(openPR) Mit außerordentlichem Befremden hat die Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung e.V. (AGfaN) zur Kenntnis genommen, dass mit dem ehemaligen Staatssekretär des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums, Friedrich-Otto Ripke (CDU), abermals ein hochrangiger Politiker fast nahtlos in die Lobbyarbeit eines Wirtschaftsverbandes gewechselt ist. Es dränge sich nunmehr die Frage auf, in wie weit der studierte Diplomingenieur der Agrarwissenschaft schon im Landwirtschaftsministerium als verlängerter Arm der Geflügelwirtschaft fungierte, argwöhnt der Vorsitzende der AGfaN, Eckard Wendt.
Die Niedersächsische Geflügelwirtschaft (NGW) wählte ihn jetzt zum Nachfolger von Wilhelm Hoffrogge, der sein Amt als Vorsitzender der NGW seit Februar 2013 hatte ruhen lassen, nachdem die Oldenburger Staatsanwaltschaft Ermittlungen im Zusammenhang mit möglicherweise falscher Deklaration von Eiern auf seinem Geflügelhof aufgenommen hatte. Die Tierschützer seien sehr enttäuscht, denn sie hätten Ripke vor Jahresfrist bei einer Mahnwache vor dem Ministerium als aufmerksamen Zuhörer und gegenüber den Tierschutzargumenten offenen Ansprechpartner wahrgenommen. „Den Wechsel Ripkes in den Schoß der Geflügelwirtschaft werten wir als Selbst-Demaskierung eines Politikers, durch die der Politikverdrossenheit weiter Vorschub geleistet wird“, bedauert Wendt sarkastisch.











