wie die Tierindustrie an Glaubwürdigkeit verliert und die Bürger über Aufnahmen aus den Massentierställen schockiert und empört sind“, kritisiert Wendt weiter und weist außerdem darauf hin, dass die Geflügelwirtschaft das Schnabelkürzen als „Schnabelbehandlung“ bagatellisiert, bei dem ca. 80% der sensorischen Nervenenden ohne Betäubung entfernt werden, um die Tiere an die tierfeindlichen Bedingungen der Intensivhaltung anzupassen.










