(openPR) Den Brennholzpreis 2011/2012 haben die Händler der Brennholzhändlergemeinschaft brennholz-deutschland.de pünktlich zum Ende der Frischholz-Saison in einer Umfrage ermittelt. Trockenes Buchenbrennholz oder vergleichbare Hartholzsorten oder –mischungen werden in der aktuellen Brennholzsaison von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen nicht unter 72 Euro den Schüttraummeter im offiziellen Brennholzhandel zu bekommen sein. Grund für die Verteuerung um rund 5 Euro gegenüber dem Vorjahr ist der drastische Anstieg des Rohholzpreises aufgrund einer starken Nachfrage nach Holz aus der Papier-, Möbel- und Spanplatten-Industrie.
Brennholzhändler zahlen heute für den Festmeter maschinenfähiges Industrieholz Buche teils schon über 70 Euro und selbst zu diesem Preis ist das Einkaufspotential vielerorts sehr beschränkt, da die Industrie neben dem eigentlich benötigten Weichholz aus Fichte und Tanne vermehrt Buche zukauft, um erforderliche Mengen für die hoch angesetzten Produktionsziele zu erreichen. Auf dem Markt hat dies dazu geführt, dass Industrieholz Fichte aktuell für die Einkäufer nicht günstiger zu bekommen ist als Industrieholz Buche.
Für den Brennholzhandel eine prekäre Situation, denn die Folgen dieses beschränkten Beschaffungsmarktes sind nicht abzufedern – vor allem nicht durch Importe aus dem Ausland. Auf Paletten aus der Ukraine, Weißrussland oder dem EU-Ausland wie Polen oder Kroatien importiertes Scheitholz ist auf Grund veränderter Rahmenbedingungen auf dem internationalen Speditionsmarkt kaum noch zu angemessenen Preisen bis nach Deutschland zu transportieren. Einkaufspreise unter 75 Euro pro geschichtetem Raummeter sind für Einkäufer großer Mengen kaum zu realisieren. Ein wirtschaftlicher Weiterverkauf schließt sich da beinahe aus, bzw. lohnt nur in sehr großen Mengen bei erheblichem Risiko.
Während die Preise bei der Händlerumfrage unter 150 Händlern deutschlandweit von 66 – 92 Euro variierten, herrschte große Einigkeit beim Thema „Preis und Verfügbarkeit in der Nachsaison“. Die Schilder "Brennholz ausverkauft" werden dieses Jahr früh herausgehangen werden. Viele Händler befürchten ein Hauen und Stechen um verfügbare Material-Kapazitäten und einen Preisanstieg auf mindestens über 80 Euro für Brennholzheizer, die im Januar oder Februar 2012 noch nachkaufen müssen.
Während früher geringe Trockenkapazitäten für eine Verknappung des Angebotes sorgten und damit für einen zwangsläufigen Anstieg der Brennholzpreise zum Saisonende verantwortlich waren, ist es heute der große Materialhunger der Trockenkammerbetreiber, der Nachsaisonholz preislich explodieren lassen wird.
Tipp der Händlergemeinschaft: Auch wenn der aktuelle Holzpreis hoch scheint – pokern Sie nicht – Brennholz wird nicht billiger, auch wenn die Saison kurz und warm wird. Grund dafür: Der Nachfragemarkt Industrieholz wird sich auf absehbare Zeit nicht ändern und bezogen auf die Energieausbeute ist Brennholz noch immer deutlich billiger als Gas oder Erdöl.
Hier noch einige Daten zu regionalen Unterschieden. Grundsätzlich ist Holz im Süden und im Norden teurer als in der Mitte und im Osten. Was aber diesjährig auffällt, dass es kaum noch ein Preisgefälle zwischen Mitte und Osten gibt. Insbesondere in Großstadtnähe sind die Preise in Mecklenburg-Vorpommern, Sachen-Anhalt oder Thüringen diesjährig mit den Werten rund um Dortmund, Gießen oder Aachen vergleichbar. Lediglich in sehr ländlichen Regionen und Grenzgebietsregionen können Händler noch günstige Preise anbieten, bzw. müssen Händler dies tun, um Abnehmer zu finden.
Übrigens: Die angegebenen Preise beziehen sich immer auf einen Schüttraummeter. 72 Euro für einen SRM bedeuten 95 Euro für einen Raummeter, bzw. Ster.
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