(openPR) „Das Stimmungshoch der regionalen Wirtschaft bleibt ungetrübt. Die Unternehmen schätzen ihre aktuelle Lage sogar noch besser ein als zu Jahresbeginn. Die weiteren Erwartungen bleiben optimistisch.“ Mit diesen Worten beschreibt Dr. Dieter Porschen, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, das Ergebnis der aktuellen Blitzumfrage zur Konjunktur. „Weder die Ereignisse in Japan noch die politischen Krisen in Nordafrika und auf der Arabischen Halbinsel haben der regionalen Wirtschaft ihre Zuversicht genommen“, betont Porschen. An der Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammern Düsseldorf und Mittlerer Niederrhein beteiligten sich knapp 400 Betriebe von Velbert bis Viersen.
Seit Jahresbeginn hat sich die Lageeinschätzung der regionalen Wirtschaft weiter verbessert. Fast jeder zweite Betrieb (46 Prozent) berichtet über eine aktuell gute Geschäftslage und weniger als jeder zehnte (9 Prozent) über eine schlechte. Der Saldo liegt mit knapp 38 Prozentpunkten um sechs Punkte höher als noch zu Jahresbeginn. Neben der Industrie zeigen sich insbesondere das Baugewerbe und der Großhandel optimistisch. Und auch bei den Einzelhändlern überwiegen die Positiv-Meldungen mit 27 Prozent gegenüber den Negativ-Äußerungen (18 Prozent). Unterstützt wird die positive Stimmung in der Branche von der gesunkenen Arbeitslosigkeit und der damit verbundenen Aufhellung des Konsumklimas.
Verändert hat sich auch die Bewertung von Konjunkturrisiken. So betrachten nur noch 37 Prozent der Betriebe (Jahresbeginn: 47 Prozent) die Entwicklung der Inlandsnachfrage als Risiko. Zunehmende Sorge hingegen bereitet der Wirtschaft die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise. 75 Prozent der Industriebetriebe, 70 Prozent der Großhändler und zwei Drittel aller Bauunternehmen sehen darin ein aktuelles Konjunkturrisiko. „Angesichts der Energiedebatte muss dies ein deutliches Zeichen an die Politik sein, die Energiekosten auch langfristig möglichst gering und wettbewerbsfähig zu halten“, betont Porschen.
Trotz der genannten Risiken erwarten rund 40 Prozent der Unternehmen eine weitere Verbesserung ihrer Geschäftslage, mehr als jeder zweite rechnet zumindest mit einer konstant guten Entwicklung. Damit sind die Erwartungen zwar nicht mehr ganz so optimistisch wie noch zu Jahresbeginn, als noch 55 Prozent mit einer weiteren Verbesserung rechneten. „Das kann aufgrund der schon sehr guten Ausgangslage aber kaum verwundern. Vielmehr zeigt unsere Blitzumfrage, dass sich der Aufschwung auf breiter Front fortsetzen wird, allerdings mit verringertem Tempo“, so Porschen.
Gute Nachrichten gibt es auch vom Arbeitsmarkt. 27 Prozent der Unternehmen beabsichtigen, zusätzliche Beschäftigte einzustellen und nur jeder zehnte Betrieb plant Entlassungen. „Wir steuern in unserer Region auf ein Zehn-Jahres-Hoch bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zu“, freut sich Porschen. Dem Wunsch nach Personalaufstockung stehe jedoch der Mangel an qualifizierten Bewerbern gegenüber. Jedes vierte befragte Unternehmen sieht daher im Fachkräftemangel ein Konjunkturrisiko. Dies gilt insbesondere für Industrie und Dienstleister.
Ansprechpartner für Redaktionen: Rainer Növer, Tel. 02151 635 350






