(openPR) Ein günstiges Angebot ist meist auch ein Leistungsversprechen. Heißt: Günstig allein reicht nicht, die Qualität muss ja auch stimmen. Daher schmunzeln professionelle Brennholzhändler in letzter Zeit vermehrt über die Angebote von großen Ketten oder Portalen, die "Günstiges Brennholz" anbieten. Warum: Günstig geht eigentlich nicht in diesem Jahr, denn die Nachfrage bestimmt den Preis und nicht mehr der Wunsch des Händlers, günstig anbieten zu wollen - hier dazu ein Klärungsversuch.
Die Nachfrage und der Lagerbestand bestimmen den Preis - in diesem Jahr ist es so, dass eine verstärkte Nachfrage nach Holz allgemein den Preis für Stammholz deutlich beeinflusst hat. Im Bereich Nadelholz ist es sogar so, das die Erträge für schwaches Holz durch die Papier-, Spanplatten- und Enrgieindustrie so groß geworden sind, dass man so genannte Industrieholz als Brennholz schon gar nicht mehr verbrennen darf - das wäre wirtschaftlich unlogisch.
Durch den Wegfall des Weichholzsegments steigt die Nachfrage nach Hartholz. Aber auch hier haben die Preise angezogen und damit zwangsläufig auch die Preise für Brennholz, das in aller Regel nur aus Durchforstungen gewonnen wird. Höhere Preise bedeuten nämlich, dass der Waldbesitzer weniger Holz einschlagen muss, um auf seinen Ertrag zu kommen - dadurch fällt zwangsläufig weniger Brennholz an. Hinzu kommt, dass viele Gemeinden den Bezug von Brennholz durch ihre Bürger stark eingeschränkt haben. Heißt: man darf vielerorts nur noch den Eigenbedarf aus dem Wald holen und nicht die Nachbarn gleich mit versorgen. Und auch hier haben die Preise angezogen. Ein Raummeter ist frei Waldweg kaum noch unter 35 Euro zu haben - Dieser RM muss dann aber noch gesägt, gespalten. transportiert und getrocknet werden.
Fatal ist aber, dass Holzheizer diese Preisschere nur bis zu einer bestimmten Grenze mitmachen - wird Holz zu teuer, dann wird eben wieder der Gashahn aufgedreht. Da es aktuell keinen Hinweise auf Gas- und Öl-Verteuerungen gibt, müssen auch keine hohen Brennholzpreise akzeptiert werden.
Unterm Strich bedeutet das: Der Kunde sucht Holz zu einem günstigen Preis, der Händler gibt es zu diesem Preis ab, solange er Lagerware verfügbar hat, weil der Kunde ihm einen höheren Preis nicht zahlt. Ist das Lager leer, kann er für kaum ein Geld der welt noch liefern, denn im Oktober oder gar im Frühjahr trockenes Holz zu wiederverkaufbaren Preisen zu bekommen ist so gut wie unmöglich.
Der Kunde muss jetzt wissen: "Ich werde zum mir angenehmen Preis ab November 2010 kein Holz mehr bekommen, da die Produzenten dieser Ware - also die Kammertrockner auf die gestiegene Nachfrage mit Preiserhöhungen reagieren müssen, um dem Markt überhaupt noch gerecht werden zu können". Gerecht heißt: Das vorhandene Holz so zu verteilen, dass es die komplette Saison reicht und natürlich den höchsten Ertrag bringt. Wer also bei bald deutlich steigenden Preisen von der Abzocke durch die Brennholzhändler redet sollte wissen, dass er als Kunde für diese Entwicklung mit verantwortlich ist. Hätte er im Frühjahr frische Ware günstig eingekauft, dann hätte er sich im Dezember nicht über steigende Preise aufregen müssen.
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