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DGHO ergreift Initiative für eine gute Zertifizierungspraxis in der Medizin

12.05.201115:58 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Berlin, 12. Mai 2011 – Die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e.V. hat am vergangenen Samstag die Charta und Selbstverpflichtung „Gute Praxis bei der Durchführung von Zertifizierungen in der Medizin” auf der Delegiertenkonferenz der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) in Frankfurt vorgestellt.



Zertifizierungen gewinnen eine zunehmende Bedeutung in der Medizin. Sie bestätigen die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität auf der Grundlage der von Fachgesellschaften ausgearbeiteten Qualitätsanforderungen. Die meisten Zertifizierungen bewegen sich im gesetzlich nicht geregelten Bereich und können daher relativ frei von den Fachgesellschaften gestaltet werden.

„Wir müssen realistisch sehen, dass bei der Ausgestaltung der Zertifizierungsverfahren Interessenkonflikte auftreten können“, sagte Prof. Mathias Freund, Sekretär und Schatzmeister der DGHO, im Rahmen der Konferenz in Frankfurt. „Die Fachgesellschaften können in Versuchung geraten, mit der Zertifizierung Berufspolitik zu betreiben. Zertifizierer und Beratungsunternehmen wollen Geld verdienen. Die DGHO sieht daher dringenden Handlungsbedarf im Sinne einer guten Zertifizierungspraxis”, so Freund weiter.

Die von der DGHO vorgelegte Charta enthält eine Reihe sehr konkreter Festlegungen. So soll die Zertifizierung nur von Zertifizierungsunternehmen getragen werden, die von der jeweiligen Fachgesellschaft unabhängig und von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) anerkannt sind. Die DGHO grenzt sich dabei deutlich von fragwürdigen Praktiken einzelner Zertifizierungsgesellschaften und Beratungsunternehmen ab. Dort sind teilweise Provisionszahlungen oder auch Rückvergütungen der Zertifizierungsunternehmen an die Fachgesellschaften üblich. Weitere Festlegungen in der Charta betreffen die Benennung der Fachexperten und Empfehlungen zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Effizienz von Zertifizierungen.

Zertifizierungen nach Kriterien der Fachgesellschaften spielen heute vor allem in der Onkologie eine wachsende Rolle. Freund wies in Frankfurt auf die Verantwortung der Entscheidungsträger hin, mit Instrumenten der Qualitätssicherung und dem Setzen verbindlicher Standards die Versorgung der Patientinnen und Patienten mit Krebs zu verbessern.

DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e.V.

Die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e.V. besteht seit über 70 Jahren und hat heute mehr als 2.600 Mitglieder, die in der Erforschung und Behandlung hämatologischer und onkologischer Erkrankungen tätig sind. Mit der Ausarbeitung von Aus-, Fort- und Weiterbildungscurricula, der Erstellung von Behandlungsleitlinien und Behandlungsempfehlungen sowie mit der Durchführung von Fachtagungen und Fortbildungsseminaren fördert die Fachgesellschaft die hochwertige Versorgung von Patienten mit hämatologischen und onkologischen Erkrankungen.

Onkologische Zentren

Seit mehr als 15 Jahren ist die DGHO aktiv in der Qualitätssicherung und Zertifizierung engagiert. Erste Aktivitäten lagen auf dem Gebiet der Laborzertifizierung. Gegenwärtig hat das Programm der DGHO zur Zertifizierung Onkologischer Zentren eine große Bedeutung erlangt. Bundesweit sind bereits 37 Onkologische Zentren zertifiziert. Weitere sieben Zentren stehen kurz vor Abschluss des Prozesses. Die zertifizierten Zentren legen sich auf Standards einer vernetzten stationären und ambulanten Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten sowie auf Vorgaben für die psychoonkologische und palliativmedizinische Betreuung in Onkologischen Zentren fest.

AWMF Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.

In der 1962 gegründeten Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) sind derzeit 158 wissenschaftlich arbeitende medizinische Fachgesellschaften organisiert. Die DGHO ist seit 1993 Mitglied der AWMF.

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